"Situation ist unmenschlich"
Fahrgastbeirat übt scharfe Kritik an Zuständen rund um den Buchholzer Bahnhof

Die Türen stehen noch am Treppenaufgang: Am Montag arbeiteten Monteure am defekten Aufzug an der Wohlaubrücke
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  • Die Türen stehen noch am Treppenaufgang: Am Montag arbeiteten Monteure am defekten Aufzug an der Wohlaubrücke
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os. Buchholz. Am Montag mussten sich die Monteure am Buchholzer Bahnhof einigen Fragen der Passanten stellen. "Warum dauert das so lange?", wollten die meisten Pendler wissen. Wie berichtet, ist der Aufzug an der Wohlaubrücke am Buchholzer Bahnhof seit Mai nicht mehr nutzbar. Die vor rund drei Wochen geplante Reparatur musste verschoben werden, weil die Fahrstuhlfirma Otis einen Transportschaden für die Sondertüren (Preis: rd. 2.500 Euro pro Tür) geltend machte. Wann genau der Fahrstuhl wieder genutzt werden kann, steht noch nicht fest.
Dem Fahrgastbeirat im Landkreis Harburg ist die Situation am Buchholzer Bahnhof ein Dorn im Auge. Beiratsmitglied Jürgen Maack aus Tostedt übt harsche Kritik: "Die Situation ist unmenschlich und nicht mehr hinzunehmen!" Maack erklärt, dass man den Eindruck gewinnen könne, weder die Stadt noch der Fahrstuhlhersteller arbeiteten mit genügend Nachdruck an der Beseitigung des Missstandes.
Maack kritisiert zudem den Hinweis der Stadt auf die weitläufige Umleitung über die Lindenstraße und dann durch den Fußgängertunnel zur Bahnhofstraße und zurück zum Bahnhof. "Was bringt das den Reisenden? Nichts, aber auch wirklich nichts", erklärt Maack. Die Reisenden müssten ihre zum Teil schweren Gepäckstücke, ihre Einkäufe und Kinderwagen über einen Umweg von 500 Metern transportieren. Auch für ältere Mitbürger sei der Umweg nicht zumutbar. Jetzt müssten konkrete Angaben zur Fertigstellung des Aufzugs her. Ansonsten sei der Satz, den er kürzlich auf der Wohlaubrücke hörte - "Wenn man in Buchholz ankommt, landet man auf dem Abstellgleis" -, absolut gerechtfertigt, so Maack.
Der gesamte Bereich des Bahnhofs Buchholz und der Wohlaubrücke sehe alles andere als einladend aus, kritisiert der Fahrgastbeirat zudem. Der Verschmutzungsgrad auf der Brücke und an den Auf- und Abgängen, aber auch am Bahnhof, sei "überdurchschnittlich hoch". Hier seien die Stadt Buchholz und die Deutsche Bahn als Grundstückseigentümer gefragt, schnell für Abhilfe zu sorgen.
Jürgen Maack nimmt beim Thema Sauberkeit auch die Reisenden in die Pflicht: "Müll und Dreck muss nicht in der Landschaft entsorgt werden, dafür gibt es Behälter." Wer Zerstörungen beobachtet, solle unverzüglich die zuständigen Behörden alarmieren. Jürgen Maack: "So könnten vielleicht viele größere Schäden verhindert und der damit verbundene Ärger minimiert werden."
• Wie sehen Sie die Situation am Buchholzer Bahnhof? Was läuft aus Ihrer Sicht gut, was läuft schlecht? Schreiben Sie uns eine E-Mail an oliver.sander@kreiszeitung.net.

Die Türen stehen noch am Treppenaufgang: Am Montag arbeiteten Monteure am defekten Aufzug an der Wohlaubrücke
Kritisiert die Zustände am Buchholzer Bahnhof: Jürgen Maack

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