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Gute Stimmung beim ersten bundesweiten Tag des Ehrenamtes in Oldendorf

Die Geehrten (v. li.): Heinz Schlegel, Adelheid Schlegel, Ursula Männich-Polenz, Bruno Bastian, Katrin Holtegel und Tanja Pape mit dem Bürgermeister Johann Schlichtmann | Foto: Schlichtmann
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  • Die Geehrten (v. li.): Heinz Schlegel, Adelheid Schlegel, Ursula Männich-Polenz, Bruno Bastian, Katrin Holtegel und Tanja Pape mit dem Bürgermeister Johann Schlichtmann
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Am 23. Mai feierte Deutschland zum ersten Mal den bundesweiten Tag des Ehrenamtes, aber auch den bundesweiten Mitmachtag zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes. Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle“, lud auch der Rat der Gemeinde Oldendorf die Ehrenamtlichen der Vereine, Verbände und Institutionen in den Garten des Brunkhorst’schen Huus ein.

Bürgermeister Johann Schlichtmann begrüßte Vertreterinnen und Vertreter des Turn- und Spielvereins, der Schützengilde, des Schulfördervereins, der Vereins für Kultur- und Heimatpflege, der Feuerwehr, des Rassegeflügelzuchtvereins, des Bürgerbusvereins Osteland, des Sozialverbands VdK, des Angelvereins, der Kirchengemeinde St. Martin sowie Our Sound und bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz für eine Vielzahl von Menschen in Oldendorf und umzu. 

Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen, so unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Und die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Frau Verena Bentela ergänzt: Ehrenamtliches Engagement ist der „Kleber“ unserer Gesellschaft. Es schafft Verbindungen, wo staatliche Strukturen allein nicht ausreichen. Im Kern geht es beim Ehrenamt um gelebte Mitmenschlichkeit. 

Und so freute es den Bürgermeister, dass er am Veranstaltungstag auch noch sechs Menschen für ihr großes Engagement persönlich ehren durfte:

  • Ursula Männich-Polenz vom Bürgerbusverein Osteland als jahrelange aktive Fahrerin, stellvertretende Vorsitzende und Erste Vorsitzende des Vereins.
  • Bruno Bastian vom Bürgerbusverein als jahrelanger aktiver Fahrer und Fahrdienstleiter. Er kümmert sich um die Pflege der Kassentablets im Bus, ist an der Erstellung der Fahrpläne beteiligt und erhebt Statistiken.
  • Tanja Pape vom Bürgerbusverein Osteland kümmert sich um das Büro im Bürgerhaus mit Abwicklung der Post, der E-Mail Eingänge und Ausgänge sowie der Bestellung von Materialien und Abrechnung der Ticketeinnahmen.
  • Katrin Holtegel vom Bürgerbusverein Osteland für ihre zehnjährige Zeit als Fahrerin.
  • Adelheid Schlegel vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Oldendorf, für zehn Jahre Schriftwartin im Verein und für ihre langjährige Organisation des Seniorennachmittags im Gemeindehaus in Oldendorf.
  • Heinz Schlegel vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Oldendorf, für seine mehr als zehnjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Erster Vorsitzender.

In der Laudatio des Bürgermeisters blieben aber auch die vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der Feuerwehr Brobergen, der Freien Wählergemeinschaft uvm. nicht unerwähnt. Für die weiteren fünf vorgeschlagenen Ehrenamtlichen Alfred Zerbin, Eugen Scholz, Ute Jungclaus, Bernd Reitmann und Ira Reitmann werden die Ehrungen bei anderer Gelegenheit nachgeholt. 

Im weiteren Verlauf des Abends ging der Bürgermeister noch einmal auf die Verkündung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland vor 77 Jahren ein, haben doch viele Menschen gerade alle ein bisschen Angst um unsere Verfassung. Der Bürgermeister versuchte diese Angst zu zerstreuen, verwies er zunächst auf die Ewigkeitsklauseln in unserer Verfassung, den Artikeln 1 und 20, die nicht geändert werden können. Dann gab Johann Schlichtmann allen Anwesenden Hinweise, was jeder Einzelne für die Demokratie tun kann:

  1. Vorgeschlagen wurde ein Bundesprogramm für 10.000 neue Kneipen als Orte der Begegnung und der Diskussion, um den Zusammenhalt zu stärken.
  2. Statt auf die Bundesregierung bzw. das Bundesprogramm zu warten, lieber einmal zum Frühschoppen oder zum Stammtisch gehen, um Kontakte und Kommunikation aufrecht zu erhalten. 
  3. Mehr zuhören. Fragen, anstatt immer das letzte Wort haben zu wollen. "Ein Gespräch setzt aber voraus, dass der andere recht haben könnte", so Schlichtmann.
  4. Mal wieder mit dem Nachbarn sprechen, obwohl er nicht die gleiche politische Meinung vertritt. "Eine Brandmauer gegen radikale Parteien mögen sinnvoll sein, zwischen Menschen können sie zu Verhärtungen führen", mahnt der Bürgermeister.
  5. Bei der Wahl meiner Medien auf Vielfalt achten. 
  6. In Talkshows werden eigene Meinungen oft lautstark vorgetragen, könnten aber die dümmsten sein. Die wichtigsten Dinge im Leben sagt man leise.
  7. Allen Medien gegenüber kritisch sein, aber die seit 1949 geltende Pressefreiheit auf keinen Fall einschränken lassen. 
  8. Menschen mit Respekt begegnen und in der Sache argumentieren. Niemals anonym im Netz hetzen.
  9. Streiks und Gewerkschaften können anstrengend sein; sind aber ein unverzichtbarer Teil der Demokratie. Betriebsräte und Gewerkschaftsvorstände sind frei gewählt.
  10. 70 Prozent der Menschen, die in Autokratien leben, beneiden uns um die Demokratie.
  11. Persönlichen Frust, z.B. über die Deutsche Bahn, nicht zu einer Wut auf das politische System werden lassen. 
  12. Lebt die Mutter oder Großmutter noch? "Redet mit ihr über die NS-Diktatur und über die Zeit des Wiederaufbaus", empfiehlt Johann Schlichtmann der jüngeren Generation. "Alte Frauen wissen, was sie an der Demokratie haben. Sie sind ein Bollwerk gegen den Faschismus. Den geringsten Zuspruch hat die AfD bei Wählerinnen jenseits der 70 Jahre."

Den musikalischen Rahmen gestalteten an diesem Nachmittag der Rock- und Pop-Chor Our Sound unter der Leitung von Gisa Wilfarth, unterstützt mit der Technik von Dennis Fehlauer sowie Anja und Detlef Wieland mit ihrer Disco „Wielando“. Die Bratwurst grillte Arvid Peglau mit seinem Team vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Oldendorf, und den Getränkeausschank übernahmen die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl, die Liste Oldendorf.

Die Geehrten (v. li.): Heinz Schlegel, Adelheid Schlegel, Ursula Männich-Polenz, Bruno Bastian, Katrin Holtegel und Tanja Pape mit dem Bürgermeister Johann Schlichtmann | Foto: Schlichtmann
Der Rock- und Pop-Chor Our Sound sorgte für den musikalischen Rahmen des Tages | Foto: Schlichtmann
Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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