Feuer in Burweg
73-Jährige bei Akku-Brand in Wohnung verletzt
- Foto: Rolf Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten
- hochgeladen von Nicola Dultz
Bei einem Brand in einer Wohnung eines Wohn- und Geschäftshauses in Burweg (Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten) wurde in der Nacht zu Freitag eine Frau verletzt. Die 73-jährige Bewohnerin erlitt Verbrennungen sowie eine Rauchgasvergiftung, nachdem der Akku eines Elektro-Scooters Feuer gefangen hatte. Dank eines ausgelösten Rauchmelders und des schnellen Einsatzes der Feuerwehr konnte ein größerer Wohnungsbrand verhindert werden.
Rauchmelder weckt Bewohnerin kurz nach Mitternacht
Gegen 0.30 Uhr wurde die 73-jährige Bewohnerin durch die Rauchmelder in ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss alarmiert. Die Frau setzte umgehend einen Notruf ab, nachdem sie Rauchentwicklung und Feuer bemerkt hatte.
Nach ersten Erkenntnissen war der Akku eines in der Wohnung gelagerten Elektro-Scooters in Brand geraten. Das Feuer breitete sich anschließend auf weitere Gegenstände in der Wohnung aus.
Verletzungen bei Löschversuch
Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte versuchte die Bewohnerin, brennende Teile aus der Wohnung ins Freie zu bringen. Dabei trug sie mehrere Brandteile die Treppe hinunter vor das Gebäude.
Durch diese mutige Reaktion zog sich die Seniorin jedoch Verbrennungen an Händen und im Gesicht zu. Zudem atmete sie Rauchgase ein. Die Besatzung eines alarmierten Rettungswagens des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die Erstversorgung und brachte die Verletzte anschließend in ein Krankenhaus.
Rund 40 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Zur Brandbekämpfung rückten etwa 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Burweg, Himmelpforten und Oldendorf aus. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz in die betroffene Wohnung vor.
Das Feuer hatte bereits Einrichtungsgegenstände, Kleidung und weiteres Inventar erfasst. Zudem platzte durch die Hitzeeinwirkung an einer Wand teilweise der Putz ab.
Den Einsatzkräften gelang es jedoch, die Flammen schnell unter Kontrolle zu bringen und zu löschen, bevor sich ein ausgedehnter Wohnungsbrand entwickeln konnte.
Brennende Gegenstände aus Fenster geworfen
Während der Löscharbeiten transportierten die Feuerwehrleute brennende Möbelstücke, weitere Akkus sowie beschädigtes Inventar aus der Wohnung. Teilweise wurden Gegenstände aus dem Fenster ins Freie geworfen, dort abgelöscht und anschließend in Metallcontainern gesichert.
Mit einem Hochleistungslüfter entfernten die Einsatzkräfte anschließend den Rauch aus den Räumen. Nachlöscharbeiten und Kontrollen auf weitere Glutnester schlossen den Einsatz ab.
Schäden auch im Erdgeschoss
Neben den Brandschäden in der Wohnung entstanden im Erdgeschoss des Gebäudes kleinere Schäden durch Löschwasser, das in die darunterliegenden Räume eindrang.
Während des gesamten Einsatzes stand ein Team der DRK-Bereitschaft zur Absicherung der Einsatzkräfte und Betroffenen bereit.
Nach rund 90 Minuten konnten die Feuerwehrkräfte ihren Einsatz beenden.
Rauchmelder und das schnelle Eingreifen der Feuerwehren hat in diesem Fall augenscheinlich das Leben der Bewohnerin gerettet, ein Großfeuer verhindert und den entstandenen Schaden begrenzt
Polizei ermittelt zur Brandursache
Am Morgen konnte die Verletzte im Krankenhaus von der Polizei zum Vorfall befragt werden. Demnach habe sie zunächst Knallgeräusche wahrgenommen und dann bemerkt, dass sich ein älterer Fahrradakku entzündet hatte, der jedoch seit Wochen nicht mehr aufgeladen worden sein soll. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 80.000 Euro. Die weiteren Brandermittlungen werden
bei der Polizei in Stade geführt.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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