Corona schwächt Buxtehude beim Spiel um Platz drei
Saison-Endspurt beim BSV

BSV-Trainer Dirk Leun ist stolz auf sein Team

pm. Buxtehude. Für die Bundesliga-Handballerinnen des BSV geht es langsam auf die Ziellinie zu. Hinter ihnen liegt eine Saison, die überrascht, vor allem aber überzeugt hat. Hatte Trainer Dirk Leun zu Beginn der Saison im letzten Jahr noch Bedenken, man könne in die Bredouille geraten, so zeigte sein Team eine durchweg starke Leistung und findet sich nun im Kampf um Platz drei wieder. Erwartet wurde dieses Ergebnis von der jungen und verletzungsgebeutelten Mannschaft keineswegs. Umso stolzer ist Trainer Leun auf seine Damen: "Ich bin hochzufrieden mit dem Team. Die Saison mit Platz drei oder dem DHB-Pokal beim Final Four abzuschließen, würde dem Ganzen noch die Krone aufsetzen."

Schon im nächsten Spiel könnte der BSV sich den dritten Platz sichern. Das Spiel gegen den Thüringer HC, das eigentlich an diesem Samstag stattfinden sollte, musste jedoch wegen zahlreicher Corona-Fälle in den Reihen des BSV abgesagt werden. Die Chancen, gegen den Tabellennachbarn, im Nachholspiel zu gewinnen, stehen nicht schlecht, so schlug Buxtehude Thüringen im Hinspiel schon mit neun Toren. Eine offensive 5:1-Deckung brachte damals den wurfstarken Angriff der Thüringerinnen aus dem Konzept. Gerade die Variabilität des BSV, mit der spanischen 5:1 sowie einer stabilen 6:0 zwei Deckungsformen erstklassig zu beherrschen, mache den Unterschied, so Dirk Leun.

Die Leistungssteigerung der Buxtehuder Damen in dieser Saison kommt nicht von ungefähr. Es ist die "Aufsummierung vieler kleiner Details", verrät Dirk Leun. So habe der BSV beispielsweise in neue technische Innovationen investiert. Mittels einer modernen Video-Tracking-Technik kann das Spielerinnenverhalten schon während des Spiels analysiert werden. Auch hat die Zusammenarbeit mit einer Mentaltrainerin Früchte getragen. Die Spielerinnen sind fokussierter und zielorientierter, auch dann, wenn sie vor neue Herausforderungen gestellt werden. So läuft der BSV momentan ohne gelernte Spielmacherin auf, kann diese Lücke allerdings mit flexiblen Rückraum-Links-Spielerinnen wie Leistungsträgerin Annika Lott ausgleichen. "Die junge Mannschaft zehrt von ihrer Homogenität, dem gegenseitigen Respekt und dem Miteinander, das den Handballsport ausmacht", schwärmt Leun von seinem Team. Gerade diese Leidenschaft zeigen die Buxtehuderinnen aktuell auf dem Spielfeld.

Mit Hinblick auf die nächste Saison will Dirk Leun die Erwartungen an seine Mannschaft realistisch anpassen. Druck will er nicht machen, stehen doch einige personelle Veränderungen beim BSV an. Die Abgänge von Torfrau Katharina Filter oder Rückraum-Spielerin Annika Lott "tun weh", so der Buxtehuder Trainer. Trotzdem sieht Leun den Umbruch auch als Chance, denn der BSV bekomme auch einige erfahrene Spielerinnen dazu. Das Leistungsniveau dieser Saison soll sich langfristig stabilisieren.

Der neue Termin für das Spiel gegen den Thüringer HC steht bereits fest. Am Dienstag, 24. Mai, treten die Bundesliga Damen das wegen Corona entfallene Spiel um 19.30 in der Halle Nord an.

Autor:

WOCHENBLATT Praktikant aus Buchholz

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