Buxtehude
Klimafreundliche Wärmeversorgung für die Zukunft
- Foto: U. J. Alexander/adobe stock
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Wie kann Buxtehude in Zukunft klimafreundlich und sicher mit Wärme versorgt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt der kommunalen Wärmeplanung, die die Hansestadt seit August 2023 gemeinsam mit Fachunternehmen wie Green Planet Energy, greenventory sowie den Stadtwerken Buxtehude vorantreibt. Jetzt wurden erste Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse vorgestellt – mit spannenden Erkenntnissen.
Der gesamte Wärmebedarf in Buxtehude beträgt derzeit rund 419 Gigawattstunden pro Jahr. Noch stammen etwa 93 Prozent der Wärme aus fossilen Quellen wie Erdgas und Heizöl. Der größte Anteil entfällt dabei auf den privaten Wohnbereich (63 Prozent), gefolgt vom Industriesektor (27 Prozent).
„Wenn wir unser Ziel der Klimaneutralität erreichen wollen, müssen wir handeln – alle gemeinsam", macht Stadtbaurätin Michaela Springhorn deutlich:
Die Potenzialanalyse zeigt, dass Buxtehude gute Voraussetzungen hat, um auf erneuerbare Wärmequellen umzusteigen. So gibt es etwa Möglichkeiten für die Nutzung von Solarwärme, oberflächennaher Geothermie oder Abwärme. Durch die energetische Sanierung privater Gebäude ließe sich der Wärmebedarf sogar halbieren – auf rund 200 Gigawattstunden pro Jahr.
Ein erster konkreter Schritt wird bereits vorbereitet: Die Stadtwerke Buxtehude arbeiten derzeit an einer Machbarkeitsstudie für ein Wärmenetz in der erweiterten Innenstadt (Nordwest-Buxtehude), unterstützt durch eine Bundesförderung. Dabei wird geprüft, ob sich ein solches Netz wirtschaftlich und technisch umsetzen lässt.
Allerdings betont die Stadt: Die kommunale Wärmeplanung allein trifft keine Ausbauentscheidungen. Ob neue Wärmenetze gebaut werden, hängt auch von Investitionen, gesellschaftlicher Akzeptanz und vielen weiteren Faktoren ab. Ein solches Projekt kann acht bis zwölf Jahre dauern.
Wichtig sei daher auch die Eigeninitiative: „Viel Potenzial liegt bei Sanierungen und der Umstellung auf regenerative Heizsysteme in privater Hand“, so Springhorn weiter. Die Stadt arbeitet derzeit mit ihren Partnern an konkreten Maßnahmen – die Ergebnisse sollen im Laufe des Jahres veröffentlicht und bis Herbst 2025 zusammengeführt werden.
Weitere Informationen zur Wärmeplanung in Buxtehude:
www.buxtehude.de/kommunale-waermeplanung
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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