Leistung anerkennen: Dr. Philipp Murmann, MdB, referiert bei der Mittelstandsvereinigung in Stade

Dr. Philipp Murmann (v. li.) mit Oliver Grundmann, Niels Schütte, Henning Münnecke und Kai Seefried
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wd. Stade. Leistung muss sich wieder lohnen, Eigenverantwortung gestützt werden und Optimismus gestärkt werden - das ist das Fazit einer Veranstaltung der MIT KV Stade im BauErlebnisHauses der Firma Lindemann. Mehr als 60 Gäste, darunter die Mitglieder des Bundestages (MdB) Oliver Grundmann und des Landtages (MdL) Kai Seefried waren der Einladung gefolgt, um einen Vortrag zu hören zum Thema "Die Zukunft der mittelständischen Unternehmen in Deutschland – Was sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für erfolgreiche Mittelständler?"
Referent war Dr. Philipp Murmann, Bundestagsabgeordneter aus Kiel und mittelständischer Unternehmer in der dritten Generation des Familienbetriebes
Zöllner in Kiel. "Der Mittelstand denkt langfristig und generationenübergreifend", so der Referent."Leistung muss endlich wieder anerkannt und persönliche Verantwortung honoriert werden." Hier sehe er Handlungsbedarf im politischen Rahmen. Auch auf die außenpolitischen Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen im globalisierten Markt ging der Referent ein und zeigte die Herausforderungen beispielhaft an den Beziehungen zu den USA, China und der Türkei. Innenpolitisch punktete Murmann mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan, bei dem der Landkreis Stade mit der A20, A26 und der Hafenhinterlandanbindung sehr gut vertreten sei. "Davon profitiert der Mittelstand", so Murmann weiter.
Weitere Themen: Die Bundesregierung habe für dieses Jahr ein Rekordvolumen für den Haushalt von insgesamt 330 Milliarden Euro. Davon profitiere besonders der Bildungs- und Forschungsetat, der sich in den vergangenen Jahren verdoppelt habe. Dies komme vielen mittelständischen Unternehmen zu Gute.
"Eine vorausschauende Steuerpolitik soll auch wesentliches Element der künftigen CDU-Politik werden", so Murmann weiter. Allerdings sehe er mit dem derzeitigen Koalitionspartner in Berlin kaum Möglichkeiten für eine Steuerentlastung. Auch die Digitalisierung in Deutschland müsse vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbes schnell vorangetrieben werden.
In der anschließenden Diskussion ging es u. a. um das Thema Bürokratieabbau. Henning Münnecke mahnte hier ein schnelleres Handeln der Bundesregierung an. "Es geht nicht, dass mittelständische Unternehmen 40 bis 60 Arbeitsstunden pro Woche mit dem Ausfüllen von Vorlagen und Einhalten von Vorschriften beschäftigt sind, statt sich um ihre eigentliche Arbeit zu kümmern!"

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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