Keinen Wucher mit den Tests
Ab 11. Oktober sind Corona-Tests kostenpflichtig. Wer testet noch - und was muss man zahlen?

Vorsitzender Arno Reglitzy und Personalmanagerin Silke Guddat versprechen, dass Blau-Weiss Buchholz gemeinsam mit seinen Partnern das Testzentrum weiter betreibt
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(as). Mit dem Stäbchen in der Nase herumrühren, dann in die Testlösung, auf den Streifen tropfen und abwarten, 15 Minuten später hat man das Ergebnis. Corona-Schnelltests gehören mittlerweile zum Alltag.
Seit März konnten sich die Bürger mittels eines Antigen-Schnelltests kostenlos auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen lassen. 3,7 Milliarden Euro hat der Bund bislang für die kostenlosen Bürgertests aus Steuergeldern gezahlt. Doch damit ist jetzt Schluss: Ab Montag, 11. Oktober, muss jeder, der sich an einer Teststation testen lässt, selbst dafür aufkommen. Vorab war die Angst groß, dass nun mit den Testungen Wucher betrieben wird. Zumindest auf die Landkreise Harburg und Stade trifft das nicht zu: Hier wird es weiterhin auch bezahlbare Angebote geben.

Apotheker Alexander Stüwe betreibt seit März mit seiner Brücken Apotheke gemeinsam mit dem Modehaus Stackmann, dem Altstadtverein Buxtehude und der Hansestadt Buxtehude ein Corona-Schnelltestzentrum in Buxtehude (www.apobuxte.de/testzentrum). In der Hochphase haben sich dort 900 Menschen täglich testen lassen. Jetzt sind es etwa 100 Schnelltests, die seine Mitarbeiter pro Tag durchführen. Das Testzentrum deshalb zu schließen, kommt für ihn nicht in Frage. "Die Nachfrage ist zwar gesunken, aber wir bleiben da, solange wir gebraucht werden!", verspricht Stüwe.

Damit der Betrieb des Testzentrums sich noch rechnet, hat er bereits die Öffnungszeiten eingeschränkt. Zukünftig wird nur noch an sechs Tagen vormittags getestet. Auch was die Preisgestaltung angeht, sieht sich der Apotheker in der Verantwortung. "Wir wollen jedem die Chance bieten, sich testen zu lassen", betont Alexander Stüwe. Er berechnet für eine Testung inklusive Zertifikat pro Person 15 Euro. Sollte die Nachfrage wieder steigen, könnte der Preis noch günstiger werden. Die Bezahlung muss vorher in der Brücken Apotheke erfolgen. Demnächst soll auch online bezahlt werden können.

Auch für Arno Reglitzky, Vorsitzender des Buchholzer Sportvereins Blau-Weiss, ist klar: "Wir machen weiter!" Blau-Weiss betreibt gemeinsam mit Procomcure Biotech und dem Mediziner Dr. Emre Esmer das Drive-in-Testzentrum am Holzweg in Buchholz (www.blau-weiss-buchholz.de/de/Corona/Drive-In-Testzentrum). "Unser Ziel ist es, zumindest bis zum Jahresende das Testzentrum aufrechtzuerhalten", sagt Reglitzky. Etwa 100 bis 150 Kunden am Tag sind nötig, damit der Betrieb wirtschaftlich bleibt. Reglitzky ist zuversichtlich: "Der Bedarf ist nach wie vor da." Derzeit werden am Holzweg zwischen 400 und 600 Personen täglich getestet.

