Straßen, Bahn und andere Infrastruktur
Das große WOCHENBLATT-Sommerinterview mit dem Stader Landrat Kai Seefried

Stades Landrat Kai Seefried (re.) im Gespräch mit WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Jörg Dammann | Foto: Florian Obst
  • Stades Landrat Kai Seefried (re.) im Gespräch mit WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Jörg Dammann
  • Foto: Florian Obst
  • hochgeladen von Jörg Dammann

Weitere Artikel zu Kai Seefried

Politik

Behördendrama an der Lühe in fünf Akten
Gegenwind im Alten Land – oder die Vermessung des breiten Striches

Es gibt Dramen, die dauern zwei Stunden und enden mit einem Todesfall. Und es gibt Dramen, die ziehen sich über Jahre hin, spielen in Sitzungssälen und Planungsbehörden und enden vermutlich vor dem Verwaltungsgericht. Das Windkraft-Drama im Alten Land gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Zur Erinnerung: Das klassische Drama besteht aus fünf Akten. Im ersten Akt werden die Figuren eingeführt. Im zweiten Akt verschärft sich der Konflikt. Im dritten Akt erreicht die Handlung ihren Höhepunkt. Im...

Politik
Auf dem Podium der Zukunftswerkstatt Raumordnung standen Landvolk-Kreisgeschäftsführer Christoph Wilkens (v. li.), Landwirt Marten Balthasar, Landrat Kai Seefried, Frank Havemann, Vorsitzender des Ausschusses für Klimaschutz, Umweltschutz und Regionalplanung,  reisbaurätin Madeleine Pönitz, Amtsleiter Simon Grotthoff sowie Dr. Stefano Panebianco vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg. | Foto: Landkreis Stade / Florian Obst
2 Bilder

Landkreis Stade setzt auf Bürgerdialog
Zukunftswerkstatt im Stader Kreishaus: Diskussion um Windkraft und Naturschutz

Wo sollen künftig neue Wohngebiete entstehen? Auf welchen Flächen ist die Natur besonders schützenswert? Und wo ist Platz für weitere Windparks? Antworten auf solche Fragen gibt das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP). In diesem Programm legen die Landkreise fest, wie mit der knappen Ressource Boden umzugehen ist. Im Landkreis Stade arbeitet die Verwaltung derzeit an einer Neuauflage des RROP. Etwa alle zehn Jahre muss diese planerische Grundlage für die Flächennutzungspläne  und...

Panorama
Übergabe der Nutria-Fallen an die Jäger | Foto: Daniel Beneke/LK Stade
4 Bilder

Deich-Buddler gefährden den Küstenschutz
200 neue Fallen: Landkreis Stade rüstet Jägerschaft im Kampf gegen Nutrias aus

Nutrias sehen ein wenig aus wie zu groß geratene Meerschweinchen, sind hervorragende Schwimmer und können mit ihren orangefarbenen Schneidezähnen durchaus putzig wirken. Doch bei Deichverbänden, Landwirten und Jägern schrillen die Alarmglocken, wenn der Name Nutria fällt. Denn die Nager haben eine unangenehme Angewohnheit: Sie buddeln. Und zwar ausgerechnet dort, wo besser niemand buddeln sollte – an Deichen und Uferböschungen. Damit die ungebetenen Tiefbauarbeiter künftig häufiger aus dem...

Politik
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) befasste sich bei seinem Besuch in Stade vor allem mit dem Thema Sicherheit | Foto: Daniel Beneke
25 Bilder

Weitere Themen waren Migration und Extremismus
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt in Stade: Sicherheit als zentrale politische Aufgabe

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) war am gestrigen Samstag, 22. August, zu Besuch in Stade. In der  komplett gefüllten Seminarturnhalle sprach er über Migration, Extremismus und Bevölkerungsschutz. Bei der anschließenden Talkrunde mit Landrat Kai Seefried und CDU-Bürgermeisterkandidat Arne Kramer ging es vor allem um die Sicherheitslage in Stade. Denn in der Hansestadt wird seit Langem intensiv darüber diskutiert, wie sicher der öffentliche Raum ist. Wiederholte Attacken auf...

