Bendestorf: Geflüchtete helfen
Kennenlernen bei der Arbeit
- Halfen ganz praktisch mit Schaufel und Schubkarre: Neu-Bendestorfer Hektor Romero, Abdullah Sanli, Jose Escobar, Fredy Salazar und Hollmann Lopez
- Foto: Tommy Smidt
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
„Bei der gemeinsamen Arbeit lernt man sich am besten kennen und verstehen“, meint Tommy Smidt, Vorsitzender des Freundeskreises Filmmuseum Bendestorf. So wurde der Arbeitseinsatz von Abdullah Sanli, Jose Escobar, Fredi Salazar, Hollmann Lopez und Hektor Romero für den Verein Freunde des Filmmuseums Bendestorf zum Gewinn für alle.
Die fünf Männer aus Kolumbien, die derzeit im Containerdorf an den Beckwiesen wohnen, halfen, das Gelände des Filmmuseums auszubauen und den Eingang zu pflastern. Ein Stück vom Außengelände müssen die Vereinsmitglieder in Eigenarbeit fertigstellen, und dafür mussten zwölf Quadratmeter Boden ausgehoben und dann wieder mit Sand aufgefüllt werden. Die Kolumbianer konnten durch ihren ehrenamtlichen Einsatz ihrem Wohnort etwas zurückgeben.#%Die Hilfsanfrage des Vereins war vom Betreuer der Bendestorfer Unterkunft, Henning Eberhardt, sofort aufgegriffen worden. "Die jungen Männer haben alle noch keine Arbeitserlaubnis, dürfen aber gerne gemeinnützige Arbeit verrichten", erklärte Eberhardt. Sie ergriffen freiwillig Schubkarre und Schaufeln und legten los. Der Filmmuseumsverein bedankte sich mit einem geselligen Beisammensein bei Pizza und Cola.
Der Freundeskreis Filmmuseum möchte auch den Familien im Containerdorf unterhaltsame Abwechslung bieten. So stimmte man dem Vorschlag von Henning Eberhardt sofort zu, für sie einen Film zu zeigen, der kein großes Sprachverständnis erfordert, aber das Thema „Fremdsein“ behandelt. Die französische Komödie „Ein Dorf sieht schwarz“ handelt von einem schwarzafrikanischen Arzt, der als Hausarzt in einem kleinen südfranzösischen Dorf mit den Eigenarten der schrulligen Einwohner klarkommen muss und dort heimisch wird.
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