Zu geringe Lehrgangskapazitäten
Kritische Worte des Stader Kreisbrandmeisters

Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen sind wichtig, um das richtige Vorgehen bei einem Brand zu trainieren (Symbolfoto). Kreisbrandmeister Peter Winter (kl. Foto) kritisiert, dass zu wenig Lehrgänge angeboten werden | Foto: Adobe Stock/Annabell Gsödl; Stefan Braun
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  • Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen sind wichtig, um das richtige Vorgehen bei einem Brand zu trainieren (Symbolfoto). Kreisbrandmeister Peter Winter (kl. Foto) kritisiert, dass zu wenig Lehrgänge angeboten werden
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Baggersee Todtglüsingen
Erschöpfter Mann von DLRG aus dem Wasser gerettet

Wie schnell aus einem herrlich erfrischenden Bad ernst werden kann, zeigte sich am Mittwochabend, 24. Juni. Die Tostedter DLRG-Gruppe absolvierte an diesem Abend gegen 20 Uhr ihren Übungsdienst am Todtglüsinger Baggersee, als ihnen ein junger Mann im Wasser auffiel, der sehr erschöpft war und sich kaum noch über Wasser halten konnte. Die DLRG nahm ihn umgehend an Bord ihres Bootes und leiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes war der Mann ansprechbar und wurde...

Blaulicht
Mehrere Boote der örtlichen Feuerwehren und DLRG waren im Einsatz | Foto: Feuerwehr Drochtersen
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Kitesurfer treibt mit Containerriesen auf der Elbe
Rettungseinsatz bei Drochtersen

Ein Kitesurfer hat am gestrigen Freitag einen Rettungseinsatz auf der Elbe ausgelöst. Gegen 15 Uhr beobachteten Passanten vom Strand bei Bielenberg aus, wie der Mann im Fahrwasser zwischen Drochtersen und Wischhafen auf der schleswig-holsteinischen Seite der Elbe in Richtung Elbmündung abtrieb. Feuerwehr und DLRG rückten daraufhin mit mehreren Booten aus. Zeitgleich passierte mit der MS EVER ALOT eines der größten Containerschiffe der Welt den Einsatzbereich. Nach Angaben der Einsatzkräfte...

Blaulicht

freie Fahrt über die Süderelbbrücke
Gute Nachrichten für Autofahrer: A1 bleibt am Wochenende komplett frei

Autofahrer auf der A1 können am kommenden Wochenende aufatmen: Die ursprünglich angekündigte Vollsperrung der Richtungsfahrbahn Lübeck zwischen Hamburg-Stillhorn und Hamburg-Harburg entfällt. Wie die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nord, mitteilt, wurde die geplante Sperrung für den Zeitraum von Freitag, 26. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, vollständig abgesagt. Damit stehen auf der Süderelbbrücke alle Fahrstreifen in Richtung Lübeck uneingeschränkt zur Verfügung. Grund für die Änderung...

Blaulicht

Großeinsatz der Polizei in Stade
Massenschlägerei im Altländer Viertel mit rund 150 Beteiligten

Gleich zweimal musste die Polizei am Donnerstagabend (25. Juni) wegen handgreiflicher Auseinandersetzungen ins Altländer Viertel in Stade ausrücken. Aus einem zunächst gemeldeten Streit entwickelte sich später eine größere Schlägerei. Rund 150 Menschen hatten sich zeitweise am Jugendhaus an der Hohenfriedberger Straße versammelt - einige waren in die Prügelei involviert, andere waren unbeteiligte Schaulustige. Vier Personen wurden verletzt. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen...

Blaulicht

Wichtiges Update: Sperrungen komplett abgesagt
A1-Sperrungen beeinträchtigen den Verkehr stark

Wichtiges Update von "die Autobahn Nord" - Änderungen der angekündigten Sperrungen: ABGESAGT! Richtungsfahrbahnsperrung zwischen HH-Stillhorn und HH-Harburg vom 26. – 28. Juni findet nicht statt! Fahrbahnsperrung Richtung Lübeck: Neu - einstreifige Verkehrsführung Richtung Lübeck: Ab Freitag, 26. Juni, 22 Uhr (Beginn Einrichtung ab 21 Uhr) bis Sonntag, 28. Juni ca. 10 UhrKeine Umleitung erforderlich, der Verkehr wird einstreifig am Baustellenbereich vorbeigeleitet.Ab ca. Sonntag 10 Uhr,...

