Frau entsorgte illegal Bauschutt und Holz
Endlich mal erwischt: Stade bittet Wildmüll-Sünderin zur Kasse

Dieser Müll wurde illegal die Landschaft gekippt | Foto: privat
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Alte Reifen werden über Nacht am Wegesrand abgelegt, Bauschutt wird direkt vom Anhänger ins Gebüsch gekippt und ausrangierte Möbel dekorieren die freie Natur. Doch Müllsündern kommt man in den seltensten Fällen auf die Schliche. Jetzt aber konnten die Behörden in Stade eine Frau ermitteln, die illegal Müll entsorgt hat. Die Dame bekam nun die Quittung für ihr verbotenes Handeln präsentiert - in Form einer Rechnung für die ordnungsgemäße Abfallbeseitigung. 

Jedes Jahr viel Geld für die Wildmüll-Entsorgung
Wer diesen Bericht liest, dürfte dabei ruhig ein wenig Genugtuung empfinden. Schließlich kostet die Entsorgung von Wildmüll die Hansestadt jedes Jahr viel Geld. Am Ende müssen die Bürger als Steuerzahler dafür aufkommen. Nach Angaben der Stadt im Zusammenhang mit früheren Vorfällen werden allein für die Entfernung illegal abgelagerter Abfälle rund 30.000 Euro jährlich aufgewendet. Das ist Geld, das an anderer Stelle deutlich sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Polizei konnte Verursacherin ermitteln
Umso erfreulicher ist nun die Meldung aus Wiepenkathen, wo die Hansestadt Stade erstmals die Verursacherin eines größeren Wildmüll-Fundes - bestehend aus Bauschutt, Holz und Plastiktüten - identifizieren konnte. Die Frau muss nun die Entsorgungskosten in Höhe von mehreren hundert Euro tragen. Zudem wurde der Fall an den Landkreis Stade als Untere Abfallbehörde weitergeleitet. Der Landkreis kann zusätzlich ein Bußgeld verhängen. 

Müll-Hotspot in Wiepenkathen: Wer kümmert sich darum?

Spaziergängerin entdeckte Müllhaufen
Entdeckt wurde der Müllhaufen von einer Spaziergängerin. Diese machte die Polizei darauf aufmerksam. Die Beamten identifizierten eine Frau als Veranwortliche und leiteten die entsprechenden Informationen an die Kommunalen Betriebe Stade (KBS) weiter. „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, die Verursacherin dieses Wildmülls zu identifizieren“, sagt KBS-Leiter Matthias Riepe. „Illegale Müllablagerungen verursachen nicht nur Kosten, sondern schaden auch unserer Umwelt und beeinträchtigen das Erscheinungsbild unserer Stadt.“

Landkreis Stade warnt: Grünabfall nicht in die Natur kippen

Illegale Müllentsorgung kein Kavaliersdelikt
Riepe hofft, dass der aktuelle Fall auch eine Signalwirkung entfaltet: „Wer seinen Müll einfach in der Natur entsorgt, darf nicht davon ausgehen, ungeschoren davonzukommen. Wir werden auch künftig alles daransetzen, Verursacherinnen und Verursacher zu ermitteln und die entstandenen Kosten geltend zu machen.“ Offenbar scheint mancher noch nicht verstanden zu haben, dass illegale Müllentsorgung keineswegs ein Kavaliersdelikt ist. Wer seinen Abfall einfach in der Natur ablädt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Je nach Art und Umfang des Mülls können diese schnell mehrere Hundert oder sogar mehrere Tausend Euro betragen.

Die aufgebrummten Strafen können sogar noch heftiger ausfallen. Werden gefährliche Stoffe wie Altöl, Lacke, Chemikalien oder andere umweltgefährdende Abfälle illegal entsorgt und gelangen diese beispielsweise in den Boden oder in Gewässer, kann aus der Ordnungswidrigkeit eine Straftat werden. Dann drohen nicht nur Bußgelder, sondern strafrechtliche Ermittlungen wegen Gewässerverunreinigung oder unerlaubten Umgangs mit Abfällen.

Warum musste eine Frau in Stade für illegal entsorgten Müll bezahlen?

Die Hansestadt Stade konnte erstmals die Verursacherin eines größeren Wildmüll-Fundes in Wiepenkathen identifizieren. Die Frau hatte Bauschutt, Holz und Plastiktüten illegal entsorgt und muss nun die Kosten für die ordnungsgemäße Entsorgung in Höhe von mehreren hundert Euro tragen.

Wie wurde die Verursacherin des Wildmülls in Wiepenkathen ermittelt?

Eine Spaziergängerin entdeckte den Müllhaufen und informierte die Polizei. Die Beamten konnten daraufhin eine Frau als Verantwortliche identifizieren und die Informationen an die Kommunalen Betriebe Stade (KBS) weiterleiten.

Welche Folgen drohen bei illegaler Müllentsorgung im Landkreis Stade?

Wer Müll unerlaubt in der Natur entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Neben den Entsorgungskosten können Bußgelder von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro verhängt werden. Der aktuelle Fall wurde zusätzlich an den Landkreis Stade als Untere Abfallbehörde weitergeleitet.

Wie viel kostet die Beseitigung von Wildmüll die Hansestadt Stade pro Jahr?

Nach Angaben der Stadt Stade werden jährlich rund 30.000 Euro für die Entfernung illegal abgelagerter Abfälle ausgegeben. Diese Kosten werden letztlich von den Steuerzahlern getragen.

Welche Arten von Müll werden häufig illegal in der Natur entsorgt?

Zu den häufig illegal entsorgten Abfällen zählen alte Reifen, Bauschutt, ausrangierte Möbel, Holz, Plastiktüten sowie weiterer Haus- und Sperrmüll, der an Feldwegen, Waldrändern oder in Gebüschen abgeladen wird.

Was sagt die Stadt Stade zur erfolgreichen Ermittlung der Müllsünderin?

KBS-Leiter Matthias Riepe begrüßte die erfolgreiche Identifizierung der Verursacherin. Er betonte, dass illegale Müllablagerungen Kosten verursachen, der Umwelt schaden und das Erscheinungsbild der Stadt beeinträchtigen. Die Stadt wolle auch künftig konsequent gegen Müllsünder vorgehen.

Wann wird illegale Müllentsorgung zur Straftat?

Wer gefährliche Stoffe wie Altöl, Lacke, Chemikalien oder andere umweltgefährdende Abfälle illegal entsorgt und dadurch Boden oder Gewässer belastet, riskiert strafrechtliche Ermittlungen. In solchen Fällen können neben Bußgeldern auch Straftatbestände wie Gewässerverunreinigung oder unerlaubter Umgang mit Abfällen erfüllt sein.

Warum gilt illegale Müllentsorgung nicht als Kavaliersdelikt?

Illegale Müllentsorgung verursacht hohe Kosten für Kommunen, belastet die Umwelt und verschlechtert das Stadtbild. Deshalb wird sie als Ordnungswidrigkeit oder in schweren Fällen sogar als Straftat verfolgt und mit empfindlichen Sanktionen geahndet.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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