Gemeinsame Suche nach einer Lösung
Buxtehude: Stadt und Bahn reden miteinander über den maroden Bahnhof

Der marode Bahnhof ist teilweise einsturzgefährdet Foto: tk
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Gedankenspiele zum Bahnhof offenbar ohne Denkverbote tk. Buxtehude. Sie reden miteinander! Das kann getrost als kleines Wunder bezeichnet werden. Es gibt Gespräche zwischen der Stadt Buxtehude und der Bahn über die Zukunft des maroden Bahnhofsgebäudes. Alle Beteiligten üben sich in großer Zurückhaltung und von handfesten Ergebnissen sind Stadt und Bahn noch weit entfernt, doch es gibt eine Plattform, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Eine Bahnsprecherin bestätigt, dass die "DB Station & Service" mit der Stadt im Gespräch sei. Das gemeinsame Ziel sei es, für das Empfangsgebäude "ein Modell für die Zukunft" zu entwickeln. Das hörte sich bisher immer anders an. Verkauf, Vermietung, andere Nutzung, gemeinsame Projekte mit der Stadt, waren undenkbare Szenarien für die Hamburger Bahn-Pressestelle.

Was möglicherweise zum Umdenken geführt hat: Ein Teil des Gebäudes ist einsturzgefährdet und muss von der Bahn aufwändig saniert werden. Bis Oktober werden die Arbeiten voraussichtlich dauern. Dann ist aber nur die Standfestigkeit des Bauwerks gesichert, eine umfassende Sanierung für eine neue Nutzung ist derzeit nicht vorgesehen.

Insider berichten, dass die Bahn offenbar für kreative Gedankenspiele offen ist. Das könnte sogar einen Abriss und Neubau - eventuell auch an anderer Stelle - des Empfangsgebäudes bedeuten. Auch ein Verkauf der größtenteils leerstehenden Immobilie ist demzufolge nicht mehr mit einem Denkverbot belegt. Die Stadt hatte das bereits mehrfach vorgeschlagen. Die Bahnsprecherin nennt den aktuellen Prozess "Klärungs- und Abstimmungsphase". Konkretes wäre "reinste Spekulation". Doch das ist schon weitaus mehr als die Sprachlosigkeit in den vergangenen Jahren.
Schließlich: Eine mögliche Sanierung und neue Nutzung des Bahnhofsgebäudes muss im Zusammenhang mit anderen Großprojekten gesehen werden. Die Umgestaltung des Petri-Platzes nimmt mit ersten Entwürfen konkrete Formen an. Für die Bahnhofstraße soll ein Ideenwettbewerb gestartet werden, der Grundlage für eine anschließende Bürgerbeteiligung ist. Und: Über die Nutzung der ehemaligen Malerschule am Hafen ist noch nicht entschieden worden. Es gibt also die einmalige Chance, im Laufe der kommenden Jahre die Stadt vom Bahnhof bis zum Hafen attraktiver und zukunftsgerichtet zu gestalten.

Autor:

Tom Kreib

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