Blaulicht
Die Feuerwehr Winsen pumpte die vollgelaufene Tiefgarage aus
 | Foto: mt
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Winsen / Stadtgebiet
Feuerwehren mussten zu 38 Einsätzen ausrücken / Blitzeinschlag

Gegen 16.30 Uhr zog am Samstag, 27, Juni, ein heftiges Gewitter mit Unwetterpotenzial über das Winsener Stadtgebiet. Betroffen waren das Kernstadtgebiet und die Orte Pattensen, Scharmbeck, Stöckte, sowie Borstel. Um 16.36 Uhr wurde die Feuerwehr Winsen zu einem Blitzeinschlag in ein Gebäude in der Luhdorfer Straße alarmiert. Noch als die Feuerwehr sich auf der Anfahrt befand, häuften sich die Meldungen über Straßenüberflutungen und vollgelaufene Keller, sowie droht Wasser in Gebäude zu laufen....

Blaulicht
Foto: KI-generiert
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Absage wegen der extremen Temperaturen
Bisher größte Katastrophenschutzübung im Landkreis Stade fällt aus

Die für Samstag, 27. Juni, geplante Katastrophenschutzübung „Cascadia“  des Landkreises Stade ist kurzfristig abgesagt worden. Grund ist die anhaltende Hitzewelle: Die Wetterdienste sagen für den Landkreis Stade Temperaturen von bis zu 36 Grad voraus. Diese körperliche Belastung will man den zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräften offenbart nicht zumuten. Das WOCHENBLATT kündigt die Großübung an diesem Samstag auf seiner Titelseite an - mit dem Hinweis, dass es im Rüstjer Forst zu einer...

Blaulicht

Buchholz
Fahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Ein 17-jähriger Jugendliche führte in der Nacht zu Sonntag, 27. auf 28. Juni, in Buchholz unter dem Einfluss von Alkohol (0,75 Promille) und THC (Urin-Vortest positiv) einen Pkw im öffentlichen Verkehrsraum. Zudem war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt und mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Blaulicht

Sofort Notruf 112
Feuerwehr warnt vor extremer Hitze und sehr hoher Waldbrandgefahr

Angesichts der angekündigten Hitzewelle mit Temperaturen von deutlich über 35 Grad Celsius und ausbleibenden Niederschlägen warnt die Freiwillige Feuerwehr des Landkreises Harburg vor einer deutlich steigenden Wald- und Vegetationsbrandgefahr. Bereits ein kleiner Funke kann trockenes Gras, Unterholz oder Waldflächen entzünden. Nach aktuellen Prognosen wird in vielen Regionen eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr erwartet. Die Feuerwehren appellieren deshalb an die Bevölkerung, besonders...

Auf dem Kreisfeuerwehrverbandstag in der Drochterser Festhalle hatte Kreisbrandmeister Peter Winter einige positive Nachrichten zu verkünden. Vor allem hielt er aber nicht mit Kritik am Land Niedersachsen und hier in erster Linie am Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) hinterm Berg. Ein Dorn im Auge ist ihm vor allem die schlechte Schulungssituation. Winter moniert, dass viel zu wenig Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen angeboten werden. 

Zum erfreulichen Part von Winters Ausführungen auf der Versammlung der Feuerwehrführungskräfte auf Kreisebene gehörte der Bericht über die Entwicklung der Mitgliederzahlen in den 92 Ortswehren des Landkreises Stade. Ende 2022 zählten die Einsatzabteilungen insgesamt aktive 4.166 Feuerwehrleute, rund zehn Prozent davon sind weiblich. Die kreisweit drei Werkfeuerwehren kamen auf 190 Mitglieder, den 36 Jugendfeuerwehren und zwölf Kinderfeuerwehren gehören 678 bzw. 176 Mitglieder an. "Unsere Mitgliedszahlen im Landkreis Stade sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und bewegen sich jetzt auf einem konstant hohen Level", resümiert der Kreisbrandmeister. Er hoffe, dass dieses hohe Niveau weiterhin gehalten werden kann. Angesichts des demografischen Wandels erhalte eine hervorragende Jugendarbeit zur Sicherung des Nachwuchses einen immer höheren Stellenwert.

