"Einseitige Kultur-Förderung!"

UWG-Chef Hansjörg Siede
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Panorama

Corona-Geschehen im Landkreis Harburg
Zwei weitere Tote im Seniorenheim

(os). Der Landkreis Harburg meldete am Montag, 19. Oktober, zwei weitere Corona-Tote. Sie waren Bewohner des Seniorenheims "Haus an den Moorlanden" in Neu Wulmstorf, in dem sich Ende September zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Damit wurden im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch in dem Seniorenheim bislang zehn Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden dem Landkreis Harburg am Montag exakt 1.000 bestätigte Corona-Fälle...

UWG Jes! will neue Richtlinien / CDU fordert neue Gewerbeflächen und einen „City-Manager“.

mum. Jesteburg. Vor gut einem Jahr lud die UWG Jes! zu Vorträgen über ein zeitgemäßes Kulturverständnis ein. Jetzt stellt die Wählergemeinschaft nach weiteren Gesprächen vor, wie die Anregungen von Kulturwissenschaftler Dr. Benno Haller und der freischaffenden Künstlerin Loretta Wollenberg in die Jesteburger Kulturpolitik einfließen könnten. „In der letzten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Kultur und Wirtschaft wurden wir aufgefordert, unsere Vorstellungen zu präzensieren“, so Hansjörg Siede, Vorsitzender der UWG Jes. Aus Sicht der Wählergemeinschaft sei die jetzige Richtlinie zur Kunst- und Kulturförderung einseitig ausgerichtet, die Mittelvergabe nicht immer nachvollziehbar und viele Kulturschaffende würden von einer Förderung ausgeschlossen. Das wollen Siede und seine Mitstreiter ändern und haben für die WTK-Sitzung am heutigen Mittwoch, 26. April, ab 19 Uhr im Sitzungsraum der Seniorenbegegnungsstätte (Sandbarg) gleich mehrere Anträge gestellt.
„Auf unseren regelmäßigen Frühschoppen erhielten wir viele Hinweise, wo unser Dorf liebenswerter zu gestalten sei“, so Siede. „Ob die Öffnungszeiten für die Toilettenanlage an der Lisa-Kate oder die Verschandelung historischer Gebäude durch gedankenlose Installationen - wir bringen diese Themen mit unseren Anträgen in die öffentliche Diskussion ein.“ Außerdem will die Wählergemeinschaft auch die Ausstattung des neuen Multifunktionsraums im Schützenhaus vorantreiben. „Viele Kulturschaffende haben uns bestätigt, dass der neue Raum nur dann sinnvoll genutzt werden kann, wenn eine Licht- und Tonanlage installiert ist. Eine Theateraufführung ohne Beleuchtung oder eine Lesung, eine Party oder eine großes Familienfest ohne ausreichende Beschallung machen in diesem großen Raum wenig Sinn“, so Siede. Deshalb hat die UWG beantragt, dass der Raum entsprechend nachgerüstet wird. Die UWG Jes! hofft, dass dieser neu geschaffene Raum von den Bürgern angenommen wird und dadurch auch die Schützen wieder stärker in das Dorfleben miteinbezogen werden. „Festplatz, Schützenhaus, Naturbühne und Multifunktionsraum, die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren viel Geld investiert, um das Jesteburger Dorfleben voranzubringen. Jetzt gilt es, diese Institutionen miteinander zu verbinden“, so Siede.
• Wirtschaftliche Themen beschäftigen hingegen CDU und SPD. In einem gemeinsamen Antrag fordern die Parteien, die Prüfung von zusätzlichen Flächen für Gewerbeansiedlungen. „Das bestehende Gewerbegebiet bietet keine freien Flächen mehr. Gleichzeitig gibt es zumindest zwei in Jesteburg bereits ansässige Firmen, die Erweiterungsbedarf angezeigt haben“, sagt CDU-Fraktionschefin Britta Witte. Zusätzlich würden weitere Anfragen von Unternehmen vorliegen, die sich in Jesteburg ansiedeln möchten. „Unabhängig von den konkret vorliegenden Anfragen, muss es Ziel der Gemeinde sein, ein bestimmtes Vorratspotenzial an Gewerbeflächen vorzuhalten“, so Witte.
• In einem weiteren Antrag regt die CDU an, einen „City-Manager“ zu beschäftigen (das WOCHENBLATT berichtete). „Leider sehen wir die Entwicklung von sanierungsbedürftigen Immobilien, hohen Mieten und nicht nachvollziehbarem Leerstand ja schon etwas länger“, so Witte. Die Vorsitzende des Bauausschusses reagiert damit auch auf die Kritik von Anja Sauermann. Die Inhaberin des Damen-Fitness-Studios „Beautyworld AS“ hatte im WOCHENBLATT gefordert, dass sich Politik, Immobilienbesitzer und Mieter zusammensetzen sollen.
Britta Witte hält nichts von der SPD-Idee, dass die Gemeinde neuen Einzelhändlern im Ort mit der Übernahme der ersten Jahresmiete unter die Arme greifen soll. Aber: „Zumindest für die Sanierung von Immobilien bietet die Städtebauförderung einige Chancen“, so Witte. „Wir denken, dass das Thema Wirtschaft einen höheren Stellenwert in der Gemeinde einnehmen muss.“

UWG-Chef Hansjörg Siede
CDU-Chefin Britta Witte
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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