Mehr Akzeptanz durch Bürgerbeteiligung
REEW sieht mehr Möglichkeiten für Windanlagen

Der Windpark in Brobergen

sb. Brobergen. "Bei der Gestaltung und Finanzierung von Erneuerbare-Energie-Anlagen müssen Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden", sagt Peter Wortmann, Geschäftsführer der gemeinnützigen Regionalenergie Elbe-Weser gGmbH (REEW). Ziel der REEW ist, die Bevölkerung über Möglichkeiten der regenerativen Energieversorgung mit Bürgerbeteiligung zu informieren.

Auf die Kommunen kämen derzeit massenweise Anträge auf Ausweisung von Flächen für Solaranlagen und Windparks zu, so Wortmann weiter. Hier müssten die Räte eine umfängliche Bürgerbeteiligung vorschreiben. Denn sie erhöhe die Akzeptanz von Anlagen auch in der Nähe von Wohnbebauung. "Erfolgt die Finanzierung durch Anlieger und örtliche Banken, bleibt die Wertschöpfung vor Ort", sagt Wortmann. "Dann können die Betreibergesellschaften zu hundert Prozent in der Kommune bleiben und alle Steuern und Abgaben fallen dort an."

Der Bürgerwindpark Brobergen ist dafür ein gutes Beispiel: Der Eigenanteil an der Finanzierung für die Anlage wurde von den 135 Genossinnen und Genossen der Bürgerenergie Osteland eG in kleinen Anteilen von mindestens 300 Euro aufgebracht und die Gesellschaft vor Ort angesiedelt. Die örtliche Bank sorgte für die Bankdarlehen. Weiterer Vorteil: Mögliche Probleme wie Schattenwurf, Schall oder Fledermausabschaltungen lassen sich durch Treffen leichter ansprechen und durch Verantwortliche vor Ort möglicherweise schneller klären. In der Satzung des Bürgerwindparks wurde festgeschrieben, dass ein Prozent des Ertrages über den Windfonds Brobergen an örtliche Vereine und Initiativen ausgeschüttet wird. Mit Unterstützung des Stromhändlers "Naturstrom vor Ort" wird der Regionalstrom angeboten, so können Bewohner in ca. 50 km Umkreis von der dezentralen grünen Energie profitieren.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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