Brandgefährlich: Alte Kamine und Öfen als Heizungsersatz

Deutliche Kritik an Lehrgangssituation auf Landesebene

Deutliche Worte fand Winter bei seiner Kritik an der "gravierenden Unterversorgung" an den Landesfeuerwehrschulen: Der damalige niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) habe versprochen, dass die Feuerwehren mindestens 70 Prozent des gemeldeten Lehrgangsbedarfs pro Jahr zugeteilt bekämen. Die Realität sehe aber anders aus. Derzeit werde eine maximale Zuteilungsquote von nur 35 Prozent erreicht. "Das ist nicht ansatzweise für die Deckung unserer Bedarfe ausreichend", sagt Winter. "Auf diesen nicht tragbaren Sachverhalt haben wir Feuerwehrführungskräfte schon seit Jahren sehr deutlich hingewiesen." 

Nachdem sich die Politik diesen Forderungen angeschlossen und das Innenministerium unter Handlungszwang gesetzt hätten, sei „ohne Vorankündigung und Einbindung der Kreisbrandmeister“ ein „für das Land sehr einfacher Lösungsansatz zur Bewältigung des Problems“ präsentiert worden: die Streichung des Truppführer-Lehrgangs ab 2024.

Was Winter hier besonders ärgert: Das NLBK habe den künftigen Wegfall des Truppführer-Lehrgangs einfach nur per Rundschreiben und ohne weitere Rücksprache und Abstimmung mit den Kreisbandmeistern kommuniziert. Diese „rabiate“ Art des Vorgehens seitens des Innenministeriums und des NLBK suche seinesgleichen und sorge "für massiven Unmut bei uns Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr". 

Zehn Feuerwehreinsätze pro Tag im Landkreis Stade

Erstaunt zeigte sich der Kreisbrandmeister zudem, dass die Feuerwehren bereits jetzt den Lehrgangsbedarf bis 2027 anmelden sollen – Werte, die von den Führungskräften für vier Jahre im Voraus überhaupt nicht belastbar ermittelt werden können. Und dies vor dem Hintergrund, dass seitens der Landesfeuerwehrschule klar gesagt worden sei, dass dort niemand eine konkrete Bedarfsermittlung benötige, "sondern stumpf nach dem festgelegten Schlüssel die Lehrgänge an die Landkreise verteilt werden".

Besonderer Fokus auf den Lebensrettern der Notfallgruppen

Der Beauftragte für Notfallgruppen, Matthias Block, stellte das segensreiche Wirken der Spezialeinheiten – etwa bei Reanimationen – dar. Von 38 im Jahr 2020 ist ihre Zahl auf aktuell 46 gestiegen, weitere Gruppen sind in Planung. 2020 rückten die Notfallgruppen 300-mal aus, 2022 sogar 404-mal und in diesem Jahr bereits 128-mal. Zahlreiche Menschenleben konnten durch das frühe Eintreffen der besonders qualifizierten und ausgestatteten Ersthelfer gerettet werden. Seit 2016 gab es 1.886 Einsätze der Notfallgruppen, denen inzwischen 1.180 aktive Mitglieder angehören.

Kreisjugendfeuerwehrwart Björn Heibült berichtete anhand einer Fotoschau von zahlreichen Aktionen der Jugendfeuerwehren: z.B. Ausflüge, Zeltlager, Wettbewerbe und Müllsammlungen. Zudem standen Wahlen für die Gremien des Verbandes und die Ehrungen und Beförderungen verdienter Kameraden auf dem Programm.

Stades Standbrandmeister Klaus-Daniel Ney bekam das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold verliehen | Foto: Stefan Braun
  • Stades Standbrandmeister Klaus-Daniel Ney bekam das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold verliehen
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Landrat Kai Seefried (CDU) hob in seinem Grußwort das Engagement der Feuerwehren im Zusammenhang mit den Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine hervor. Ob bei der Einrichtung der Notunterkunft oder bei drei Hilfstransporten im vergangenen Jahr – immer seien es die Freiwilligen aus den 92 Ortswehren, die mit angepackt hätten. Bei den Vorbereitungen auf eine mögliche Energiemangellage hätten Vertreter der Feuerwehren maßgeblich in den Arbeitsgruppen des Landkreises mitgewirkt.

Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen sind wichtig, um das richtige Vorgehen bei einem Brand zu trainieren (Symbolfoto). Kreisbrandmeister Peter Winter (kl. Foto) kritisiert, dass zu wenig Lehrgänge angeboten werden | Foto: Adobe Stock/Annabell Gsödl; Stefan Braun
Stades Standbrandmeister Klaus-Daniel Ney bekam das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold verliehen | Foto: Stefan Braun
Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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