Das Alte Land im Japan-TV

Museumsleiter Dieter-Theodor Bohlmann erklärt die Geschichte der Brauttür
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bc. Jork. In Hamburg und Umgebung kennt das Alte Land (fast) jeder, in Bayern nimmt der Bekanntheitsgrad schon ab, aber in Japan? In Fernost dürften nur ausgewiesene Apfelexperten über die Kulturlandschaft Bescheid wissen. Wenn da nicht der umtriebige Dieter-Theodor Bohlmann wäre.

Der Leiter des Museums Altes Land hat im Jorker Geschichtshaus ein japanisches TV-Team empfangen. In der Sendereihe "Deutsch für Japaner" erklärt er den Menschen im Land der Kirschblüte Altländer Brauchtümer.

Besonders interessant fanden die Japaner die Geschichte der prunkvollen Brauttüren, die nur von innen geöffnet werden können. "Sie sind ein charakteristisches Merkmal traditioneller Altländer Häuser", erklärt Bohlmann. Die Tür führte in die Kofferkammer, die Schatzkammer des Hauses, in der die wertvollsten Kostbarkeiten der Familie aufbewahrt wurden.

Die Brauttür wurde nur zu drei Anlässen geöffnet: Wenn der Bräutigam seine Braut über die Schwelle trug. Im Todesfall, wenn der Leichnam eines Familienmitgliedes aus dem Haus gebracht wurde. Und im Notfall, wenn Wertgegenstände bei einem Brand schnell aus dem Haus geschafft werden mussten. Bohlmann: "Die Japaner waren fasziniert von der Geschichte."

Museumsleiter Dieter-Theodor Bohlmann erklärt die Geschichte der Brauttür
Der Beitrag wird in der Sendereihe "Deutsch für Japaner" ausgestrahlt

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