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Trelder Berg in Buchholz
Widerstand gegen neues Gewerbegebiet

Wertvolles Grünland oder viel geeigneter für Gewerbeansiedlung: Um das Grundstück der ehemaligen Baumschule Pengel gibt es unterschiedliche Ansichten
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  • hochgeladen von Oliver Sander

Die Öffentlichkeitsbeteiligung für das geplante Gewerbegebiet IV Trelder Berg Nord in Buchholz ist gestartet - und die Öffentlichkeit nutzt intensiv die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen abzugeben. Vor allem die Naturschutzorganisation BUND kritisiert das Vorhaben und wirft der Stadt Buchholz vor, Klima- und Artenschutz nicht genügend zu würdigen. 
Wie berichtet, plant das Buchholzer Unternehmen terra Real Estate, auf einem etwa zwölf Hektar großen Areal an der B75 gegenüber dem bestehenden Gewerbegebiet III am Trelder Berg zusätzlich Gewerbeflächen zu schaffen. Dort wurde bis Ende Juni 2019 die Baumschule Pengel betrieben. Es gibt unterschiedliche Ansichten, wie die Fläche ökologisch zu betrachten ist. 
"Wir sehen die Belastung dieses bislang landwirtschaftlich genutzten Raumes durch ein Gewerbegebiet sehr kritisch und fordern die Stadt Buchholz auf, an dieser Stelle auf dieses zu verzichten", erklärt Elisabeth Bischoff vom BUND Landkreis Harburg. Für das Erreichen der Klimaneutralität sei die Ausweisung weiterer Baugebiete "absolut kontraproduktiv" und müsse besonders gut abgewogen werden. Der BUND bemängele vor allem die großflächige Versiegelung von Flächen, auch seien die Auswirkungen auf das Umfeld mit kleinteiliger Landwirtschaft, Feldern und Wäldchen nicht berücksichtigt. Zudem habe sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren auf der stillgelegten Baumschulfläche eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt entwickelt, die man angemessen berücksichtigen müsse. Auch vermisse der BUND die Prüfung alternativer Flächen und Möglichkeiten, betont Elisabeth Bischoff. Die Ausweisung von Gewerbegebieten erfordere eine städtische Entwicklungsplanung, die alle öffentlichen belange berücksichtige.
Andreas Tietz, Geschäftsführer von terra Real Estate, betonte, dass man die Bedenken des BUND kenne und diese im weiteren Verlauf des Bebauungsplanverfahrens abarbeiten werde. Der Bedarf nach zusätzlichen Gewerbeflächen seien riesig, erklärte Tietz. In Sachen Lagerhaltung und Produktion gebe es ein großes Umdenken. Viele Unternehmer hätten Angst wegen der geopolitischen Lage und wollten sich durch sogenanntes Insourcing - also die strategisch motivierte Wiedereingliederung bestimmter Leistungen, Funktionen oder Prozesse - unabhängiger von Ländern wie China, Taiwan oder Russland machen. 
Das Interesse von Firmeninhabern, sich im neuen Gewerbegebiet anzusiedeln, sei "riesig", so Tietz. Dort gebe es gute Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Namen von Firmen nannte Tietz nicht, es handele sich aber um "große Gewerbesteuerzahler aus Buchholz und Umgebung". 
Mit einem Ehepaar, das in direkter Nachbarschaft zum geplanten Gewerbegebiet wohnt und eine extreme Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität befürchtet, werde er er nach Abstimmung mit dem Landkreis Harburg ein persönliches Gespräch über geeignete Maßnahmen führen. Andreas Tietz: "Da bin ich in der Bringschuld!" (os).

Redakteur:

Oliver Sander aus Buchholz

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