Handball-Bundesliga Frauen
Luchse unterliegen Rödertal klar
- Trotz energischem Einsatz ging das Heimspiel verloren
- Foto: Foto: André Höner
- hochgeladen von Axel-Holger Haase
In der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen musste sich HL Buchholz 08-Rosengarten am Samstagabend dem favorisierten HC Rödertal deutlich mit 22:36 (10:16) geschlagen geben. Vor 328 Zuschauern in der Nordheidehalle entwickelte sich das erwartete Duell „David gegen Goliath“ – mit einem von Beginn an dominierenden Gast aus Sachsen.
Rödertal erwischte den perfekten Start und setzte die Luchse sofort unter Druck. Bereits nach knapp zwei Minuten lagen die Gastgeberinnen mit 0:3 zurück. Besonders Rozemarijn Irma Genevieve Alderden und Bo Dekker sorgten früh für klare Verhältnisse. Die Luchse fanden offensiv nur schwer ins Spiel und hatten große Probleme mit der kompakten und körperlich robusten Abwehr der Gäste. Technische Fehler und überhastete Abschlüsse verhinderten, dass Buchholz dauerhaft Anschluss halten konnte.
Körperliche Überlegenheit
Zwar gelangen durch Tine Hinz und Finja Harms zwischenzeitlich einige Treffer zum 2:3 und 3:5, doch Rödertal antwortete konsequent. Über 4:7 und 6:11 setzte sich der Favorit weiter ab. Auffällig war dabei die körperliche Überlegenheit der Gäste, die ihre Größe immer wieder effektiv ausspielten – sowohl im Angriff als auch in der Defensive. Die vergleichsweise kleingewachsenen Luchse fanden kaum Lösungen gegen die aggressive Deckung. Bis zur Pause baute Rödertal den Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Stand von 10:16 aus Sicht der Luchse ging es in die Kabinen – ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse bereits klar widerspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Situation gleich
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Rödertal blieb spielbestimmend, nutzte Fehler der Gastgeberinnen konsequent aus und erhöhte den Druck weiter. Vor allem Zoe Davenport (8 Treffer) und erneut Alderden (ebenfalls 8 Tore) waren kaum zu stoppen. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Rückstand der Luchse auf zehn Tore an (12:22, 35. Minute), später sogar auf 14 Treffer (14:28, 46. Minute).
Ungefährdeter Auswärtssieg
Die Luchse stemmten sich zwar phasenweise gegen die Niederlage und kamen durch Treffer von Franziska Fischer, Lucy Saul und Finja Harms zu weiteren Toren, doch echte Spannung kam nicht mehr auf. Rödertal kontrollierte das Spiel souverän und ließ nichts mehr anbrennen. Über 17:30 und 20:33 steuerten die Gäste einem ungefährdeten Auswärtssieg entgegen.
Am Ende stand eine klare 22:36-Heimniederlage auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das den Spielverlauf treffend widerspiegelt. Trainer Dubravko Prelcec zeigte sich nach der Partie entsprechend kritisch:
Fehlerquote war zu hoch
„Ich bin mit unserer Fehlerquote überhaupt nicht zufrieden. Dass wir heute wahrscheinlich keine Punkte holen, war uns bewusst. Aber ich erwarte trotzdem mehr Disziplin und Klarheit in unserem Spiel.“
Moral war sehr gut
Positiv bleibt aus Sicht der Luchse lediglich die Moral, sich trotz des deutlichen Rückstands nicht komplett aufgegeben zu haben. Dennoch zeigte die Partie deutlich, wo aktuell die Unterschiede zur Ligaspitze liegen.
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