Politik
Kurze Verschnaufpause auf dem Elbdeich: Stades Landrat Kai Seefried und Frau Julia genießen die morgendliche Joggingrunde | Foto: jd
Video 4 Bilder

Beim Laufen hat er die besten Ideen
Stader Landrat mit Weitblick: So startet Kai Seefried in seinen Arbeitstag

Sechs Uhr morgens auf dem Deich bei Assel. Eine frische Brise weht von der Elbe herüber, die Luft ist klar und Stille liegt über der weiten Landschaft Kehdingens. Einen Moment später tauchen Landrat Kai Seefried und seine Frau Julia am Deichfuß auf – beide in flotter Laufmontur. Sie nähern sich mit federnden Schritten der Deichkrone. Fünf Kilometer beträgt ihr Rundkurs, der sie von der Haustür in Richtung Deich und wieder zurück führt. Für den Landrat ist diese halbe Stunde am Morgen mehr als...

Wirtschaft

Modellprojekt soll fortgesetzt werden
Ein "Engel" für Stade: Ehemaliger Dow-Manager engagiert sich für den Chemie- und Industriestandort

Der Chemie- und Industriestandort Stade soll fit für die Zukunft gemacht werden. Dabei geht es nicht nur darum, die bestehenden Betriebe vor Ort zu halten. Die Rahmenbedingungen sollen so gestaltet werden, dass Stade noch attraktiver für neue Unternehmen wird. Im Mittelpunkt steht dabei ein Modellprojekt, das vor drei Jahren gestartet wurde. Damals kamen Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften, Verwaltung und Verbänden gemeinsam mit dem damaligen niedersächsischen Wirtschaftsminister...

Politik

Landrat lädt zur "Zukunftswerkstatt" ein
Wie soll sich der Landkreis Stade entwickeln? Bürgerdialog zum künftigen Raumordnungsprogramm

Aktuelle Themen diskutieren und die Entwicklung der Region aktiv mitgestalten: Das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Landkreis Stade“. In der nächsten Ausgabe des Formats geht es um das Thema Raumordnung. Anlass ist die derzeit laufende Überarbeitung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP). Los geht es am Montag, 18. Mai, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses. Grundlage für Pläne der Kommunen Das RROP legt die Grundlagen für die Entwicklung der Städte und...

Politik

Straßen, Bahn und andere Infrastruktur
Das große WOCHENBLATT-Sommerinterview mit dem Stader Landrat Kai Seefried

Die Energiewende, wichtige Verkehrsprojekte und die Zukunft der Infrastruktur: An großen Themen mangelt es auch im Landkreis Stade nicht. WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Jörg Dammann traf den Stader Landrat Kai Seefried am Rande der Veranstaltung zum Tunneldurchstich der ElbX-Querung für die SuedLink-Leitung in Wischhafen. Im Interview spricht Seefried über Fortschritte bei zentralen Projekten, aber auch über Baustellen, bei denen es aus seiner Sicht schneller vorangehen muss. Und zum Schluss geht...

Panorama
Vorstellung der Plapperkisten in der Bücherei Elbmarsch mit Angelika Brauns (Leiterin der Büchereizentrale), Kai Seefried (Vorsitzender der Büchereizentrale), Kathrin Wagner-Bockey (Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elbmarsch), Claudia Taghipourian Farzinloo (Leiterin der Bücherei Elbmarsch) und Dr. Frank Corleis (Leiter des SCHUBZ-Umweltbildungszentrums) | Foto: Büchereizentrale
2 Bilder

Neues Büchereiangebot in der Elbmarsch
Stader Landrat kam in ehrenamtlicher Funktion in den Landkreis Harburg

Kürzlich war Stades Landrat Kai Seefried zu Besuch im Landkreis Harburg. Es handelte sich allerdings nicht um einen klassischen dienstlichen Termin, die ein Hauptverwaltungsbeamter täglich hat. Seefried kam in Ausübung eines seiner zahlreichen Ehrenämter, die er mit dem Landratsposten quasi mit übernommen hat, in den Nachbarkreis. Seefried ist Vorsitzender des Büchereiverbandes Lüneburg-Stade. In dieser Eigenschaft stellte er jetzt in der Bücherei der Samtgemeinde Elbmarsch ein neues Angebot...

