Gesundheitsgespräch im Krankenhaus Buchholz
Leistenbruch, Nabelbruch, Bauchwandbruch: Was Betroffene wissen sollten

Der leitende Oberarzt Oliver König informiert am 18. Juni  in der Cafeteria des Krankenhauses Buchholz über Brüche in der Bauchwand | Foto: Andreas Schmitt Photographie
  • Der leitende Oberarzt Oliver König informiert am 18. Juni in der Cafeteria des Krankenhauses Buchholz über Brüche in der Bauchwand
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Brüche der Bauchwand können Schmerzen verursachen und die Lebensqualität deutlich einschränken. 
Beim GesundheitsGespräch am Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr in der Cafeteria im Krankenhaus Buchholz, Steinbecker Straße 44, spricht Hernienexperte König zum Thema „Bauchwandbruch, Leistenbruch und Schwäche der Bauchwand nach einer Schwangerschaft – was tun?“. Dabei erläutert er, wie Hernien entstehen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Im Anschluss beantwortet er Fragen aus dem Publikum. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Die Bauchwand sorgt für Stabilität, schützt die inneren Organe und ist an nahezu jeder Bewegung beteiligt. Entstehen dort Schwachstellen oder Brüche, können selbst alltägliche Tätigkeiten wie Sitzen, Heben, Sport oder das Tragen von Kindern Beschwerden verursachen. Neben Schmerzen und Druckgefühlen leiden Betroffene häufig auch unter den sichtbaren Vorwölbungen der Bauchwand.

„Neben der sicht- und deutlich tastbaren Schwellung im Bereich des Bauchnabels können Schmerzen und Druckgefühle im Bereich des Nabels oder im Rücken sowie Verdauungsprobleme weitere Indizien für Brüche in der Bauchwand, sogenannte Hernien, sein“, erklärt Oliver König, leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Hernienexperte am Krankenhaus Buchholz. Zu den häufigsten Formen zählen Leisten-, Nabel- und Narbenbrüche.

Frauen und Männer betroffen

Bauchwandbrüche betreffen Frauen und Männer gleichermaßen. Leistenbrüche treten allerdings aufgrund anatomischer Gegebenheiten besonders häufig bei Männern auf. Ursache sind meist natürliche Schwachstellen der Bauchwand, die sich durch körperliche Belastung oder altersbedingte Veränderungen bemerkbar machen.

Schwangerschaft belastet die Bauchwand

Auch Schwangerschaft und Geburt stellen eine große Belastung für die Bauchwand dar. Muskulatur und Bindegewebe werden über Monate gedehnt, die Körpermitte verliert an Stabilität und der Druck im Bauchraum steigt. Dadurch können Bauchwandhernien oder eine sogenannte Rektusdiastase, also das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln, entstehen. Folgen sind eine geschwächte Bauchwand, Funktionsverluste und häufig Rückenschmerzen. Falls eine Operation erforderlich ist, erfolgt diese in der Regel frühestens ein Jahr nach der Geburt, wenn sich das Gewebe wieder gefestigt hat.

Mehr als 600 Operationen pro Jahr

Im Krankenhaus Buchholz werden jährlich mehr als 600 Bauchwandbrüche operiert. Die Diagnostik erfolgt meist in der Herniensprechstunde, in der auch Therapie und Nachsorge besprochen werden.

„In sehr vielen Fällen können die Hernien ambulant operiert werden, größere Bauchwandbrüche bleiben häufig nur eine Nacht stationär. Mehr als 90 Prozent unserer Eingriffe führen wir minimalinvasiv durch“, so König.
Das Krankenhaus beteiligt sich zudem an der bundesweiten Herniamed-Studie zur Qualitätssicherung. Dabei werden Patientinnen und Patienten regelmäßig befragt und nachuntersucht.
Anmeldungen zur Herniensprechstunde sind über das Sekretariat der Allgemein- und Viszeralchirurgie möglich. Weitere Informationen gibt es unter www.krankenhaus-buchholz.de.

Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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