Protest von DIE LINKE/Die PARTEI
Buxtehuder Arbeitsagentur will schließen
- Die Buxtehuder Dienststelle der Agentur für Arbeit wird eventuell geschlossen
- Foto: pau
- hochgeladen von Nicola Dultz
Es ist bisher zwar nur intern im Gespräch, aber die Gerüchteküche kocht bereits: Die Agentur für Arbeit überlegt, die Dienststelle in Buxtehude zu schließen. "Wir überprüfen auf Vorgabe unserer Zentrale zurzeit alle Geschäftsstellen, weil unserer bevorzugter Kanal mittlerweile online ist", erklärt Susanne Serbest, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit. Viele Beratungen finden bereits per Video statt. Nach Absprache sollen aber auch weiterhin noch Termine vor Ort möglich sein.
Die Entscheidung, ob auch diese später ebenfalls zugunsten von Online-Beratungen eingestellt werden, liegt noch in weiter Ferne und hängt vom Bedarf ab. Aktuell stehe noch nicht einmal die Schließung der Dienststelle fest. "Das wird frühestens im August dieses Jahres entschieden", so Susanne Serbest. "Umgesetzt würde die Schließung dann im kommenden Jahr."
Die Buxtehuder Ratsgruppe DIE LINKE/Die PARTEI hat bereits einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, um die Stadt zu einem klaren Protest gegen die Maßnahme zu bewegen. Die Schließung, die im Rahmen des Sparprogramms „Flex“ der Bundesagentur für Arbeit erfolgen solle, hätte gravierende Folgen für zahlreiche Menschen in der Region, so Benjamin Koch-Böhnke, Gruppenvorsitzender der Ratsgruppe DIE LINKE / Die PARTEI.
Nach Angaben der Ratsgruppe seien derzeit etwa 700 Kundinnen und Kunden auf die Dienstleistungen der Buxtehuder Agentur für Arbeit angewiesen. Diese müssten künftig nach Stade reisen, um persönliche Beratungsgespräche wahrzunehmen, so die Befürchtung der Ratsgruppe. Betroffen wären insbesondere Menschen aus Buxtehude und den umliegenden Gemeinden wie Jork, Apensen und Beckdorf. Die Schließung würde nach Auffassung der Antragsteller die soziale Infrastruktur weiter schwächen und vornehmlich sozial Benachteiligte zusätzlich belasten.
Mit ihrem Antrag fordert die Ratsgruppe den Verwaltungsausschuss der Hansestadt Buxtehude auf, eine offizielle Stellungnahme gegen die Schließung abzugeben. Diese soll mit einem dringenden Appell an das Bundesministerium für Arbeit, die Bundesagentur für Arbeit und die Bundestagsfraktionen gesendet werden. Auch die neu gewählte Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel wird explizit aufgefordert, sich gegen die Schließung einzusetzen.
„Wir lehnen es ab, dass solche Sparprogramme immer wieder auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden“, so die Ratsgruppe in ihrer Begründung. Sie fordert auch die übrigen Ratsmitglieder auf, sich dem Protest anzuschließen und gemeinsam für den Erhalt der Agentur in Buxtehude zu kämpfen.
Die Entscheidung über den Antrag soll zunächst im Ausschuss für Soziales und Wohnen und anschließend im Verwaltungsausschuss fallen.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
|
| Webseite von Nicola Dultz | |
| Nicola Dultz auf Facebook | |
| Nicola Dultz auf Instagram | |
| Nicola Dultz auf YouTube | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.