Nachhaltigkeitsserie im WOCHENBLATT
Elektro-Geräte länger nutzen - Reparieren spart Geld und Resourcen

In Buxtehude gibt es ein Reparaturcafé, in dem Ehrenamtliche Elektrogeräte 
reparieren
  • In Buxtehude gibt es ein Reparaturcafé, in dem Ehrenamtliche Elektrogeräte
    reparieren
  • Foto: Jan Kliem / Reparaturcafé
  • hochgeladen von Nicola Dultz

Defekte Elektrogeräte reparieren ist nicht nur nachhaltig, sondern spart auch Geld. Darauf weist die Klimaschutz-Initiative "Buxtehude im Wandel" hin. In der neuen Serie, die das WOCHENBLATT gemeinsam mit der Initiative ins Leben gerufen hat und die es in lockerer Reihenfolge präsentiert, geben die Mitglieder leicht umzusetzende Tipps zum Thema Nachhaltigkeit.
In Deutschland werden immer mehr elektrische Geräte gekauft, die immer schneller durch neue ersetzt werden. So waren beispielsweise über die Hälfte der Flachbildfernseher, die 2012 ersetzt wurden, nicht defekt.
Durch diese Entwicklung fällt weltweit immer mehr Elektroschrott an – bis zu 50 Millionen Tonnen jährlich. Da dieser nicht immer sachgemäß entsorgt wird, belastet er die Umwelt. Und das nicht immer an den Orten, wo er entsteht, denn ein Teil wird in Entwicklungsländer exportiert. Unter gefährlichen Bedingungen für Mensch und Umwelt wird dort der Elektroschrott bearbeitet.
Zudem gehen durch überwiegend mangelhaftes Recycling wertvolle Rohstoffe wie seltene Erden und Gold verloren.
Oftmals wird nicht bedacht, dass bei der Herstellung eines neuen Gerätes mehr Ressourcen verbraucht werden bzw. mehr CO₂ freigesetzt wird als durch die neuen, energieeffizienteren Geräte über die Zeit einspart wird. Das bedeutet, dass sich die Neuanschaffung eines Gerätes nur dann lohnt, wenn das alte Gerät defekt und nicht mehr zu reparieren ist. Der Kauf eines gebrauchten Gerätes stellt zum Neukauf eine deutlich nachhaltigere Alternative dar.
Seit einigen Jahren wird die Reparatur verstärkt wiederentdeckt. So hat sich ein Netzwerk mit mehr als 1.000 Reparatur-Initiativen in Deutschland entwickelt, eines davon befindet sich auch in Buxtehude. In den sogenannten Repair-Cafés reparieren Ehrenamtliche unterschiedlichste Elektrogeräte, teilweise aber auch Fahrräder und Kleidung.
Tipps für das Reparieren
Handelt es sich um kleine Reparaturen, die man selber vornehmen kann, gibt es gute fachliche Anweisungen im Internet. So kann man z.B. unter https://deutschland-repariert.de/selbst-reparieren/reparaturanleitungen-fuer-haushaltsgeraete/ Video-Anleitungen zur Reparatur einfacher Defekte (Dichtungsringe, Griffe etc.) von Backofen, Kühlschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner, Dunstabzugshaube und Staubsauger finden.
Für professionelle Reparaturen gibt es Reparaturwerkstätten oder Repair-Initiativen. In Buxtehude gibt es seit einigen Jahren ein sehr gutes Repair-Café (https://reparaturtreff-buxtehude.jimdofree.com/)
Weitere Infos unter: TV-Film: „Reparieren statt Wegwerfen“ die story. Verfügbar bis 18.11.2021. WDR. https://www1.wdr.de/fernsehen/die-story/sendungen/reparieren-statt-wegwerfen-100.html

Nachhaltigkeit im WOCHENBLATT
Klimaschutz ist ganz einfach: In Zusammenarbeit mit der Initiative „Buxtehude im Wandel“ (www.buxtehude-im-wandel.de) bringt das WOCHENBLATT in lockerer Reihenfolge Beiträge mit praktizierbaren Vorschlägen, wie Interessierte nachhaltig handeln können. Weitere Tipps gibt es wöchentlich neu unter www.buxtehude-im-wandel.de. 

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Autor:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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