Carsten Brosda in Buxtehude
Zuversicht als Kraft für Demokratie und Kultur

Der Hamburger Kultursenator Dr. Carsten Brosda | Foto: AWO Buxtehude
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Ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und kulturelle Teilhabe: Rund 100 Gäste kamen  kürzlich zur gemeinsamen Veranstaltung des Buxtehuder Kleinkunst-Igels und des AWO-Ortsvereins Buxtehude, um mit Dr. Carsten Brosda, Hamburger Kultursenator, über Demokratie, Kultur und die Kraft der Zuversicht zu diskutieren.

Mut zur positiven Erzählung – Demokratie braucht Geschichten

In seinem Impulsvortrag machte Brosda deutlich: Die Verteidigung der Demokratie braucht mehr als nur sachliche Argumente – sie braucht ermutigende Zukunftsbilder. Statt sich lediglich gegen rückwärtsgewandte Strömungen zu stellen, sei es entscheidend, eigene, positive Erzählungen zu entwickeln, die Menschen emotional erreichen. Politik dürfe nicht nur verwalten, sondern müsse inspirieren.

Kultur als Übungsraum für demokratische Werte

Brosda betonte die Bedeutung von Kultur als lebendigen Ort demokratischer Auseinandersetzung. Theater, Konzerte und Kunst seien nicht nur Unterhaltung, sondern auch Foren, in denen Meinungsvielfalt, Toleranz und Veränderung erfahrbar werden – eine Art „Demokratie zum Üben“.

Zuversicht als Entscheidung – nicht als Illusion

Ein zentrales Anliegen des Kultursenators: Zuversicht ist kein naiver Optimismus, sondern eine aktive Haltung, besonders in Krisenzeiten. Gerade für junge Menschen sei es wichtig, Räume zu schaffen, in denen sie sich als wirksam erleben und kontroverse Diskussionen führen können – auch außerhalb sozialer Netzwerke.

Buxtehude lebt den kulturellen Zusammenhalt

Die anschließende Diskussion, moderiert von Anling Richter (Bunter Block Buxtehude), zeigte eindrucksvoll, wie lokales Engagement zur Stärkung demokratischer Strukturen beitragen kann:

Andre Borgerhoff, AWO-Vorsitzender, sprach von der „Macht des Machbaren“ und betonte die Notwendigkeit von offenen Begegnungsorten in neuen Stadtquartieren – etwa in Form eines Mehrgenerationenhauses.

Hasko Witte, Leiter der Kleinen Fleth-Philharmonie, erklärte seine bewusste Entscheidung, kulturelles Engagement ins Herz der Stadt zu tragen.

Torsten Lange, Leiter für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing, hob die überregionale Strahlkraft Buxtehudes als Kulturstadt hervor.

Achim von Arciszewski vom Kleinkunst-Igel zeigte sich überzeugt, dass die wachsende Zusammenarbeit von Kultur, Politik und sozialem Engagement den kulturellen Markenkern Buxtehudes weiter stärken wird.

Der Abend war zugleich der Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe, deren Erlös der AWO-Migrationsberatung zugutekommt – ein starkes Zeichen für gelebte Solidarität.

Der Hamburger Kultursenator Dr. Carsten Brosda | Foto: AWO Buxtehude
Die Podiumsdiskussion in der Aula Süd: (V.l.n.r.) Moderatorin Anling Richter (Bunter Block Buxtehude), Achim von  Arciszewski (KleinkunstIgel), Andre Borgerhoff (AWO), Hasko Witte, Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda und Torsten Lange (Leiter Kultur, Tourismus und Stadtmarketing) unterstrichen die Bedeutung des gemeinsamen Engagements vor Ort. | Foto: AWO Buxtehude
Gut besuchte Aula Süd: Der gemeinsame Abend von Kleinkunst-Igel und AWO Buxtehude mit Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda stieß auf großes Interesse | Foto: AWO Buxtehude
Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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