Raser brettert mittags um 12 durch das Dorf
Tempo-Wahnsinn in Agathenburg: Mit 107 Sachen durch den Ort
- In Agathenburg wurde ein Raser innerörtlich mit 107 Stundenkilometern geblitzt (Symbolbild)
- Foto: KI-generiert
- hochgeladen von Jörg Dammann
Wieder hat ein Raser das Gaspedal viel zu weit durchgedrückt: Mit unglaublichen 107 Stundenkilometern raste am heutigen Montag (8. Juni) ein Audi-Fahrer durch die Ortsdurchfahrt von Agathenburg. Erlaubt ist dort nur Tempo 50. Was noch erschwerend hinzukommt: Der Mann "bretterte" mit seinem Wagen mit Stader Kennzeichen - eigentlich sollte man in diesem Zusammenhang von einem "Geschoss" nicht etwa frühmorgens oder spät in der Nacht durch Agathenburg, wenn so gut niemand auf der Straße unterwegs. Er wurde am hellichten Tag, mittags um 12 Uhr, geblitzt.
Anderthalb Stunden wurde kontrolliert
Die Geschwindigkeitsüberwacher des Kreis-Straßenverkehrsamtes hatten ihren Messwagen in Agathenburg an der Bundesstraße 73 in Fahrtrichtung Dollern positioniert. Rund eineinhalb Stunden lang kontrollierten sie den Verkehr in Höhe der Hausnummer 50. Insgesamt passierten 345 Fahrzeuge die Messstelle. Während die Autofahrer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h einhielten oder nur geringfügig überschritten, war der Audi-Fahrer mit seinen 107 Stundenkilometern einsamer Spitzenreiter im negativen Sinne.
Bußgeld, Punkte und Fahrverbot
Da der Raser mehr als doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs war, kann er mit einer saftigen Strafe rechnen. Wegen seiner massiven Geschwindigkeitsüberschreitung drohen ihm ein Bußgeld von mindestens 560 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein mehrmonatiges Fahrverbot. Damit könnte die Angelegenheit allerdings noch nicht erledigt sein. Bei einer derart deutlichen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit prüfen die Behörden regelmäßig, ob von vorsätzlichem Handeln auszugehen ist. In diesem Fall könnte sich das Bußgeld sogar verdoppeln.
Erheblich Verkehrsgefährdung
Die Geschwindigkeitskontrollen von Landkreis und Polizei dienen nach Angaben der Behörden dazu, die Zahl schwerer Unfälle zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Gerade in Ortsdurchfahrten wie in Agathenburg stellen Raser eine erhebliche Verkehrsgefährdung dar – insbesondere für Fußgänger, Radfahrer und andere schwächere Verkehrsteilnehmer.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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