Buchholzer Wirtschaftsrunde lädt ein
Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl - AFD Kandidat wird nicht eingeladen
Anlässlich der Bürgermeisterwahl in Buchholz lädt die Buchholzer Wirtschaftsrunde am Donnerstag, 20. August, zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion in die Empore Buchholz ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten an diesem Abend die Möglichkeit, die eingeladenen Kandidatinnen und Kandidaten, ihre Positionen und ihre Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung der Stadt näher kennenzulernen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Themen, die die Menschen und Unternehmen in Buchholz bewegen. Um die Podiumsdiskussion möglichst nah an den Interessen der Stadtgesellschaft auszurichten, führt die Buchholzer Wirtschaftsrunde im Vorfeld eine öffentliche Onlineumfrage durch. Dort können Bürgerinnen und Bürger ihre Themenwünsche, Fragen und Anliegen einreichen.
Die eingehenden Rückmeldungen fließen in die Vorbereitung und Schwerpunktsetzung der Diskussion ein. Aufgrund der begrenzten Veranstaltungsdauer kann nicht garantiert werden, dass jede einzelne eingereichte Frage auf dem Podium behandelt wird.
Die Umfrage ist unter umfrage.buchholzer-wirtschaftsrunde.de erreichbar und kann bis Sonntag, 9. August, ausgefüllt werden.
Ziel des Abends ist es, die unterschiedlichen politischen Positionen verständlich gegenüberzustellen und einen sachlichen, respektvollen Austausch über die Zukunft von Buchholz zu ermöglichen.
Die Bürgermeisterwahl stelle wichtige Weichen für die kommenden Jahre, so Oliver Weiß von der Buchholzer Wirtschaftsrunde, "mit der Podiumsdiskussion möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern eine zusätzliche Möglichkeit geben, sich unmittelbar über die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden."
Beginn der Veranstaltung am Donnerstag, 20. August, ist um 18.30 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Entscheidung zum Teilnehmerkreis
"Wir haben uns dazu entschieden, Max Ostermeier als Kandidaten der AfD nicht zu dieser Veranstaltung einzuladen. Grundlage dieser Entscheidung ist die Hochstufung des AfD-Landesverbandes Niedersachsen durch den Niedersächsischen Verfassungsschutz zum Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung.
Rechtsextremistische Positionen stehen nicht im Einklang mit den Werten der Buchholzer Wirtschaftsrunde", erklärt Oliver Weiß die Begrenzung der des Teilnehmerkreises. Er erklärt auf Nachfrage des WOCHENBLATTES weiter, dass dies keine leichtfertig getroffene Entscheidung der Wirtschaftsrunde gewesen sei, zu der sie nun aber auch stehen würden. "Ein Platz auf dem Podium bedeutet nicht einfach nur Raum, er bedeutet insbesondere Redezeit, Aufmerksamkeit, Gleichstellung im Veranstaltungsformat, öffentliche Sichtbarkeit und eine organisatorische Aufwertung durch uns als Veranstalter. Genau deshalb entscheiden wir bewusst, wem wir diese Bühne geben", so Oliver Weiß weiter, "wir haben uns erst 2024 auf der Kundgebung auf dem Peets Hoff deutlich gegen Rechtsextremismus positioniert – dieser Position geben wir heute Halt. Von uns wird teilweise Neutralität eingefordert. Neutralität bedeutet für uns jedoch nicht, die eigenen Werte aufzugeben. Gerade eine Organisation wie die Buchholzer Wirtschaftsrunde muss dort eine Grenze ziehen, wo sie ihre Werte – Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit – gefährdet sieht."
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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