Am Mittwoch tagt Jesteburger Gemeinderat
Hans-Jürgen Börners Antrag ist ein klassisches Eigentor

Gut gemacht und selbst finanziert: der Informationsbrief von Bürgermeister Bernd Beiersdorf
  • Gut gemacht und selbst finanziert: der Informationsbrief von Bürgermeister Bernd Beiersdorf
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Der Jesteburger Gemeinderat kommt Mittwoch zusammen. 

Wenn das kein klassisches Eigentor des Jesteburger Ratsherren Hans-Jürgen Börner (SPD) ist? Gewohnt spitz formulierte der ehemalige TV-Moderator einen Antrag unter dem Titel "Das Projekt Rats-Post wird realisiert". Dabei handelt es sich um ein Mitteilungsblatt, das an alle Haushalte geht. Im Antrag heißt es: "Die Gemeinde Bendestorf hat ein gleichartiges Projekt im Januar 2020 umgesetzt. Es ist nicht ersichtlich, warum der Gemeinderat Jesteburg vor Jahren schon einen entsprechenden Beschluss gefasst hat und die Verwaltung für die Gemeinde Jesteburg diesen Beschluss nicht umsetzen kann. Die bisher vorgeschobenen Gründe sind nicht stichhaltig."

Hätte Börner doch nur zum Telefon gegriffen und bei Bendestorfs Bürgermeister Bernd Beiersdorf nachgefragt. Er hätte seinen Antrag bestimmt nicht auf diese scharfe Weise formuliert. Denn die zugegeben sehr gute Zeitung, die Beiersdorf herausbringt, um die Bendestorfer unter anderem über aktuelle Projekte zu informieren, produziert der Bürgermeister ganz allein. "Da gehen schon einige Stunden Zeit drauf", sagt Beiersdorf auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Und die Kosten für den Druck zahlt der Bürgermeister zudem auch noch aus eigener Tasche. Nur die Kosten der Verteilung, die übrigens auch vom Bürgermeister organisiert wird, übernimmt die Gemeinde. Beiersdorf hatte die Idee des Bürgermeister-Briefes nach seiner Wahl von seinem Vorgänger Hans-Peter Brink aufgegriffen.

Vor diesem Hintergrund sollte sich Hans-Jürgen Börner bei seiner Ehre gepackt fühlen. Wie wäre es, wenn er künftig seine eigene "Börner-Post" veröffentlicht? Immerhin stellt doch auch seine Partei mit Udo Heitmann den Bürgermeister in Jesteburg. Aber, verehrter Herr Börner: Die Kosten tragen dann bitte auch Sie.
Sascha Mummenhoff

36 Punkte auf der Tagesordnung
Diejenigen, die die Ratssitzung am heutigen Mittwoch, 27. Mai, miterleben möchten, sollten sich ein gutes Kissen mitbringen, um zumindest komfortabel zu sitzen. Insgesamt 36 Tagesordnungspunkte werden diskutiert. Darunter auch der Antrag von Hans-Jürgen Börner zum Thema "Rats-Post". Die anderen Themen haben allerdings deutlich mehr Gewicht - und Inhalt. Unter anderem geht es um die Entwicklung des Reitplatzgeländes und den Neubau der Grundschule Jesteburg. Auch der Deal zwischen Gemeinde, Jürgen Meyer und Steffen Lücking (Kreisel-Grundstück, Erschließung Sandbarg-Quartier und Kita-Neubau) kommt zur Abstimmung. Ebenfalls diskutiert der Rat die Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (an der Straße Brettbeekskoppeln sollen zwei Geschosswohnungsbauten und 13 Reihenhäuser entstehen).
• Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Schützenhaus.

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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