Stadtelternrat Buxtehude
Mehr Transparenz und Mitsprache
- Setzen auf eine gute Vernetzung: Katharina Mewes (Stadtelternrat), Lennard Gotthardt (Stadtschülersprecher) und Marc Höper (Stadtelternrat)
- hochgeladen von Nicola Dultz
Der Stadtelternrat Buxtehude fordert mehr Transparenz und demokratische Teilhabe im Schulwesen – und hat dabei klare Ziele. Ein zentrales Anliegen: Eine digitale Mängelliste für alle Schulen in Buxtehude, die nicht nur der Verwaltung, sondern auch Eltern, Lehrkräften, Schülern und der Politik einen Überblick über bauliche und hygienische Mängel ermöglicht.
Die Zustände an einigen Schulen machen den Handlungsbedarf deutlich. Zusätzlich zu den bereits bekannten Schimmelproblemen an mehreren Schulen in Buxtehude, den seit Jahren dringend sanierungsbedürften Sporthallen und dem undichtem Dach an der IGS kommt es z.B. aktuell im Schulzentrum Süd immer wieder zu Problemen mit den Schultoiletten – Sperrungen und defekte Schlösser inklusive.
Mängelliste soll Übersicht schaffen und Prozesse verbessern
Bereits im Herbst 2024 stellten die FDP und der Gruppe BBG/FWG gemeinsam den Antrag, eine Mängelliste zu erstellen – mit dem Ziel, strukturelle Verbesserungen und einen klaren Workflow für Mängelmeldungen zu etablieren. Der Vorschlag: Ein digitaler Prozess, in den Verwaltung, Schulleitungen, Hausmeister, Lehrer und idealerweise auch Schüler Einsicht haben. „Toilettenzustände wie am Schulzentrum Süd wären dann bekannt und es wäre leichter, Prioritäten zu setzen“, erklärt Marc Höper, Vorsitzender des Stadtelternrates, gegenüber dem WOCHENBLATT, der den Antrag auf eine Mängelliste unterstützt. "Es geht um Pflichtaufgaben der Hansestadt Buxtehude ", so Höper und fordert daher die Veröffentlichung der Mängelliste für mehr Transparenz.
Doch der erste Versuch scheiterte im Bauausschuss, auch weil das Portal „Sag’s uns einfach“ aus Verwaltungssicht bereits als ausreichendes Meldesystem gesehen wurde. Der Stadtelternrat sieht das anders: „Es geht uns nicht nur um das Melden, sondern um die systematische Bearbeitung und Nachverfolgung“, sagt Katharina Mewes, zweite Vorsitzende des Stadtelternrats und zugleich BBG/FWG-Fraktionsvorsitzende.
Demokratische Teilhabe stärken
Neben mehr Transparenz möchte der Stadtelternrat auch die demokratische Beteiligung von Eltern und Schülern weiter ausbauen. „Unser Ziel ist eine starke Vernetzung der verschiedenen Vertreter im Schulausschuss – inklusive gemeinsamer Vorbereitungen und koordinierter Anträge“, so Marc Höper. Wichtig sei dabei auch der gute Kontakt zum Stadtschülerrat, der mit Lennard Gotthard und Sam Vollmann eine engagierte neue Führung hat.
„Viele Schülerinnen und Schüler wissen gar nicht, wie sie sich einbringen können“, betont Gotthard. Deshalb soll die Mitwirkung der Schülerschaft in verschiedenen Gremien gestärkt und der Zugang zu Informationen verbessert werden.
Sieben Stimmen mit Gewicht
Im Schulausschuss selbst ist der Stadtelternrat mit zwei stimmberechtigten Elternvertretern vertreten. Hinzu kommen zwei Schülervertreter, zwei Lehrervertreter und ein Vertreter der AG Sport – insgesamt sieben Stimmen. „Für eine Mehrheit im Schulausschuss braucht es nur elf Stimmen“, erklärt Höper. "Damit haben wir als Schulgemeinschaft bereits eine starke Stellung, die durchaus Einfluss nehmen kann, wenn sich alle Beteiligten vernetzen, an einem Strang ziehen und gegebenenfalls auch gemeinsam Anträge stellen."
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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