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Katzenbesitzerin spricht sich für die Kastration aus

Mareike Brinkmann appelliert an alle Katzenbesitzer, ihre freilaufenden Vierbeiner kastrieren zu lassen | Foto: jd
  • Mareike Brinkmann appelliert an alle Katzenbesitzer, ihre freilaufenden Vierbeiner kastrieren zu lassen
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lt. Harsefeld. Freilaufende Katzen sollten grundsätzlich kastriert sein, sagt Mareike Brinkmann (29). Die Tierfreundin aus der Samtgemeinde Harsefeld möchte das Bewusstsein aller Katzenbesitzer und solcher, die es werden wollen, schärfen und über den richtigen Weg zum Kauf einer Katze informieren.
Viele Leute seien bei der Anschaffung eines neuen Haustiers zu leichtfertig, kritisiert Mareike Brinkmann, die selbst vier Katzen hat und sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Katzenhaltung und dem Problem der Katzenschwemme beschäftigt. Vorsicht sei vor allem bei den zahlreichen privaten Anbietern geboten, die oft viel zu junge Katzen abgeben und sich damit teilweise "eine goldene Nase" verdienen würden.
"Katzen werden einem heute förmlich hinterhergeworfen", sagt Mareike Brinkmann. Sie empfiehlt, Katzen nur von seriösen Züchtern, vertrauenswürdigen Vereinen oder im Tierheim zu kaufen. Die Kastrationskosten in Höhe von rund 60 bis 80 Euro für Kater und 100 bis 120 Euro für Katzen sollten immer einkalkuliert werden.
Denn wer seine Stubentiger kastrieren lasse, helfe nicht nur mit, die Flut an streunenden Vierbeinern einzudämmen. Die Tiere seien nach dem Eingriff auch verschmuster, anhänglicher und weniger aggressiv, weiß Mareike Brinkmann aus Erfahrung.
Sie wäre sogar bereit, eine "Kastrations-Steuer" zu zahlen. Das Geld könne in die Kastration von Tieren aus Tierheimen fließen oder Katzenbesitzern zugute kommen, die sich die Kastration ihres Tieres nicht leisten können, so Mareike Brinkmann.
Die Tierfreundin hofft, dass das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Katzen in der Bevölkerung wächst und sich so die Zahl der geschätzten 2,5 Mio Streuner, die es deutschlandweit gibt, langfristig verringert.
Dann müssten auch auf den vielen Dörfern in der Region keine Katzenbabys mehr sinnlos sterben, so Mareike Brinkmann. Es sei nämlich leider keine Seltenheit, dass junge Katzen, die niemand haben wolle, einfach umgebracht würden.

Viele Tierschutzorganisationen wie die Tierhilfe Stade organisieren inzwischen Aktionen zur Kastration von streunenden Katzen und sind dafür auf Spenden angewiesen.

In mehreren niedersächsischen Städten, darunter z.B. Hildesheim und Verden, wurde inzwischen eine Kastrationspflicht für Katzen eingeführt. Außerdem müssen Katzen dort einen Chip tragen, so dass Fund-Tiere zugeordnet werden können.

Infos zu Kastrationsaktionen auch unter www.tsv-tierhilfestade.de

Redakteur:

Lena Stehr

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