Ausführliche Erklärung zur Lage im Buxtehuder Seniorenheim
Das sagt die Amarita-Leitung zur aktuellen Situation

nw/tk. Buxtehude. Doreen Gjardy leitet das Amarita in Buxtehude. In einer ausführlichen Pressemitteilung schildert sie die Situation in dem Seniorenheim. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden“, sagt sie angesichts der Todesfällle in ihrem Haus durch Corona.

„Wir sind zu den Quarantäne- und Vorsorgemaßnahmen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. In Kürze erwarten wir die Freigabe, diejenigen Bewohner*innen aus der Isolation entlassen zu können, die nun bereits 14 Tage zur Infektionskettenunterbrechung in Quarantäne waren, da sie klinisch unauffällig sind“, erläutert Doreen Gjardy, Einrichtungsleiterin der Amarita Buxtehude. „Die Bewohner*innen, die erst weniger als 14 Tage in ihren Zimmern in Quarantäne sind, werden weiterhin isoliert bleiben.“

Eine Bewohner*in wurde am vergangenen Wochenende aufgrund COVID-typischer Symptome und einer Verschlechterung ihres Allgemeinzustandes ins Krankenhaus verlegt. Insgesamt neun positiv getestete Bewohner*innen im Alter von 69 bis 91 verstarben – ob hauptursächlich aufgrund ihrer Vorerkrankungen oder an oder mit Corona, ist medizinisch nicht eindeutig. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden“, so Doreen Gjardy.

Für eine medizinische Konsultation und – falls notwendig – Verlegung ins Krankenhaus steht die Einrichtung laufend mit dem Arzt Patrick Weinmann-Linne in Austausch, der viele Bewohner*innen der Einrichtung als Hausarzt betreut. Einige andere Bewohner*innen verblieben in dem Seniorenheim, obwohl ihr Gesundheitszustand Anlass zur Sorge gab. „Jede medizinische Entscheidung ist sehr individuell. Wir respektieren jede Wahl, die die Bewohner*innen bzw. ihre Angehörigen treffen oder im Vorwege per Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht getroffen haben“, so Arzt Weinmann-Linne.

Dank der Schnelltests und der Nachkontrolle kann das Pflegepersonal der Einrichtung das Infektionsgeschehen engmaschig nachverfolgen und gezielt Maßnahmen zur Infektionskettenunterbrechung ergreifen. Schutzmaterial und Tests stehen in ausreichender Menge zur Verfügung. „Regelmäßig werden alle Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen getestet, damit die Infektionskette dauerhaft unterbrochen werden kann. Alle Vorsorge- und Hygienemaßnahmen werden durchgeführt, die uns möglich sind“, so Einrichtungsleiterin Doreen Gjardy. Mediziner Patrick Weinmann-Linne ergänzt: „Ein Lichtblick ist, dass viele der anfänglich positiv getesteten Bewohner*innen nach Ablauf der 14-tägigen Isolation ihre Zimmer wieder verlassen dürfen, da sie nicht mehr als ansteckend gelten. Damit kann nach der sehr einsamen Zeit nun ihr Genesungsprozess durch menschlichen Umgang, die soziale Betreuung und mehr Bewegung beginnen.“

„Wir stehen in regelmäßigen Kontakt mit dem Gesundheitsamt und der Heimaufsicht, sie sind weiterhin eng in die Entwicklung eingebunden“, so Gjardy weiter. „Sehr herzlich danken möchten wir zudem „unserem“ Hausarzt Patrick Weinmann-Linne und seinem Praxisteam für ihre großartige und fortlaufende Unterstützung.“

„Wir befinden uns bereits in einer sehr anspruchsvollen Situation und stehen inmitten der zweiten Welle einer sehr kritischen Erkrankung. Wir freuen uns daher sehr, dass Anfang nächsten Jahres im Landkreis Stade mit den Impfungen gegen COVID-19 begonnen werden kann“, ergänzt Prof. Dr. med. Parwis Fotuhi, Geschäftsführer des Trägers EMVIA LIVING Gruppe."

