Wie schwer kann’s sein?
Digitale Gesundheit im echten Leben – mein Weg zur ePA

Foto: KI-generiert
2Bilder

Seit dem 1. Oktober ist es offiziell: Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten müssen die elektronische Patientenakte befüllen.
Ich fange an zu schwitzen. Mir wird klar: Ich habe die Registrierung immer noch nicht erledigt.
Für jede Bildbearbeitungs-App, für jedes Spiel, das mein Sohn sich wünscht, hüpfe ich sofort in den App-Store – einmal tippen, zack, erledigt.
Warum klappt das bei etwas wirklich Relevanten nicht? Mein Neujahrsvorsatz hieß doch: Mehr auf die Gesundheit achten. Die Gelegenheit scheint perfekt.
Also. Los gehts!

Schritt 1: APP-Suchen und finden
Im App-Store schreibe ich „ePA“ in die Suchleiste.
Gefühlt hundert Apps – aber wo ist meine? Ah, da! Sie verspricht, all meine medizinischen Daten sicher zu bündeln. Gefällt mir.
Ein Klick auf Installieren, läuft doch. Ich bin stolz. Von wegen schwierig. Pah!
Nach dem Öffnen begrüßen mich freundliche Grafiken: eine Ärztin, eine Apotheke, ein Datentresor.
„Alles an einem Ort“, steht da. Klingt beruhigend – aber auch ein bisschen wie Werbung für einen Supermarkt.

Schritt 2: Registrierung – es wird ernst
Bevor ich irgendwas sehe, soll ich mich anmelden.
Ich brauche eine „Gesundheits-ID“ – und dafür ein Konto bei meiner Krankenkasse.
Also: Nutzername, Passwort, Bestätigungsmail. Check!
Doch dann: „Bitte bestätigen Sie Ihre Identität.“ Logisch. Ohne das geht es nie.

Schritt 3: Die Sache mit dem Ausweis
Drei Möglichkeiten: PostIdent, Aktivierungscode oder online mit Personalausweis. Ich wähle Letzteres.
Das bedeutet: Ausweis mit eID-Funktion, sechsstellige PIN und Smartphone mit NFC.
Wie bitte?? Ich dachte, ich soll die ePA aktivieren – und keinen IT-Workshop vorbereiten!
Die App leitet mich zu einem externen Anbieter. Dort: App laden, registrieren, Code erstellen, Kamera freigeben.
Dann halte ich den Ausweis an die Rückseite meines Handys – muss wiederholen, weil mein Daumen im Weg war.
Aber dann! Die App prüft mein Gesicht, die Verbindung klappt – und tadaa: „Identität bestätigt.“

Schritt 4: Endlich drin – Überraschung!
Zurück in der ePA-App. Ich bin drin! Aber: nichts. Kein Befund, kein Impfpass, keine Daten.
Ein kurzer Anruf bei der Krankenkasse beruhigt mich: Das sei normal.
Seit dem 1. Oktober sind Ärztinnen und Ärzte verpflichtet, die ePA zu befüllen – aber nicht alle Praxen sind technisch so weit.

Mein Fazit
Die Anmeldung funktioniert – aber ist nichts für zwischendurch.
Wer wenig Digital-Erfahrung hat, könnte schnell frustriert sein.
Doch wer’s geschafft hat, hat alles an einem Ort: Befunde, Rezepte, Röntgenbilder – sicher, verschlüsselt, jederzeit abrufbar.
Bis dahin braucht es Geduld.
Immerhin: Ich habe den ersten Schritt getan. Und das ist ja schon mehr, als ich von meiner Steuererklärung sagen kann.

Foto: KI-generiert
WOCHENBLATT-Redakteurin Tina Lüecke macht den Selbstversuch: ePA-Registrierung? Gar nicht mal so einfach -aber machbar | Foto: Tina Lüecke
Redakteur:

Tina Lüecke aus Buchholz

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

11 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.