Ärger um die Buslinie 4101

Seit Anfang August biegt die Buslinie 4101 in die Freudenthalstraße ab
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Buchholz: Bürger übergeben Unterschriftenliste nach Änderung der Linienführung und Wegfall dreier Haltestellen

os. Buchholz. Der Buchholz Bus ist ein Erfolgsmodell: Rund 1,56 Millionen Fahrgastbewegungen zählen die Verantwortlichen pro Jahr. Das System, im 30-Minuten-Rhythmus Ringstrecken zu bedienen und dann am zentralen Treffpunkt an der Adolfstraße wieder zusammenzukommen, findet weit über die Nordheidestadt hinaus Beachtung. Jetzt aber gibt es Ärger um eine der drei Fahrstrecken: Bürger kritisieren die Änderung der Route der Linie 4101 und den damit verbundenen Wegfall von drei Haltestellen. Gerade für ältere Fahrgäste, die nicht gut zu Fuß sind, habe die Änderung der Buslinie negative Folgen. Am gestrigen Dienstag wollten Bürger aus dem Wohnquartier am Dibberser Mühlenweg eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse übergeben. Er sitzt im Aufsichtsrat der Buchholzer Stadtwerke, die den Buchholz Bus betreiben.
Wie berichtet, wurde die Führung der Linie 4101 nach den Sommerferien Anfang August geändert. Die Haltestellen "Wasserwerk", "Klaus-Groth-Straße" und "Boßdorfstraße" entfielen, stattdessen wurden Haltestellen "Am Hang" und an der "Freudenthalstraße" eingerichtet. Zudem wird seit August die Märchensiedlung mit den Haltestellen "Märchenstraße" und "Aschenputtelweg" angefahren.
"Die Erweiterung des Angebotes sollte nicht zu Lasten anderer Fahrgäste gehen", erklärt Monika von Hagen, eine der Initiatorinnen der Unterschriftenliste. Sie habe mit Bewohnern des sogenannten Katharinenhofs mit 89 Wohneinheiten am Dibberser Mühlenweg gesprochen. Viele zumeist ältere Bürger seien entsetzt über den Wegfall gerade der Haltestelle "Wasserwerk" und sähen sich in ihrer Mobilität eingeschränkt. Wenn die Lokalpolitiker forderten, dass mehr Menschen auf den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen, könne nicht die Konsequenz die Streichung von Haltestellen sein, erklärt Monika von Hagen.
Unterstützung erhalten die Anwohner von der CDU-Ratsfraktion. Das Liniennetz in einem Gebiet auszudünnen, in dem viele Mitbürger nicht mehr so mobil sind, könne nicht zielführend sein, erklärt CDU-Ratsherr Christian Horend. Es werde ein Gebiet vom Stadtbus "abgehängt, nur um ein ähnlich großes Gebiet bedienen zu können. Da müssen die verantwortlichen Planer nochmal ran", so Horend.
Dr. Christian Kuhse, Geschäftsführer der Buchholzer Stadtwerke, verteidigt die Entscheidung, die Streckenführung der Buslinie 4101 zu ändern. Man habe die Fahrgastzahlen ausgewertet und die Linienführung analysiert. Das Ergebnis: "Aus unserer Sicht ist der Wegfall der drei Haltestellen gerechtfertigt." Am "Wasserwerk" stiegen im statistischen Mittel lediglich 0,5 bis 1,3 Fahrgäste pro Fahrt aus, an der "Klaus-Groth-Straße" 0,9 Fahrgäste und an der "Boßdorfstraße" 0,7 bis 0,97 Fahrgäste. Auf der anderen Seite erreiche man in der Märchensiedlung rund 300 Haushalte mit 900 Bewohnern, die bislang ohne ÖPNV-Anbindung waren. "Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile sprach alles für eine Änderung der Linienführung", betont Kuhse.

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Oliver Sander aus Buchholz

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