OMR Festival 2025: Zwischen KI, Kaffeepausen und einem verlorenen Milchzahn
- Foto: Juliett Schinner
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Am 6. und 7. Mai 2025 wurde Hamburg erneut zum Zentrum der Digitalwirtschaft. Das OMR Festival brachte über 67.000 Fachbesucher:innen in die Messehallen. Es wurde diskutiert, gelauscht, genetzwerkt – und gelacht. Denn zwischen Panels über Zukunftstechnologien und Marketingstrategien war auch Platz für menschliche Momente.
Wer war da – und worüber wurde gesprochen?
Das Line-up reichte dieses Jahr von Hollywood über Silicon Valley bis zur Fußballwelt und deutschen Medienlandschaft:
- Ryan Reynolds – Schauspieler, Unternehmer
- Angela Ahrendts – Ex-Apple-Retail-Chefin, Markenvisionärin
- Amy Webb – Futuristin, Denkfabrik für die nächsten zehn Jahre
- Dirk Nowitzki – Basketballlegende, stiller Stratege
- Scott Galloway – Klartext-Professor zu Big Tech
- Sebastian Fitzek – Thrillerautor mit Blick auf Storytelling im Business
- Jen Wong – Reddit-COO, Community-Baukasten auf Business-Ebene
- Sascha Lobo – Digital-Denker mit Systemkritik
- Nicholas Turley (OpenAI) – über die Zukunft von ChatGPT
- Magdalena Rogl – Microsoft, Empathie in der Führung
- Gerard Piqué – Ex-Fußballprofi, Investor & Eventstratege
- Steven Gätjen – TV-Moderator, führte charmant durchs Programm
- Verona Pooth – Unternehmerin, über Personal Branding in Social Media
- Philipp Klöckner – Digitalstratege, analytisch wie immer
- Toyah Diebel – Buttz-Gründerin, Stimme für klare Haltung
- Kai Pflaume – Zwischen Show, Social Media und Authentizität
- Jan Köppen – Musiker, Moderator und Leica-Botschafter zum Thema „Analoge Leidenschaft in digitalen Zeiten“
Zwischen Storytelling und Zahnlücken: Ryan Reynolds
Dass man auch als A-List-Hollywoodstar keine Angst vor Alltagsmomenten haben muss, zeigte Ryan Reynolds, als sein Kind ihn während seiner Keynote anrief – es ging um einen ausgefallenen Milchzahn. Reynolds kommentierte trocken:
„Ein Kind ruft nicht an, um über Aktienkurse zu sprechen. Also: Zahn oder Drache. Es war der Zahn.“
Die perfekte Überleitung zu seinem Thema: Emotion schlägt Werbebudget. Reynolds demonstrierte, wie man mit ehrlichem Storytelling, gutem Timing und Mut zur Persönlichkeit Marken wie Aviation Gin, Mint Mobile oder Wrexham AFC groß machen kann – ohne übertriebene Mediabudgets, dafür mit maximaler Wirkung.
Keynotes, die hängen blieben
Angela Ahrendts sprach darüber, wie der stationäre Handel durch Erlebnisse überlebt: „Digital ist bequem. Erlebnisse sind unvergesslich.“
Amy Webb stellte ihren „Future Supercycle“ vor – eine Zeit, in der KI, Biotech und Automatisierung zu einem Tsunami der Veränderung verschmelzen.
Scott Galloway warnte erneut vor der Konzentration von Datenmacht – seine These: Plattformregulierung ist kein Kann, sondern ein Muss.
Sascha Lobo forderte eine digitale Agenda, die weniger bremst und mehr baut – auch mit Blick auf den Mittelstand.
Jan Köppen begeisterte mit seinem Vortrag über analoge Fotografie in einer digitalen Welt – Leica als Symbol für Entschleunigung und Bewusstsein. Seine Botschaft: „Digitalisierung kann lernen, analog zu fühlen.“
KI – von der Theorie zur Praxis
Nicholas Turley von OpenAI gab einen selten intimen Einblick in die aktuelle Entwicklung von ChatGPT. Er zeigte auf, wie KI bereits heute als Assistenz, Texter, Übersetzer oder Co-Creator im Einsatz ist – und warum es auf die richtige Schulung der Nutzer:innen ankommt.
Amy Webb ergänzte: Wer KI bloß als Automatisierungstool versteht, denkt zu kurz. Es gehe um kreative Synergien, nicht um Ersatz.
Entertainment, Empathie, Economy
Kai Pflaume stellte seine Rolle als „Brückenbauer zwischen Plattformen“ vor. Ob TikTok oder TV – für ihn zählt Nähe. Kein Wunder, dass er zu den am meisten gefragten Selfie-Partnern des Events gehörte.
Verona Pooth überraschte mit klarer Botschaft: „Ich bin kein Produkt. Ich bin die Marke. Und das ist Arbeit – nicht Zufall.“
Networking, Masterclasses und Leica-Momente
OMR war auch 2025 wieder ein Schaulaufen der Digitalbranche – aber mit Tiefe:
- Über 270 Masterclasses mit Hands-on-Tipps von SEO bis AI-Prompting
- 200+ Guided Tours durch das Gelände und die Partnerhallen
- 1.000 Aussteller, darunter Start-ups, Tools, Plattformen und Dienstleister
- Leica, Adobe, Meta, Shopify – alle da, alle auffindbar
- Und: viele kleine Momente, in denen Visitenkarten gegen echte Gespräche getauscht wurden
Fazit
OMR 2025 war kein Buzzword-Feuerwerk, sondern ein guter Resonanzraum für alles, was sich in Marketing, Technologie und Gesellschaft gerade verschiebt. Es ging weniger um Hype, mehr um Haltung. Und manchmal auch um Zähne, die rausfallen – und Erinnerungen, die bleiben.
Redakteur:Online Redaktion aus Buxtehude |
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