Weltpremiere: Der erste Wasserstoffzug ist ab Buxtehude unterwegs

Politik und Wirtschaft, unter anderem Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (Zweiter von re.), gaben sich beim Start des "Coradia iLint" ein stelldichein. Fotos: René Frampe
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  • Politik und Wirtschaft, unter anderem Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (Zweiter von re.), gaben sich beim Start des "Coradia iLint" ein stelldichein. Fotos: René Frampe
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"Neue Ära": Seit Montag fährt der "Coradia iLint" zwischen Buxtehude und Bremerhaven

tk. Landkreis. Großer Bahnhof für einen Zug: Am Sonntag startete in Bremervörde der weltweit erste Wasserstoffzug, der seit Montag auf der EVB-Strecke zwischen Buxtehude, Bremerhaven und Cuxhaven verkehrt. Gäste aus dem In- und Ausland waren dabei, als der "Coradia iLint" der Firma "Alstom" am Sonntag um 14 Uhr zu seiner Jungfernfahrt startete.
"Ein bedeutender Tag für Alstom und die Zukunft der Mobilität", sagt Henri Poupart Lafarge, Präsident von Alstom. Der "Coradia iLint" läute eine neue Ära im emissionsfreien Bahnverkehr ein. Diese Innovation als deutsch-französisches Projekt stehe für "erfolgreiche, grenzüberschreitende Zusammenarbeit".

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU): "Das Land Niedersachsen leistet zusammen mit Alstom und der EVB Pionierarbeit."
Neben den zwei Wasserstoffzügen, die seit Montag auf der EVB-Strecke im Regelbetrieb fahren, wird das Land mit 81 Millionen Euro den Kauf von 14 weiteren Wasserstoffzügen unterstützen. Althusmann: "Wir stellen die Weichen dafür, dass der Schienenverkehr weitestgehend klimafreundlich und emissionsfrei betrieben werden kann."

Enak Ferlemann (CDU, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium) freut sich über "diese Weltpremiere in Deutschland." Wasserstoff sei eine echte Alternativer zum Diesel. Der Bund fördere diese Technologie, um sie weiter in die Fläche zu bringen. 
Carmen Schwabl, Chefin der LNVG (Landesnahverkehrs-Gesellschaft) blickt in die Zukunft: In den nächsten 30 Jahren werden etwa 120 Dieseltriebzüge das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Die Erfahrungen mit dem Wasserstoffzug helfen, "eine nachhaltige und praktikable Lösung zu finden".

Der "Coradia iLint" hat auf dem Dach einen Wasserstofftank und eine Brennstoffzelle. In der Brennstoffzelle wird der Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt. Damit wird der Zug, der bis zu 140 Stundenkilometer schnell ist, angetrieben. Mit einer "Wasserstoff-Tankfüllung" hat der "iLint" eine Reichweite von rund 1.000 Kilometern. Strom, der aktuell nicht gebraucht wird, wird in leistungsstarken Batterien im Boden des Zugs gespeichert. Ein Wasserstoffmotor hinterlässt weder Kohlendioxid, noch Feinstaub oder Rußpartikel, sondern nur ein paar Tropfen Wasser Reichweite von 1.000 Kilometern

Täglich ab Buxtehude
Wer für sich selbst die "Weltpremiere" mit dem Wasserstoffzug erleben möchte - die Abfahrzeiten in Buxtehude: Montag bis Freitag 13.37 und 19.53 Uhr. Samstag: 7.37, 11.45, 15.45, 19.45 und 0.42 Uhr. Sonntag: 7.45, 11.45, 15.45 und 19.45. Zwischen Buxtehude und Bremervörde hält der Zug unter anderem in Apensen, Harsefeld, Bargstedt und Kutenholz

Politik und Wirtschaft, unter anderem Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (Zweiter von re.), gaben sich beim Start des "Coradia iLint" ein stelldichein. Fotos: René Frampe
Enak Ferlemann
Unterwegs bei der Jungfernfahrt:
Seit Montag fährt der Wasserstoffzug planmäßig
Redakteur:

Tom Kreib aus Buxtehude

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