Zwei Jahre Repair Café Harsefeld
Reparieren statt wegschmeißen

Das Team des Harsefelder Repair Cafés freut sich über jede Besucherin und jeden Besucher | Foto: sc
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  • Das Team des Harsefelder Repair Cafés freut sich über jede Besucherin und jeden Besucher
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Defekte Geräte nicht gleich entsorgen, sondern gemeinsam reparieren – das ist die Idee des Repair Cafés Harsefeld. Seit zwei Jahren bringen engagierte Ehrenamtliche Menschen aus der Region dazu, ihre kaputten Alltagshelfer wieder in Gang zu setzen.

Jeden vierten Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr öffnen sich die Türen des Familien-Informationszentrums (FIZ), Herrenstraße 25a. Dann wird geschraubt, gelötet, genäht und diskutiert. „Bei uns ist jeder willkommen, und es ist schön zu sehen, wie offen die Besucher miteinander umgehen“, sagt Elke Baier-Wirbals, die das Repair Café ins Leben gerufen hat und gemeinsam mit Thorsten Mäckelmann organisiert.

Ob Staubsauger, Wanduhren, Lampen, Fahrräder oder Nähmaschinen – was andernorts nicht mehr zu retten scheint, findet hier oft noch eine zweite Chance. Selbst außergewöhnliche Fundstücke wie ein überdimensionaler Weinkühler oder eine Stehlampe aus den 1950er-Jahren landen gelegentlich auf den Werkbänken.

Organisiert wird das Projekt unter dem Dach des Vereins „Miteinander Füreinander e.V.“. „Unser Café passt ideal zum Thema Nachhaltigkeit und lädt zum Mitmachen ein“, erklärt Baier-Wirbals. Besucher dürfen nicht nur zuschauen, sondern sich auch aktiv an der Reparatur beteiligen.

Der Ablauf ist gut strukturiert: Nach der Anmeldung und dem Ausfüllen eines Formulars warten die Gäste, bis ein Platz frei wird. Währenddessen sorgen Kaffee und Kuchen für eine entspannte Atmosphäre. Nach der Reparatur wird das Formular abgegeben – bezahlt wird nur Material, freiwillige Spenden sind willkommen und fließen direkt in neues Werkzeug oder Ersatzteile.

Die Ursprünge des Repair Cafés reichen ins Frühjahr 2023 zurück. Nach einem ersten Infoabend mit über 40 Interessierten ging es zügig los. Inzwischen besteht das Team aus 28 Aktiven – Techniker, Anmeldeteam und Kaffeecrew arbeiten Hand in Hand. „Wir begegnen uns auf Augenhöhe und jeder bringt sich mit seinen Fähigkeiten ein“, betont die Initiatorin.

Rund 16 bis 18 Ehrenamtliche sind im Schnitt pro Termin im Einsatz. Die Erfolgsquote der Reparaturen liegt bei stolzen 72 bis 75 Prozent. „Es macht einfach Spaß, anderen zu helfen“, sagt IT-Techniker Thomas Heins. Besonders die Freude der Besucher über funktionierende Geräte motiviert das Team.

Auch Kinder sind ausdrücklich willkommen. In einer eigens eingerichteten Lernwerkstatt geben die Techniker ihr Wissen weiter. „Einige Kinder haben im letzten Jahr bereits mitgemacht – das möchten wir weiter ausbauen“, so Baier-Wirbals. Werkzeuge stehen bereit, jetzt fehlen nur noch neugierige Nachwuchs-Tüftler.

Das Repair Café Harsefeld ist längst ein Anlaufpunkt über die Ortsgrenzen hinaus: Gäste kommen aus Stade, Hedendorf, Wohnste, Steinkirchen oder Jork. An manchen Freitagen werden bis zu 32 Geräte in nur zwei Stunden repariert – ein starkes Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit und nachbarschaftliches Miteinander. Altes und Kaputtes reparieren zu lassen, statt es in den Müll zu werfen: Beim Repair Café Harsefeld ist das möglich. Seit zwei Jahren helfen Ehrenamtliche Besuchern aus der Region Harsefeld, ihre kaputten Gerätschaften zu reparieren.

Jeden vierten Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr sind die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Repair Cafés im Erdgeschoss des Familien-Informationszentrums (FIZ), Herrenstraße 25a, in Harsefeld zu finden. "Bei uns sind alle Menschen willkommen und es ist sehr schön zu sehen, dass auch die Besucher offen miteinander umgehen", sagte Elke Baier-Wirbals, Initiatorin des Repair Cafés Harsefeld.