Weiterhin Corona-Fälle in Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Stade
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

Aktuelle Geschichten vom Tag!

Panorama
In Jesteburg (107,68) und Salzhausen (110,36) bleibt der Inzidenzwert vergleichsweise hoch

Aktuelle Corona-Zahlen vom 20. Januar
Von 26,54 bis 110,36: Inzidenzwerte im Landkreis Harburg liegen weit auseinander

(sv). Der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist wieder leicht zurückgegangen: von 66,82 am Dienstag auf 64,06 am Mittwoch. In einigen Gemeinden bleibt der Wert allerdings unverändert hoch: "Spitzenreiter" sind derzeit Jesteburg (107,68) und Salzhausen (110,36). In der Samtgemeinde Elbmarsch dagegen sank der Wert von Dienstag (108,72) auf Mittwoch (62,13) drastisch. Der niedrigste Wert wird derzeit aus der Gemeinde Stelle (26,54) gemeldet.  Nach dem Rückgang der vergangenen Tage ist...

Panorama
Winsens Bürgermeister Andrè Wiese   Foto: Stadt Winsen
3 Bilder

Bürgermeister geben Sozialministerium die Schulnote 6

Winsens Bürgermeister André Wiese redet Klartext gegen das Sozialministerium thl. Winsen. "Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen über so viel Inkompetenz", sagt Winsens Bürgermeister André Wiese (CDU) und fügt hinzu: "Die Leistung des Niedersächsischen Sozialministeriums zur Information der über 80-Jährigen zu den bevorstehenden Impfungen ist in Schulnoten eine glatte Sechs!" Ein Bürgermeister redet Klartext. Auslöser ist die Aussage des Ministeriums, dass man dort, um alle...

Service

Im Vergleich zu Weihnachten nur noch halb so viele akute Corona-Fälle
Erfolg der Corona-Beschränkungen? Zahlen im Landkreis Stade sinken

jd. Stade. Zeigen die im Dezember erfolgten Verschärfungen der Corona-Beschränkungen erste Wirkung im Landkreis Stade? Der Wert für die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Dienstag auf 67,0 gefallen. In den vergangenen zehn Tagen lag dieser Inzidenzwert zunächst im 80er-Bereich und dann im 70er-Bereich. Einen Tiefstand weist auch die Zahl der aktuell Infizierten auf. Derzeit sind es lediglich 161 Personen, die der Landkreis als "aktuell Erkrankte" meldet. Dabei handelt es sich um diejenigen Menschen,...

Panorama

Bisher 16 Bewohner infiziert / Eine Person in Klinik verstorben
Wieder Corona-Hotspot: Das Johannisheim in Stade

jd. Stade. Nach dem erneuten Corona-Ausbruch im Stader Johannisheim sind mittlerweile alle 37 Bewohner des Wohnbereichs A getestet worden. Dabei war bei weiteren 14 Bewohnern das Testergebnis positiv. Diese Personen waren vor zwei Tagen noch per Schnelltest auf das Coronavirus getestet worden - mit einem negativen Ergebnis. "Insgesamt sind nun 16 unserer  Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Zwei jüngere Mitarbeiterinnen sind ebenfalls infiziert, zeigen aber keine Symptome", berichtet Claus...

Sport
Marleen Kadenbach (li.), hier im Hinspiel gegen Dortmund, war mit sechs Treffern die beste Werferin bei den Luchsen

Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten
Bittere 15:39-Auswärtsniederlage in Dortmund

(cc). Im ersten Rückrundenspiel der 1. Bundesliga haben die Handball-Luchse (HL) Buchholz 08-Rosengarten (Tabellenrang 13) am Dienstagabend eine bittere 15:39 (8:19)-Auswärtsniederlage beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund kassiert. Beste Werferin bei den „Luchsen“ war Marleen Kadenbach mit sechs Treffern. Bis zur neunten Spielminute hielten die Gäste beim Spielstand von 4:6 noch respektabel mit. In der Folgezeit zog Dortmund aber unaufhaltsam davon und führte zur Halbzeit bereits mit 19:8. In...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen