Unwetter im Landkreis Stade
Vier Feuerwehreinsätze in Himmelpforten
- Die Feuerwehr und Polizei bei einem Einsatz in Himmelpforten, wo ein Blitz in ein Bungalow eingeschlagen hatte
- Foto: Rolf Hillyer-Funke / Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten
- hochgeladen von Nicola Dultz
Das Unwetter am Mittwochabend, 2. Juli, sorgte in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten für vier Feuerwehreinsätze. Der größte Schaden entstand in Himmelpforten, wo ein Blitz in den Dachstuhl eines Einfamilienhauses in der Klosterfeldstraße einschlug und dort einen Brand auslöste.
Gegen 20.45 Uhr wurde die Stille des Sommerabends von einem gewaltigen Donnerschlag durchbrochen. Ein Blitz hatte direkt den Giebelbereich eines Bungalows getroffen. Im Haus befanden sich zu diesem Zeitpunkt drei Personen – darunter ein Feuerwehrmann der Ortswehr Himmelpforten. Geistesgegenwärtig nahm dieser Brandgeruch wahr und brachte alle Anwesenden umgehend ins Freie. Der sofort abgesetzte Notruf löste einen Großeinsatz aus.
Mit dem Einsatzstichwort „Feuer Groß“ rückten die Feuerwehren aus Himmelpforten, Breitenwisch, Burweg, Düdenbüttel, Estorf und Hammah aus – rund 70 Einsatzkräfte standen bereit. Die ersteintreffende Ortswehr Himmelpforten, mit 25 Kräften vor Ort, übernahm rasch die Brandbekämpfung und konnte feststellen, dass die Verstärkung nicht benötigt wurde.
Unter schwerem Atemschutz drangen mehrere Trupps in den betroffenen Dachboden vor. Während im Inneren brennende und rauchende Bereiche gelöscht wurden, kühlten Einsatzkräfte gleichzeitig das Dach von außen. Die schnelle Reaktion verhinderte Schlimmeres: Bereits nach kurzer Zeit war das Feuer unter Kontrolle. Mit Wärmebildkameras suchten die Feuerwehrleute abschließend nach versteckten Glutnestern.
Am Gebäude entstanden Schäden im Dach- und Giebelbereich sowie an elektrischen Leitungen und Geräten. Die genaue Schadenshöhe wird durch einen Gutachter ermittelt. Die Polizei Stade leitete umgehend Ermittlungen zur Brandursache ein – verletzt wurde niemand.
Neben dem Einsatz in Himmelpforten musste die Feuerwehr zweimal nach Groß Sterneberg ausrücken. Dort waren Bäume auf die Kreisstraße 80 gestürzt. In Oldendorf kam es gegen 21 Uhr zu einem weiteren Einsatz: Heftiger Regen hatte in der Kranenburger Straße einen Rückstau verursacht, woraufhin Wasser in ein Wohnhaus eindrang.
Trotz der Intensität des Unwetters blieben die Folgen insgesamt überschaubar – auch dank des schnellen und umsichtigen Handelns der Einsatzkräfte vor Ort.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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