Betrugsmasche im Landkreis Stade:
Falscher Microsoft-Kundendienst bucht Geld von Konten ab
- Die Polizei im Landkreis Stade warnt aktuell vor Anrufen von angeblichen Mitarbeitern des Microsoft-Kundendienstes
- Foto: Prostock-studio/Adobe STock
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Die Polizei im Landkreis Stade warnt aktuell vor einer perfiden Betrugsmasche am Telefon. In den vergangenen Tagen häufen sich die Anzeigen von Geschädigten, die Anrufe von angeblichen Mitarbeitern des Microsoft-Kundendienstes erhalten haben. Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier der Täter.
Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter einer technischen Hotline aus und behaupten, auf dem Computer der Betroffenen seien schwerwiegende Systemprobleme festgestellt worden. Im Verlauf des Gesprächs überreden die Betrüger ihre Opfer dazu, einen Fernzugriff auf den heimischen Computer freizugeben.
Mehrere hundert Euro vom Konto abgebucht
Sobald die Täter Zugriff auf den Rechner erhalten haben, buchen sie oftmals mehrere hundert Euro von den Konten der Geschädigten ab. Laut Polizei ist durch die aktuellen Fälle bereits ein Schaden von mehreren tausend Euro entstanden.
Polizeisprecher Rainer Bohmbach appelliert deshalb an die Bevölkerung, bei solchen Anrufen besonders vorsichtig zu sein:
„Lassen Sie sich nicht auf derartige angebliche Kundenhotline-Anrufe ein und legen Sie einfach auf. Geben Sie auf keinen Fall am Telefon irgendwelche Fernzugriffe auf Ihre Computer für fremde Anrufer frei. Informieren Sie auch Ihre Angehörigen, Nachbarn und Freunde über diese Betrugsmasche und melden Sie Fälle bei der Polizei.“
Microsoft warnt selbst vor solchen Anrufen
Auch Microsoft weist auf seiner offiziellen Internetseite ausdrücklich darauf hin, dass das Unternehmen niemals unaufgefordert telefonisch Kontakt aufnimmt, um technischen Support anzubieten.
Dort heißt es unter anderem: „Microsoft wird Sie nie proaktiv anrufen, um unerwünschten PC- oder technischen Support bereitzustellen.“
Wer einen solchen Anruf erhält oder ein verdächtiges Warnfenster mit Telefonnummer auf dem Computerbildschirm sieht, sollte keine persönlichen Daten preisgeben, keine Links anklicken und das Gespräch sofort beenden.
Polizei bittet um Aufklärung im persönlichen Umfeld
Die Polizei Stade empfiehlt insbesondere, ältere Angehörige, Nachbarn und Freunde über die aktuelle Betrugsmasche zu informieren. Oft seien lebensältere Menschen Ziel der Täter, die gezielt versuchen, Vertrauen aufzubauen und Druck auszuüben.
Betroffene oder Zeugen können entsprechende Vorfälle bei jeder Polizeidienststelle melden.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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