SuedLink: Netzbetreiber stellt sich den Fragen der Bürger

Das Thema wirft seine Schatten voraus: "SuedLink" soll Windstrom in den Süden transportieren
  • Das Thema wirft seine Schatten voraus: "SuedLink" soll Windstrom in den Süden transportieren
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Ahlerstedt. Es ist bis jetzt nicht viel mehr bekannt als der voraussichtliche Trassenverlauf: Über die geplante XXL-Stromleitung "SuedLink", die quer durch den Landkreis Stade führen soll, gibt es bislang kaum Detail-Infos (das WOCHENBLATT berichtete). Etliche Menschen in den betroffenen Gemeinden sind aber verunsichert. Vor allem diejenigen, deren Häuser künftig in unmittelbarer Nähe der rund 70 Meter hohen Strommasten liegen werden, machen sich Gedanken über mögliche Auswirkungen. Nun haben Bürger die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das Großprojekt zu informieren: Der Netzbetreiber Tennet richtet am Freitag, 28. März, im Ahlerstedter Schützenhof einen sogenannten "Infomarkt" aus.

"Beim Infomarkt können die Leute direkt mit den Experten sprechen, die 'SuedLink' planen", erklärt Tom Wagner. Der Tennet-Referent für Bürgerbeteiligung weist darauf hin, dass dies zunächst die einzige öffentliche Veranstaltung im Landkreis Stade sein wird. Er rät daher auch Bürgern aus anderen Gemeinden, den Termin wahrzunehmen: "Diese Chance, konkret etwas über die Planungen zum Trassenkorridor zu erfahren, sollte niemand verpassen."

Laut Wagner wird es keinen allgemein gehaltenen Vortrag geben. Stattdessen hat jeder die Möglichkeit, gezielt Fragen zu stellen. Zudem sei das Unternehmen dankbar für Hinweise und Anregungen zum Verlauf des Trassenkorridors. "Das hilft uns, die Planungen zu verbessern", meint Wagner.

Auch Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt hat sich den Termin bereits notiert. Nach seiner Ansicht gibt es noch jede Menge Klärungsbedarf. Als Beispiel nennt er die Kriterien für die Verlegung eines Erdkabels: Komme die "SuedLink"-Trasse zu nahe an eine Wohnbebauung, müsse die Stromleitung unterirdisch verlaufen. "Um die Kabel von der Überlandleitung ins Erdreich zu führen, ist aber ein Areal von der Größe eines Fußballplatzes erforderlich", erklärt Arndt.

Daher könne nicht alle paar hundert Meter ein Wechsel von Freileitung auf Erdkabel erfolgen. Er wolle gern wissen, wie das in der Praxis zu bewerkstelligen sei. Nach Schätzungen von Tennet wird ein Kilometer "SuedLink"-Leitung mit rund eine Million Euro zu Buche schlagen. Bei einer Verlegung in der Erde ist je nach Örtlichkeit mit der vier- bis achtfachen Summe zu rechnen.

• Am gestrigen Freitag fanden im Stader Kreishaus Gespräche zum Thema "SuedLink" statt. Landrat Michael Roesberg hatte Bürgermeister und Vertreter von Verbänden eingeladen, sich über den Sachstand zu informieren.

• Der öffentliche "Infomarkt" findet am Freitag, 28. März, von 15 bis 20 Uhr im Schützenhof Ahlerstedt, Stader Straße 2, statt.

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