Ob Staubsauger jeglicher Art, Steckenpferde, nostalgische Wanduhren, große und kleine Lampen, Spielzeuge, Fahrräder für Groß und Klein, alte Radios, Taschenlampen, Scheren, Nähmaschinen und andere Näharbeiten, Bügeleisen und noch vieles weiteres wird zum Repair Café gebracht. Sachen, die woanders nicht repariert werden können, landen bei den freiwilligen Helfern und Technikern auf dem Arbeitstisch. Auch Kurioses, wie ein riesiger Wein-Kühler oder eine große Stehlampe aus den 50er Jahren, landen auf den Arbeitstischen im Repair Café.

Elke Baier-Wirbals und Thorsten Mäckelmann organisierten das Repair Café in Harsefeld. "Wir haben unseren Reparaturtreff bei Miteinander Füreinander e.V. angesiedelt, weil es thematisch im Bereich der Nachhaltigkeit ganz gut passt und unser Repair Café auch eine Mitmach-Aktion ist", sagte Baier-Wirbals. Besucherinnen und Besucher dürfen gerne bei der Reparatur mitmachen und helfen.

Der Ablauf im Repair Café ist wie in einem kleinen Betrieb: Besucher melden sich an und füllen ein Formular aus. Danach heißt es warten bis ein Techniker Zeit hat und frei ist.

Während die Techniker an den Geräte arbeiten, können sich die Besucherinnen und Besucher bei Kaffee und Kuchen unterhalten und auf die fertige Reparatur gemütlich warten. Nach Reparatur wird das Formular wieder abgeben. Bezahlt wird das Material (nach vorheriger Absprache) und wer möchte, der kann eine freiwillige Spende da lassen. "Hiervon besorgen wir wieder neues Werkzeug und was sonst noch für dieses Projekt benötigt wird", erzählte Baier-Wirbals.

Die Idee eines Repair Cafés begann vor ein paar Jahren: Nach einem Aufruf zu einem Informationstreffen im März 2023 mit über 40 Interessierten ging es direkt im April 2023 mit dem Reparieren los. Mit 28 Personen läuft das Repair Café: Techniker, Orga-/ Anmelde-Team und die Kaffee-Crew arbeiten Hand in Hand. "Wir sind ein Team und arbeiten auf einer Augenhöhe", so die Initiatorin des Projekts.

Es sind nicht immer alle Helferinnen und Helfer im Einsatz. Doch: Regelmäßig kommt das Repair Café auf ca. 16 bis 18 Mitwirkende pro Treffen. Im Durchschnitt habe das Repair Café eine Erfolgsquote von 72 bis 75 Prozent an wieder hergestellten Geräten.

"Es macht einfach Spaß anderen zu helfen", sagte Techniker und Helfer im IT-Bereich, Thomas Heins. Besonders wenn sich die Menschen freuen, dass ihr Gerät wieder funktioniert.

Das Repair Café ist in Harsefeld und der Umgebung sehr beliebt und gefragt. Viele kommen nicht nur aus dem Flecken sondern auch aus Stade, Hedendorf, Wohnste, Steinkirchen und Jork. Bis zu 32 Geräte reparieren die Ehrenamtlichen an manchen Freitagen.

Auch Kinder sind auch im Repair Café willkommen. Denn es gibt eine eigene Lernwerkstatt der Ehrenamtlichen. "Gerne würden unsere Techniker ihr Fachwissen an junge Interessierte weitergeben", sagte Baier-Wirbals. Hierfür stelle das Repair Café eigens angeschaffte Werkzeugutensilien bereitgestellt. "Einige Kinder haben im letzten Jahr bereits bei uns hereingeschaut und mitgemacht", so Baier-Wirbals weiter. Ein Wunsch für die Zukunft: Noch mehr Zulauf für die Lernwerkstatt des Repair Cafés.

Das Team des Harsefelder Repair Cafés freut sich über jede Besucherin und jeden Besucher | Foto: sc
Ein kaputter Staubsauger wird auf dem Tisch von Thorsten Mäckelmann repariert  | Foto: sc
Thomas Heins repariert eine alte Lampe | Foto: sc
Redakteur:

Saskia Corleis

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