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BBS Buxtehude
Eröffnung des Kompetenzzentrums für Elektromobilität

Elektromobilität im Fokus des neuen Kompetenzzentrums der BBS Buxtehude | Foto: sts
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  • Elektromobilität im Fokus des neuen Kompetenzzentrums der BBS Buxtehude
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Wie sieht die Mobilität von morgen aus? In Buxtehude wird sie schon heute gelehrt: Kürzlich eröffnete die BBS Buxtehude ihr Kompetenzzentrum für Elektromobilität. Schulleiter Carsten Schröder betonte in seiner Ansprache, dass das neue Kompetenzzentrum einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung der BBS Buxtehude darstellt und die Ausrichtung auf eine zukunftsorientierte Ausbildung weiter stärkt.

Im Kompetenzzentrum lernen Auszubildende praxisnah den Umgang mit moderner Fahrzeugtechnik und bereiten sich gezielt auf eine nachhaltige Zukunft vor. "Die Elektromobilität ist und bleibt ein zentraler Bestandteil des globalen Transformationsprozesses im Rahmen der Energiewende und die ist alternativlos (...) Die BBS Buxtehude führt immer am Puls der Zeit und erfindet sich dadurch auch immer wieder neu", so Thorsten Heinze, erster Kreisrat in seiner Eröffnungsansprache. Die BBS Buxtehude befindet sich in Trägerschaft des Landkreises Stade.

Ein zentrales Element dabei ist das pädagogische Konzept des Selbst-Organisierten-Unterstützten-Lernens, kurz SOUL. Die Auszubildenden arbeiten eigenständig, entwickeln Lösungswege und übernehmen Verantwortung für ihren Lernfortschritt. Lehrkräfte und digitale Werkzeuge begleiten diesen Prozess gezielt und schaffen eine Lernumgebung, die Selbstständigkeit und Praxisnähe miteinander verbindet.
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Verbindung von technischem Verständnis, praktischen Fähigkeiten und eigenverantwortlichem Lernen. Ein wichtiger Baustein ist die Arbeit mit Originaltechnik aus Fahrzeugen. An realen Komponenten erschließen sich die Auszubildenden die Funktionsweise ganzer Systeme. Sie lernen, Bauteile zu erkennen, ihre Aufgaben zu verstehen und sie in größere technische Zusammenhänge einzuordnen. Theorie und Praxis greifen so direkt ineinander.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Hybridtechnik. Am Schnittmodell eines Toyota Prius verfolgen die Lernenden die Energieflüsse verschiedener Antriebssysteme, vergleichen Konzepte und analysieren unterschiedliche Betriebszustände. So entsteht Schritt für Schritt ein tiefgehendes Verständnis komplexer Fahrzeugtechnologien.
Auch die Instandsetzung von Batterien gehört fest zur Ausbildung. Am Beispiel einer Hochvoltbatterie eines VW Golf 7 GTE planen die Auszubildenden Arbeitsabläufe und führen Reparaturen unter strengen Sicherheitsvorgaben durch. Dazu zählen das Auswerten von Arbeitsplänen, das Anwenden von Schutzmaßnahmen, der Austausch einzelner Module sowie die sorgfältige Dokumentation der Arbeiten.
Mit Schulungsfahrzeugen wie dem VW Golf 7 GTE und dem VW e-Up erweitern die angehenden Fachkräfte ihre Fähigkeiten in Diagnose, Service und Reparatur. Messungen, Fehlersuche und Systemdiagnosen gehören ebenso zum Alltag wie der sichere Umgang mit komplexen elektrischen Systemen.
"Der VW e-Up, der voraussichtlich zusammen mit einem Hybridfahrzeug im Sommer geliefert werden soll —wird vollständig präpariert, zerlegt. Zusätzlich werden 30 bis 60 Fehler eingebaut, die wir einschalten können, damit diese von den Schülern gefunden werden können," erzählt Johann Tuscher, Koordinator für den gewerblich technischen Bereich."Moderne Werkstatttechnik, darunter Diagnosegeräte und Hochvoltsicherheitssysteme, unterstützt sie dabei." 
Im Bereich „Elektromobilität erleben“ vertiefen die Lernenden ihr Wissen an speziell ausgestatteten Arbeitsplätzen. Sie setzen sich intensiv mit Hochvoltsystemen auseinander, analysieren Komponenten, verstehen Elektromotoren und wenden Sicherheitsregeln an. Gleichzeitig lernen sie, moderne Fahrzeugtechnologien im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen zu bewerten.

Das Kompetenzzentrum für Elektromobilität in Buxtehude steht damit für eine Ausbildung, die Praxisnähe, technologische Aktualität und selbstständiges Lernen verbindet. Ziel ist es, junge Fachkräfte optimal auf die Anforderungen einer sich wandelnden Mobilitätswelt vorzubereiten.

Redakteur:

Stefanie Schimanski aus Buxtehude

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