Unternehmer mit Weitsicht
"Der Phantasie freien Lauf lassen"

Norbert (li.) und Alexander Tietz zeigen im wahrsten Wortsinn Weitblick und schenken der Region mit dem Baumwipfelpfad "Heide-Himmel" einen touristischen Leuchtturm
  • Norbert (li.) und Alexander Tietz zeigen im wahrsten Wortsinn Weitblick und schenken der Region mit dem Baumwipfelpfad "Heide-Himmel" einen touristischen Leuchtturm
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Norbert und Alexander Tietz freuen sich über den neuen "Heide-Himmel".

mum. Hanstedt-Nindorf. Mit dem "Heide-Himmel" zeigen Norbert (73) und Alexander Tietz (36) einmal mehr großen Unternehmergeist. Der "Heide-Himmel" hat das Zeug, ein Wahrzeichen für die Region zu werden. 6,5 Millionen Euro (davon Fördermittel in Höhe von 2,1 Millionen Euro) investierten Vater und Sohn in den Baumwipfelpfad. WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff sprach mit den beiden Wildpark-Machern über ihr neustes Projekt.

WOCHENBLATT: Können Sie sich noch daran erinnern, wie die Idee zum Baumwipfelpfad entstand?
Norbert Tietz: Phantastisch, kreativ und inspirierend - das waren meine ersten Gedanken, als ich von dem ersten Baumwipfelpfad Deutschlands aus Scheidegg im Allgäu erfuhr. Freunde riefen mich an und erzählten von einem phantastischen Natur- und Erlebnisprojekt. Inzwischen sind aber Jahre vergangen. Mein Sohn Alexander und ich besuchten mehrere Pfade dieser Art, die nach und nach in Deutschland entstanden sind. Nur im Norden sind sie zwar bekannt, aber im Großraum Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen schlichtweg nicht vorhanden. Damit hätten wir eine gewisse Alleinstellung, wenn wir in einer der schönsten Landschaften Deutschlands, in der Lüneburger Heide, dieses Projekt realisieren würden.
WOCHENBLATT: Beschreiben Sie bitte den Weg bis zur Fertigstellung.
Norbert Tietz: Zunächst trafen wir uns mit Vertretern des Landes Niedersachsen, der Naturparkregion und des Landkreises Harburg. Alle signalisierten Unterstützung für das Konzept. Also wurden die Ärmel hochgekrempelt. Und von diesem Zeitpunkt an gab es kein Zurück. Viel Detailarbeit lag vor uns, aber damit haben wir gerechnet.
WOCHENBLATT: Was waren die Meilensteine?
Alexander Tietz: Nach mehreren guten Entwürfen entschieden wir uns für ein Generalunternehmen aus dem Allgäu, der Firma Biedenkapp. Sie haben bereits mehrere Pfade in Deutschland entwickelt und gebaut. Allerdings wollten wir auch keine Kopie. Wir wollten eine eigene Architektur und eine eigene Idee. Ich denke, das ist uns gut gelungen.
Norbert Tietz: Als uns der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies den Zuwendungsbescheid persönlich überreichte, fühlten wir uns verpflichtet, innerhalb kurzer Zeit das Objekt anzuschieben. In nur halbjähriger Bauzeit entstand die gesamte Anlage - Baumwipfelpfad, Umweltbildungsstationen, Turm mit Fahrstuhl, Waldlehrpfad, Brückenstege, Gastronomie und Verwaltungsgebäude.
WOCHENBLATT: Haben Sie einen Lieblingsplatz entlang des Baumwipfelpfads?
Norbert Tietz: Nein, noch nicht. Aber sicher werde ich täglich meine Runde machen und dabei einen finden.
WOCHENBLATT: Was macht für Sie den Reiz des Baumwipfelpfads aus?
Norbert Tietz: Das Reizvolle des "Heide-Himmels" ist, dass man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Die Höhe des Pfads, die Umweltbildungsstationen oder der Ausblick in die großartige Lüneburger Heide bis zum Wilseder Berg oder nach Hamburg mit Blick auf die Elbphilharmonie - all das ist einfach toll. Die Beschäftigung mit dem Thema Natur und deren Erhaltung wird auch ein Stück weit den eigenen Horizont erweitern.
WOCHENBLATT: Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie im Jahr?
Alexander Tietz: Wir rechnen mit 150.000 Besuchern pro Jahr.
WOCHENBLATT: Besteht die Möglichkeit, den Baumwipfelpfad für private, beziehungsweise geschäftliche Veranstaltungen zu buchen?
Alexander Tietz: Es werden bereits jetzt Anmeldungen für Gruppenveranstaltungen und Führungen angenommen und vorbereitet.
WOCHENBLATT: Danke für das Gespräch.

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