Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt Rahmenplan
"Buchholz 2025plus": Ambitioniertes Bauprojekt

Die Grafik zeigt die Dimension des Projekts. Zentrale Punkte sind die Wohnbebauung, die Umgehungsstraße am unteren Rand und die Veloroute (rot)
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  • Die Grafik zeigt die Dimension des Projekts. Zentrale Punkte sind die Wohnbebauung, die Umgehungsstraße am unteren Rand und die Veloroute (rot)
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os. Buchholz. "Da haben Sie sich ein ambitioniertes Gesamtvorhaben vorgenommen, das eine gewisse Tiefe hat." Das sagte Ole Saß vom Planungsbüro Sinai bei der Vorstellung des Rahmenplans für das Konzept "Buchholz 2025plus" im Buchholzer Stadtentwicklungsausschuss. Letztlich empfahl der Ausschuss die Planung mit großer Mehrheit, nur Christoph Selke (Buchholzer Liste) votierte dagegen.
Wie berichtet, plant die Stadt Buchholz im Osten der Stadt ein neues Quartier mit bis zu 1.500 Wohneinheiten auf 60 Hektar Fläche sowie zusätzlich in Kooperation mit dem Landkreis Harburg den Bau einer Umgehungsstraße. Vorgesehen sind 40 Prozent Geschossbau, 40 Prozent Reihen- und Einzelhäuser sowie 20 Prozent Stadtvillen.
Der Rahmenplan sieht laut Ole Saß vor, das Wohnquartier in vier Schritten zu entwickeln. Zunächst sollen neue Wohnungen rund um das Finanzamt entstehen, im zweiten Schritt soll das Quartier mit Zufahrt von der Bendestorfer Straße entwickelt werden, im dritten Schritt das Quartier mit Zufahrt von der Lüneburger Straße und im vierten Schritt der Rest u. a. mit der Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften und dem Bau einer neuen Grundschule. Für jedes Quartier soll eine eigene Großgarage entstehen, in der so viele Bewohner wie möglich ihre Autos abstellen sollen. Es sind aber auch Parkplätze auf den einzelnen Grundstücken zugelassen. "Das gesamte Quartier wird als Maßstabgeber für die ganze Stadt ein besonderer Ort", betonte Stadtplaner Saß. Es solle auch eine Vorbildfunktion über die Stadtgrenzen hinaus übernehmen - auch durch viele Radwege, die sich durch die Wohnquartiere ziehen sollen. Die Veloroute auf dem Itzenbüttler Weg nimmt eine zentrale Rolle in der Infrastruktur von "Buchholz 2025plus" ein.
Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse betonte erneut, dass der Bau von Wohnungen und der Bau der Umgehungsstraße zwingend miteinander verbunden seien. Für die Umgehungsstraße sollen in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 11. November die endgültigen Varianten vorgestellt werden. Auf Nachfrage der Grünen-Politikerin Gabriele Wenker, wie die Straße finanziert werden soll, erklärte Röhse, dass man dafür stadteigene Grundstücke "in Wert setzen" - sprich verkaufen - wolle. Einig war sich Röhse mit Wenker und anderen Politikern, dass man nicht mit der Wohnbebauung warten wolle, bis die Umgehungsstraße fertiggestellt ist. U. a. ist geplant, dass die Stadt 150 Wohneinheiten für die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellt.
Herbert Maliers, hinzugewähltes Ausschussmitglied von Greenpeace, mahnte an, die Schule früher zu bauen. Die vorgesehene Reihenfolge sei nicht sinnvoll. Ablehnung kam von der Buchholzer Liste. Es werde eine Chance vertan, ein komplett nachhaltiges Quartier zu entwickeln, kritisierte Fraktionsvorsitzender Christoph Selke. 1.600 Autostellplätze bei "Buchholz 2025plus" vorzusehen, sei "Wahnsinn". Auch fehlten in der Planung Gemeinschaftsgärten, Wasserflächen, ein Blockheizkraftwerk, ein Bürgerzentrum und ein Treffpunkt für Jugendliche.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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