Bendestorf: Unterricht im Museum
Schüler diskutieren mit Filmmemacher Dermühl
- Der Bendestorfer Peter Dermühl diskutierte mit Schülern der Oberschulklasse 10e über seinen Film
- Foto: Tommy Smidt
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Schüler sind oft nicht so oberflächlich, wie manche meinen: Kürzlich besuchte die Klasse 10e der Horizonta-Oberschule Jesteburg das Filmmuseum Bendestorf - und zeigte sich überraschend gut informiert und diskussionsfreudig zum Thema Nazizeit.
Die Klassenlehrerin und stellvertretende Schulleiterin Nadine Ohmann war sehr erfreut gewesen, als Tommy Smidt, Vorsitzender des Vereins Freunde des Filmmuseums Bendestorf, sie und ihre Klasse ins Filmmuseum als außerschulischen Lernort einlud. Die Schüler sahen dort den Film „Max Mannheimer – ich kann nicht hassen“, ein Porträt eines Holocaust-Überlebenden, der den Kontakt mit der Jugend suchte, um gegen das Vergessen der NS-Zeit zu kämpfen.
Anschließend wurde über das Gesehene diskutiert, "recht engagiert", berichtet Smidt. Die 10e war gut vorbereitet und nahm deshalb die Gelegenheit wahr, mit Filmemacher Peter Dermühl zu diskutieren. Dermühl hatte den Film als bayrischer TV-Journalist mit Iris Berben als Moderatorin gedreht und konnte sehr viel Hintergrundinformation zur Entstehungsgeschichte des Films liefern.
Die Schüler zeigten sich sehr interessiert und aufgeschlossen, viel über die Zeit des Nationalsozialismus zu erfahren – erfreulich vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage mit vielen neuen Rechtsradikalen in Deutschland. Die Schüler interessierten sich aber auch für journalistische Fragestellungen, wie z.B. mögliche positive und negative Wirkungen eines Films. Smidt: „Das ist genau ein Teil unserer medienpädagogischen Arbeit hier. Zum Beispiel die Frage: Warum waren einige Parteien mit ihrer Wahlwerbung so erfolgreich über die sozialen Medien?“
Dermühl beantwortete auch persönliche Fragen wie: „Welches war Ihr schlimmstes und schönstes Erlebnis als Journalist?“ Dermühls charmante Antwort: „Der Vormittag heute mit euch zählt für mich zu den wunderbaren Erlebnissen eines Journalisten.“
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