Rund 25 Arbeitstage für das Ehrenamt

Die geehrten Feuerwehrleute stellten sich zum Gruppenbild auf  Foto: Feuerwehr
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Harsefelder Ortswehr hielt Jahreshauptversammlung ab

jd. Harsefeld. Vom vollgelaufenen Keller bis zum Dachstuhlbrand, von der verletzten Ente bis zum schweren Verkehrsunfall: Bei den 89 Einsätzen, die die Freiwillige Feuerwehr Harsefeld 2018 zu absolvieren hatte, war so ziemlich alles dabei. Bei den Bränden konnten durch das rasche Eingreifen der Feuerwehrleute rund 7,2 Mio. Euro an Sachwerten vor den Flammen bewahrt werden. Diese Zahl nannte jetzt Ortsbrandmeister Olaf Jonas auf der Jahreshauptversammlung.

Beeindruckend ist eine weitere Zahl aus dem Jahresbericht des Feuerwehrchefs: Die 88 Aktiven leisteten 2018 insgesamt fast 18.000 Arbeitsstunden ab, was pro Person rund 25,4 Arbeitstage entspricht, wenn man einen Acht-Stunden-Arbeitstag zugrunde legt. Im Vergleich zum Vorjahr stellt das eine Steigerung von fast 50 Prozent dar. Ein Teil dieses erhöhten Zeitaufwandes sei sicherlich auch auf die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeierlichkeiten zurückzuführen, so Jonas. 2018 beging die Harsefelder Ortswehr ihr 125-jähriges Bestehen - zum Teil mit Großveranstaltungen, die zahlreiche Besucher anlockten.

Der Ortsbrandmeister ging auch auf die Neuausrichtung der Wehr ein: Es seien in erster Linie kleinere Gruppen geschaffen worden, die bei einem Einsatz weitaus effektiver agieren können. Auch beim Üben laufe es besser als bei einem Übungsdienst, den sämtliche Feuerwehrleute gemeinsam verrichten. Die neue Struktur innerhalb der Feuerwehr brachte auch viele Veränderungen in den einzelnen Funktionen. Ausscheidende Funktionsträger verabschiedete Jonas mit kleinen Präsenten.

Sein Amt abgegeben hat auch Pressesprecher Günter Kachmann: Nach zwölf Jahren wird er in dieser Funktion von Nora Schmidt-Eustermann abgelöst. Kachmann ist künftig ihr Stellvertreter.

Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung. Er kam auf den enormen Arbeitsaufwand für die Feuerwehrleute zu sprechen und wies auf die finanzielle Unterstützung der Feuerwehrarbeit durch die Kommune hin. Auch in diesem Jahr würden rund 500.000 Euro bereitstehen, um neue Gerätehäuser zu errichten. Auch neue Fahrzeuge werde man in einigen Ortswehren anschaffen.

Der Leiter der Harsefelder Polizeistation, Holger Heins, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Er nahm die gewalttätigen Übergriffe in der Neujahrsnacht auf seine Kollegen und die Rettungskräfte in Stade zum Anlass, bei künftigen Zwischenfällen dieser Art ein härteres Durchgreifen der Polizei anzukündigen.

Bevor die Versammlung zu Ende ging, hatte Ortsbrandmeister Jonas noch einen wahren Marathon an Ehrungen und Beförderungen zu absolvieren.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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