Das Testzentrum ist montags bis donnerstags von 6 bis 19 Uhr geöffnet, am Freitag bis 20 Uhr. Samstags wird von 9 bis 19 Uhr getestet, Sonntags von 9 bis 14 Uhr. Der Preis ist knapp kalkuliert: mit 12,90 Euro für einen Schnelltest liegt das Testzentrum nur geringfügig über den 11,50 Euro, die das Bundesgesundheitsministerium den Anbietern zuvor erstattet hat. Der PCR-Test wird 79 Euro kosten. Es gibt aber noch eine weitere Variante, die in Buchholz angeboten wird: der sogenannte "Party-PCR-Test". Der ist mit 19,90 Euro deutlich günstiger. "Der Party-PCR-Test ist genauer als ein Schnelltest und bietet sich zum Beispiel für private Feiern an. Er soll in Zukunft aber auch von einigen Fluggesellschaften akzeptiert werden", berichtet Reglitzky. Bezahlt wird online bei der Anmeldung oder bar an der Teststelle. Das gilt auch für Menschen, die Anspruch auf einen kostenlosen Test haben - die Testgebühr wird ihnen dann rückwirkend von der Krankenkasse erstattet.

Neben Testzentren und Apotheken gibt es auch niedergelassene Ärzte, die Corona-Tests durchführen. "Die Praxen können Tests anbieten, müssen es aber nicht", betont Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. "Wir gehen davon aus, dass die Arztpraxen, die jetzt testen, die Testungen ab dem 11. Oktober weiterführen. Diese müssen dann aber von den Bürgerinnen und Bürgern aus eigener Tasche bezahlt werden." Generell gratis bleiben Corona-Tests laut Haffke für Menschen, die sich z.B. aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. In diesen Fällen übernimmt die KVN die Abrechnung.

Preise
Die Gestaltung der Kosten für Corona-Tests überlässt das Gesundheitsministerium den Anbietern. Aktuell erstattet der Bund 11,50 Euro für Schnelltests und 43,56 Euro für PCR-Tests - so viel werden die Tests den Verbraucher vermutlich mindestens kosten. Am Flughafen Hamburg beispielsweise kostet ein Antigen-Schnelltest derzeit 29 Euro, der PCR-Test, je nachdem wie schnell das Ergebnis benötigt wird, zwischen 59 und 199 Euro.

Kostenlose Tests
Es gibt jedoch Ausnahmen. Kinder unter zwölf Jahren werden laut Bundesgesundheitsministerium weiter mindestens einmal die Woche kostenlos getestet. Bis zum 31. Dezember gilt das auch für alle, die zum Zeitpunkt der Testung noch minderjährig sind. Auch wer sich aus medizinischen Gründen bislang nicht impfen lassen konnte, z.B. Schwangere, muss für den Test nicht bezahlen. Das gilt auch für das Freitesten nach einer angeordneten Quarantäne. Für die kostenlosen Tests ist das Attest eines Arztes notwendig.

Teststationen
Folgende Internetseiten bieten einen Überblick über Anbieter von Schnell- und PCR-Tests:
Landkreis Harburg: schnelltest.landkreis-harburg.de
Landkreis Stade: www.landkreis-stade.de, Suchwort Corona
Apotheken: www.mein-apothekenmanager.de/apothekensuche (bei "Serviceleistungen" "COVID-19 Schnelltest" anwählen)
Ärzte: www.arztauskunft-niedersachsen.de (bei "Besonderheiten" "Corona-Schnelltest" anwählen).

Selbsttest, Antigen oder PCR?

PCR-Tests sind laut Bundesgesundheitsministerium der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal – die Auswertung durch Labore. Das Ergebnis ist 48 Stunden gültig.

Antigen-Schnelltests tragen ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt, denn die Auswertung erfolgt direkt vor Ort. Antigen-Schnelltests können durch geschultes Personal durchgeführt werden – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Das Ergebnis ist 24 Stunden gültig.

Selbsttests kann jeder selber machen, zum Beispiel zu Hause. Sie reichen bei 3G allerdings nicht als Nachweis.

Vorsitzender Arno Reglitzy und Personalmanagerin Silke Guddat versprechen, dass Blau-Weiss Buchholz gemeinsam mit seinen Partnern das Testzentrum weiter betreibt
Apotheker Alexander Stüwe will weiterhin Corona-Tests anbieten
Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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