Denkmalplatz, Friedhof und Schule
Nottensdorfs neue Mitte nimmt Gestalt an
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Aus einer eher unscheinbaren Grünanlage ist ein attraktiver Park geworden, der Friedhof steht vor einer Neugestaltung und für die ehemalige Grundschule gibt es ehrgeizige Pläne: In Nottensdorf wird die Ortsmitte Schritt für Schritt neu entwickelt.
Möglich wird dies durch das Dorfentwicklungsprogramm des Amtes für regionale Landesentwicklung. „Die öffentliche Förderung läuft noch bis Ende 2027 und kann mit etwas Glück um weitere drei Jahre verlängert werden“, sagt Ortsbürgermeister Hartmut Huber.
Dunkle Grünanlage wird ansprechender Park
Ein erster großer Baustein ist bereits abgeschlossen. Der sogenannte Denkmalplatz mit Kapelle, Glockenturm und Gefallenendenkmal zwischen Kita, Friedhof und ehemaliger Grundschule wurde umfassend umgestaltet. Wo früher eine dunkle Grünanlage lag, laden heute geschwungene Wege und gepflegte Grünflächen zum Verweilen ein. Gleichzeitig erhielt die benachbarte Kita mehr Freifläche, und die Kapelle ist nun barrierefrei erreichbar. „Die Wege werden von den Dorfbewohnern gut angenommen“, freut sich Huber. Die Arbeiten begannen im vergangenen Sommer, im November wurde die Anlage offiziell eingeweiht.
Friedhof soll moderner werden
Auch auf dem Nottensdorfer Friedhof stehen Veränderungen an. Gemeinsam mit der Samtgemeinde Horneburg als Träger werden derzeit die nächsten Schritte vorbereitet. Die Ausschreibungen laufen bereits.
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„Die Bestattungskultur befindet sich im Wandel“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Knut Willenbockel. Während früher große Familiengrabstätten gefragt waren, entscheiden sich heute viele Menschen für kleinere Urnengräber sowie anonyme oder halbanonyme Bestattungsformen. Auf diese Entwicklung soll die Neugestaltung reagieren.
Geplant sind neue Grabangebote, zusätzliche Sitzgelegenheiten und attraktiv gestaltete Aufenthaltsbereiche. Ziel ist es, den Friedhof sowohl als Ort des Gedenkens als auch als ruhigen Aufenthaltsort weiterzuentwickeln und dabei moderne Grabformen mit dem gewachsenen Charakter der Anlage zu verbinden.
Alte Schule als Treffpunkt für das Dorf
Noch in der Planungsphase befindet sich die künftige Nutzung der ehemaligen Grundschule. Seit dem Umzug der Schülerinnen und Schüler in die neue Grundschule „Blino“ in Bliedersdorf steht das mehr als 100 Jahre alte Gebäude leer.
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Die Gemeinde möchte die Immobilie zu einem kulturellen und sozialen Treffpunkt weiterentwickeln. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zur Barrierefreiheit sowie ein verbesserter Schallschutz für Veranstaltungen.
„Die Samtgemeinde hat der Gemeinde Nottensdorf bei der Ideenfindung freie Hand gelassen“, betonen Willenbockel und Huber. Ein besonderes Anliegen ist beiden die Einrichtung eines Jugendraums mit eigenem Zugang. Bislang treffen sich die Jugendlichen in einem privaten Raum direkt neben einem Wohnhaus, was die Möglichkeiten der Jugendarbeit einschränke.
Darüber hinaus sollen Vereine, Verbände und andere Gruppen die Räume künftig für Veranstaltungen nutzen können. Bedarf gibt es ausreichend. „Unser Dorfgemeinschaftshaus ist bereits ausgelastet“, sagt Huber.
Mit Park, Friedhof und ehemaliger Schule nimmt die neue Ortsmitte von Nottensdorf damit immer deutlichere Konturen an. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Entwicklung in den kommenden Jahren mit Hilfe der Fördermittel konsequent fortgesetzt werden kann.
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