Die Energiewende, wichtige Verkehrsprojekte und die Zukunft der Infrastruktur: An großen Themen mangelt es auch im Landkreis Stade nicht. WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Jörg Dammann traf den Stader Landrat Kai Seefried am Rande der Veranstaltung zum Tunneldurchstich der ElbX-Querung für die SuedLink-Leitung in Wischhafen. Im Interview spricht Seefried über Fortschritte bei zentralen Projekten, aber auch über Baustellen, bei denen es aus seiner Sicht schneller vorangehen muss. Und zum Schluss geht es um eine ganz besondere „Buckelpiste“ in seiner Kehdinger Heimat.

WOCHENBLATT: Herr Landrat, wir stehen hier in Wischhafen auf der Baustelle von ElbX, dem SuedLink-Tunnel unter der Elbe. Warum sind Sie heute hier?

Kai Seefried: Wir feiern hier heute den Tunneldurchschlag. Mit dem „SuedLink“ entsteht eine der wichtigsten Stromverbindungen Deutschlands – und sie führt mitten durch den Landkreis Stade. Nun ist ein entscheidendes Etappenziel des Projekts erreicht: Die Elbquerung zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen ist fertiggestellt. Die Tunnelbohrmaschine „Elsa“ hat die Elbe nach gut eineinhalb Jahren erfolgreich unterquert. Der rund 5.200 Meter lange Tunnel zählt zu den komplexesten Bauwerken der Erdkabelgleichstromleitung „SuedLink“. Er ist Sinnbild für die Energiewende – und dafür, dass es vorangeht bei uns in der Region.

WOCHENBLATT: Woran machen Sie das fest?

Kai Seefried: Da sind zum Beispiel die beiden Energietransportleitungen, die in rasantem Tempo entstehen. Die ETL 182 führt vom Knotenpunkt Elbe-Süd an der Elbquerung bei Lühesand über 87 Kilometer bis nach Achim. Die rund 18 Kilometer lange ETL 179.200 verbindet das künftige landbasierte Flüssiggas-Terminal mit dem Gasunie-Netz am Knoten Deinste. Beide Leitungen transportieren zunächst Erdgas. Die Rohre sind aber bereits vollständig für Wasserstoff ausgelegt. Zu den maßgeblichen Treibern der Energiewende, die über die Region hinausstrahlt, gehört bei uns aber auch nicht zuletzt die Chemieindustrie in Stade-Bützfleth („grüner Wasserstoff“), sondern auch die zukunftsweisende Flugzeugentwicklung rund um Airbus.
Das gilt ebenfalls für die Planung von Windparks auf vier Prozent der Landkreisfläche. Die Leistung der Windkraftwerke im Landkreis Stade erreicht bereits heute eine vergleichbare Größenordnung wie die des früheren Stader Kernkraftwerkes. Mit dem Bau des ersten landseitigen Flüssiggas-Terminals in Deutschland unterstreichen wir unsere Vorreiterrolle. Wir können und wollen unseren Beitrag zur Energiewende und zur Transformation der Industrie leisten. In Stade sind zahlreiche Chemieunternehmen angesiedelt, bei denen Produktlinien und Wertschöpfungsketten effizient aufeinander abgestimmt sind und deren Erzeugnisse die Grundlage für viele Industriezweige in Deutschland bilden. Wir wollen hier vor Ort zeigen, dass die Transformation gelingt.

Mega-Rohre und Mikro-Tunnel: Im Landkreis Stade wird an zwei Gaspipelines gebaut

WOCHENBLATT: Ganz in der Nähe, unweit Ihres Heimatortes Assel, soll bald auch ein Autobahn-Tunnel unter der Elbe hindurchführen. Warum setzen Sie sich für dieses Projekt ein?

