Viel mehr als nur eine Reise

Mädchen und Jungen aus Gomel mit ihren Dolmetschern bei ihrem Aufenthalt in Büsum
  • Mädchen und Jungen aus Gomel mit ihren Dolmetschern bei ihrem Aufenthalt in Büsum
  • Foto: D. Leopold
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25 Kinder aus Weißrussland erleben dank vieler Unterstützer unbeschwerte Ferien in Norddeutschland.

(mum). Vier Wochen haben 25 Mädchen und Jungen aus Gomel bei Tschernobyl sorglose Ferien im Kirchenkreis Hittfeld verbracht. Nun ging es zurück Weißrussland: „Spasiba“ (Danke), sagten die Kinder ihren Gasteltern am Tag der Abreise für unbeschwerte Tage, schöne Ausflüge und Erlebnisse.
Seit 1991 lädt die evangelische Landeskirche Kinder aus Weißrussland für Ferien zu sich ein - seit dieser Zeit nehmen auch Gasteltern des Kirchenkreises Hittfeld Kinder auf. Die Jungen und Mädchen kommen aus der durch das Reaktorunglück immer noch stark radioaktiv verseuchten Region um Tschernobyl.
Die Kinder haben in den vier Wochen viel erlebt: Großen Spaß hatten sie unter anderem beim Klettern und Kegeln bei Blau-Weiss Buchholz. „Im Jesteburger Märchenwald versorgte uns Ingo Guthsmuths mit Würstchen“, sagt Anne Leopold. Seit Jahren nehmen ihr Mann Dieter und sie Kinder aus Gomel auf. Ein Höhepunkt war wieder die einwöchige Reise nach Büsum. Die jodhaltige Luft ist für die Jungen und Mädchen sehr wichtig und tut ihrer Gesundheit gut. „Seit vielen Jahren freuen wir uns über die Spende vom Rotary-Club Buchholz für die Freizeitgestaltung in Büsum“, sagt Dieter Leopold.
Die Ferienaktion wird von Vereinen, Geschäftsleuten aus dem Landkreis und Einrichtungen mit Sachspenden und freiem Eintritt unterstützt: „Auf dem Bauernhof Menke in Asendorf hatten die Kinder viel Freude mit den Pferden. Und auch die Buchholzer Löns Apotheke und die Mühlen-Apotheke aus Holm-Seppensen helfen uns“, so Leopold. „Beim Spielhörnchen in Buchholz werde ich immer gefragt, ob das Jahr schon wieder vorbei ist. Und dann dürfen wir uns ein Spielzeug für die Kinder aussuchen“, sagt Anne Leopold. „Wir danken auch der Bäckerei Weiss, die die Kinder mit Brot und Kuchen nach dem Klettern und Toben versorgt hat“, so Dieter Leopold. In den Schwimmbädern in Buchholz und in Jesteburg hatten die Kinder freien Eintritt, auch dies hilft der Aktion sehr. „Ausgelassen hüpften und sprangen die Kinder in der Spielscheune in Neu Wulmstorf, die evangelische Jugend in Hollenstedt organisierte eine Disco für uns, und Familie Basedahl aus Hollenstedt lud uns zum Grillen ein“, sagt Anne Leopold. Ein großer Dank geht an die evangelische Jugend Jesteburg, die das Benefizkonzert „Rock’n Roll für Tschernobyl“ organisierte und die Einnahmen für die Ferienaktion spendete, sowie an das Tostedter DRK-Kaufhaus Fundus, das den Aufenthalt mit 1.000 Euro förderte.
• Um den Kindern vier unbeschwerte Ferienwochen und auch den für ihre Gesundheit wichtigen Aufenthalt am Meer zu ermöglichen, ist der Kirchenkreis Hittfeld dringend auf Spenden angewiesen. Wer den Ferienaufenthalt unterstützen möchte, kann gern einen Betrag spenden: Spendenkonto: DE69 2075 0000 0007 0066 12, Sparkasse Harburg-Buxtehude, Verwendungszweck: Kinder aus Weißrussland.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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