Buxtehude wird zu „Buxtywood"
Wenn Leidenschaft auf Kamera trifft
- Spot on - Buxtehude wurde bei Nacht zum Tatort des Kurzfilmdrehs
- Foto: Chris Puschke (Puschke.Portray.People.Tfp)
- hochgeladen von Sandra Polenz
sapo. Buxtehude. Ein Hauch von Filmwelt wehte Ende März durch Buxtehude – und verwandelte die Hansestadt für drei Tage in „Buxtywood“. Was nach einem Augenzwinkern klingt, war für ein engagiertes Team aus Filmschaffenden gelebte Realität: ein ambitioniertes Kurzfilmprojekt, getragen von Leidenschaft, Kreativität und Teamgeist.
Vom Hausmeister zum Filmemacher
Im Mittelpunkt des Projekts steht Tom Schmidt (43) aus Hamburg. Hauptberuflich arbeitet der gelernte Arbeitspädagoge als Hausmeister – doch seine Leidenschaft gehört der Filmwelt, die er weiter ausbauen möchte. Als Nebendarsteller sammelte er bereits Erfahrungen vor der Kamera. Nun wagte er den nächsten Schritt: sein eigener Kurzfilm.
Dabei übernahm Schmidt gleich mehrere Rollen gleichzeitig. Als Produzent, Regisseur und Darsteller setzte er seine Vision eigenständig um. Unterstützt wurde er von einer zwölfköpfigen Crew sowie acht Darstellerinnen und Darstellern, die gemeinsam an dem Projekt arbeiteten.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Menschen für meine Idee begeistern kann“, resümiert Schmidt nach dem ersten Drehtag sichtlich bewegt.
Eine besondere Location mit viel Potenzial
Der Weg nach Buxtehude ergab sich eher zufällig: Ein Freund stellte dem Team eine ehemalige Tischlerei als Drehort zur Verfügung. Schnell wurde klar, dass dieser Ort mehr als nur eine Kulisse sein würde.
„Schon bei der ersten Besichtigung hatten wir tausend Ideen“, berichten Tom Schmidt und Fabienne Fahrenholtz (37). Die Hamburgerin ist hauptberuflich PR-Beraterin und zugleich die kreative Co-Autorin des Projekts. Gemeinsam entdeckten sie in der alten Werkstatt eine Vielzahl an Möglichkeiten, Szenen lebendig werden zu lassen.
Die raue, authentische Atmosphäre der Location verlieh dem Film eine besondere visuelle Tiefe – ein Glücksgriff für das gesamte Team.
Spannung mit moralischen Grauzonen
Das Drehbuch stammt aus der Feder von Fabienne Fahrenholtz, die ebenfalls Erfahrung als Nebendarstellerin in Filmprojekten gesammelt hat. Mit ihrem ersten eigenen Skript setzt sie auf eine spannende und zugleich gesellschaftlich relevante Geschichte.
Im Zentrum steht eine Aktivistengruppe, die einem Unternehmen auf die Spur kommt, das offenbar illegal Giftmüll entsorgt. Doch der geplante Einbruch zur Beweissicherung entwickelt sich anders als erwartet – und bringt die Figuren in moralische Konflikte.
„Besonders spannend wird es für mich, wenn nicht alles Schwarz und Weiß ist“, erklärt Fahrenholtz. „Wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer sich am Ende fragen, wie sie selbst gehandelt hätten.“
Teamarbeit als Herzstück des Projekts
Ohne große Fördermittel war das Filmprojekt vor allem auf eines angewiesen: Gemeinschaft. Und genau diese wurde in Buxtehude spürbar gelebt.
Alle Beteiligten brachten nicht nur Zeit und Engagement ein, sondern auch ihre individuellen Fähigkeiten. So unterstützte unter anderem Schauspielerin Birgit Steinhart aus Neu Wulmstorf das Team und brachte ihre Erfahrung in die Regiearbeit ein.
Für alle Mitwirkenden stand dabei weniger der finanzielle Aspekt im Vordergrund, sondern vielmehr die Freude am kreativen Schaffen und die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten.
Große Träume aus kleinen Anfängen
Der fertige Kurzfilm soll bei verschiedenen Filmfestivals eingereicht werden – ein ambitioniertes Ziel, das zeigt, wie ernst das Team sein Projekt nimmt.
Doch unabhängig vom späteren Erfolg steht für Tom Schmidt schon jetzt fest: Der Weg hat sich gelohnt. „Allein das, was wir hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben, ist unglaublich“, sagt er.
Buxtehude wurde für einen kurzen Moment zu „Buxtywood“ – und bewies, dass große Geschichten nicht nur in Hollywood entstehen. Manchmal beginnen sie in einer alten Tischlerei, getragen von Mut, Leidenschaft und dem Glauben daran, dass alles möglich ist.
Redakteur:Sandra Polenz aus Buxtehude |

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