Bendestorf: Stefan Gwildis im Filmmuseum
Der Soulman ließ es regnen
- Stefan Gwildis (li.) ließ es im Filmmuseum Bendestorf regnen, Tommy Smidt (3. v. li.) freute sich über die gute Stimmung
- Foto: Christina Michow
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Große Bühne im kleinen Kino: Musiker Stefan Gwildis und Pianist Matthias Stötzel traten im ausverkauften Filmmuseum Bendestorf auf. Bei der „Hans-Albers-Gala“ begeisterten sie mit Geschichten, Songs und Humor – von „La Paloma“ bis „Reeperbahn nachts um halb Eins“. Veranstalter Tommy Smidt vom Freundeskreis Filmmuseum sprach von einem Abend voller Atmosphäre und Nostalgie.
Ein Hauch von Hamburgs Bühnenwelt zog durch das Filmmuseum Bendestorf: Sänger Stefan Gwildis und Pianist Matthias Stötzel sorgten bei der „Hans-Albers-Gala“ für ein ausverkauftes Haus und stehende Ovationen. Veranstalter war der Freundeskreis Filmmuseum unter Leitung von Tommy Smidt, dem es nach einem Jahr intensiver Planung gelungen war, den prominenten Künstler nach Bendestorf zu holen.
Stötzel, langjähriger musikalischer Begleiter von Gwildis, spielte bei der Organisation eine entscheidende Rolle. Beide sind auch im St. Pauli Theater regelmäßig gemeinsam zu sehen und treten demnächst bei „St. Pauli Theater meets Elbphi“ in der Elbphilharmonie auf. Gwildis, der inzwischen die Rolle des „Johnny Kröger“ in der „Großen Freiheit Nr. 7“ übernommen hat, verband Musik, Humor und Erinnerungen zu einer stimmungsvollen Hommage an Hans Albers.
Zum Auftakt der Veranstaltung führte Tommy Smidt mit beiden Künstlern ein kurzweiliges Gespräch über deren Bühnenleben. Gwildis und Stötzel betonten, dass kleine, intime Veranstaltungsorte wie das Bendestorfer Produzentenkino eine besondere Nähe zum Publikum schaffen – eine Atmosphäre, die große Konzerthallen nicht bieten können.
Musikalisch sorgte die Nummer „Hamburg im Regen“ für einen Höhepunkt: Gwildis wandelte mit einem Regenschirm durch den Saal, aus dem dank einer geschickt versteckten Wasserflasche feiner Sprühregen fiel – zur Freude der Gäste. Natürlich fehlten auch die Klassiker von Hans Albers nicht. Bei „La Paloma“ sang das Publikum lautstark mit, und „Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins“ ließ den Kinosaal im Takt schunkeln.
Nach dem Konzert nahmen sich beide Künstler im Forum des Museums Zeit für Gespräche und Autogramme. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, signierte CDs zu erwerben – ein Abend, der Musik, Filmgeschichte und norddeutschen Charme eindrucksvoll vereinte.
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