Kai Seefried: Wir benötigen endlich eine westliche Elbquerung. Beinahe täglich gibt es stundenlange Staus – am Elbtunnel und an der Köhlbrandbrücke in Hamburg ebenso wie an der Elbfähre in Wischhafen. Das ist für Pendler und Lkw-Fahrer gleichermaßen eine Zumutung. Außerdem ist der Elbtunnel im Zuge der A 20 eine wichtige Chance zur wirtschaftlichen Entwicklung unseres Chemie- und Industriestandortes sowie der gesamten Region. Der Elbtunnel hat übrigens bereits seit einigen Jahren Baureife. Jetzt sollte man nicht mehr weiter abwarten! Gerade jetzt, wo wir uns hier anlässlich des Tunneldurchschlags des „SuedLink“ treffen, wäre es mir am liebsten, der Bohrer wird gleich an anderer Stelle für den Elbtunnel der A 20 neu angesetzt. Es sind so viele Millionen und so viele Jahre in die Planung geflossen. Es muss Schluss sein mit Zaudern und Zögern, und es muss endlich gebaut werden.

Elbfähre kontra Elbtunnel: Klage gegen Kehdinger Kreuz abgewiesen

WOCHENBLATT: Bereits kurz vor der Fertigstellung ist der langersehnte Anschluss der A 26 ans Hamburger Autobahnnetz. Nicht genutzt wird allerdings weiterhin die Abfahrt Buxtehude. Wie soll es hier weitergehen?

Kai Seefried: Meine Botschaft ist klar: Buxtehude braucht die Abfahrt „Buxtehude Mitte“. Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn die seit Jahrzehnten mit diesem Verlauf geplante Anschlussstelle nicht genutzt werden dürfte. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Planungen nachzubessern – so, wie es uns das Oberverwaltungsgericht aufgetragen hat. Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Verkehrsplanung, bei Fragen der Schallimmissionen und bei der Ausgestaltung der Anliegerstraßen. Es ist unser Ziel, mit den aktualisierten Fachgutachten und einer größtmöglichen Transparenz in dem anstehenden Verfahren die besten Lösungen für diesen so wichtigen Autobahnanschluss und für die Betroffenen zu finden.

WOCHENBLATT: Verbunden mit der geplanten Verlängerung der A 26 zum Kehdinger Kreuz soll auch das Industriegleis parallel zur Autobahn gebaut werden. Der Kreistag hat entschieden, bis zu 7,5 Millionen Euro bereitzustellen. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich aber auf rund 40 Millionen Euro. Wer soll das Delta aufbringen?

Kai Seefried: Zunächst einmal gehen wir davon aus, dass sich die Hansestadt Stade mindestens in derselben Größenordnung beteiligt wie der Landkreis Stade es zugesagt hat. Wir setzen aber auch darauf, dass Bund und Land sich hier engagieren. Die Eisenbahn-Infrastruktur ist Aufgabe des Bundes und für die Ertüchtigung der bestehenden Strecke – unter anderem an Bahnübergängen – müssten ohnehin in naher Zukunft gewaltige Summen aufgebracht werden. Dieses Geld wäre in einen Neubau sinnvoller investiert. Das Land Niedersachsen hat bei diesem Projekt aber auch eigene Interessen: einerseits an der positiven Fortentwicklung unseres Chemie- und Industriestandortes, andererseits an einer optimalen Anbindung des landeseigenen Stader Seehafens. Wir sind in guten Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium und der Staatskanzlei und zuversichtlich, zeitnah den Knoten durchschlagen zu können. Allen Beteiligten ist klar, wie wichtig dieses Projekt ist. Nur mit einem Neubau des Industriegleises parallel zur A 26 ist es möglich, die Güterzüge mit Chemikalien aus der Innenstadt zu bekommen und die dringend benötigten neuen Kapazitäten zu schaffen, denn das bisherige Gleis ist bereits nahezu restlos ausgelastet.

WOCHENBLATT: Ein Projekt, für das Sie seit Jahren kämpfen, steht nun kurz vor der Realisierung: die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Stade und Bremervörde. Was erhoffen Sie sich von diesem Vorhaben?

Kai Seefried: Die Wiederbelebung der Bahnverbindung zwischen Bremervörde und Stade ist ein Meilenstein für die Entwicklung des SPNV und der Attraktivität der Region. Die neue Regionalbahnlinie 34 wird mit Bremervörde und der Hansestadt Stade zentrale Orte verbinden und ein neues Mobilitätsangebot für viele Menschen schaffen. Gerade auch für die Kommunen entlang der Strecke, die über neue Bahnhöfe angebunden werden, ist diese Entwicklung eine große Chance. Künftig soll die Bahn in Bremervörde, Hesedorf, Mulsum-Essel, Fredenbeck, Deinste, Hagen, Riensförde und Stade halten. In Riensförde entsteht ein neuer Haltepunkt direkt am Bildungscampus. Die EVB als Betreiberin der Strecke geht davon aus, dass ab Dezember 2028 die neue Regionalbahnlinie starten könnte.

Bahn-Frust auf der Regionalexpress-Strecke: Stader Landrat platzt der Kragen

WOCHENBLATT: Gänzlich ohne positive Zukunftsperspektive präsentieren sich derzeit die von DB Regio und S-Bahn betriebenen Zugverkehre nach Hamburg. Wir haben erst vorige Woche ausführlich über die vor allem für die Pendler unzumutbare Situation berichtet. Welche Hebel können Sie hier in Bewegung setzen, um Verbesserungen herbeizuführen?

Kai Seefried: Ich erhalte täglich E-Mails von frustrierten Pendlern, die sich über die desolaten Zustände beschweren. Sie alle haben recht und ich kann ihre Enttäuschung und Frustration sehr gut nachvollziehen. Leider habe ich als Landrat hier keine direkten Eingriffsmöglichkeiten, da für die Unterhaltung der Strecke und den Betrieb der Bahnlinien verschiedene Unternehmen des Bahn-Konzerns zuständig sind. Ich lege allerdings immer wieder den Finger in die Wunde, um auf die Probleme hinzuweisen und Verbesserungen einzufordern. Ob in den Sitzungen des HVV-Aufsichtsrates oder in Gesprächen mit dem S-Bahn-Vorstand: Es vergeht keine Gelegenheit, bei der ich diese Themen nicht adressiere. Dazu habe ich Anfang August auch Kontakt zur Konzernbevollmächtigten der Bahn für Norddeutschland, Ute Plambeck, aufgenommen und ihr in eindringlichen Worten die Situation hier vor Ort geschildert, die wir alle – und allen voran die Bahn – so nicht akzeptieren dürfen.

WOCHENBLATT: Zum Schluss eine zugegebenermaßen etwas freche Frage: Ich war gerade selbst auf Kehdingens Kreisstraßen unterwegs – und hatte dabei streckenweise ein echtes Offroad-Erlebnis. Wann können Autofahrer hier mit besseren Straßen rechnen? Oder sollte man den jetzigen Zustand lieber gleich unter Denkmalschutz stellen?

Kai Seefried: Natürlich weiß ich auch aus eigener Erfahrung um den schlechten Zustand etlicher Kreisstraßen – insbesondere in meiner Kehdinger Heimat. Über viele Jahre ist hier viel zu wenig passiert. Wir haben den Bereich des Straßenbaus im Kreishaus jetzt neu organisiert und sind wirklich hervorragend aufgestellt. Der Erfolg ist sicht- und auch spürbar. Im vergangenen Jahr haben wir als Landkreis Aufträge im Umfang von rund 20 Millionen Euro zur Sanierung von Straßen und Wegen ausgelöst. Das sind fünf so viel wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Auch für das laufende Jahr 2026 sieht es gut aus, sodass wir dieses Tempo weiter fortsetzen werden. In wenigen Wochen wird in Kehdingen unter anderem die K 9 von Krummendeich nach Oederquart in Angriff genommen, ganz sicher eine der schlechtesten Straßen im gesamten Landkreis. Also kein Denkmalschutz, sondern frischer Asphalt. Das ist mir an dieser Stelle lieber!

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

Webseite von Jörg Dammann
Jörg Dammann auf Facebook
Jörg Dammann auf Instagram

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

17 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.