Seltener Nachwuchs in Ehestorf
Ein Barockesel als "Lichtbringer" für den Wildpark Schwarze Berge

Cheftierpfleger Manuel Martens kümmert sich fürsorglich um die frischgebackene Esel-Mama Annabell und den noch namenlosen Hengst
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  • Cheftierpfleger Manuel Martens kümmert sich fürsorglich um die frischgebackene Esel-Mama Annabell und den noch namenlosen Hengst
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lm. Vahrendorf. Ein bisschen tapsig ist der kleine weiße Österreich-Ungarische Esel im Wildpark Schwarze Berge noch unterwegs, aber er erkundet bereits vorsichtig seine Umgebung. Immer in der Nähe: Seine Mama Annabell, die der Wildpark Schwarze Berge im vergangenen Oktober aus dem Serengeti Park Hodenhagen nach Vahrendorf holte. Das Licht der Welt erblickte das seltene Tier in der Nacht vom 17. auf den 18. Januar. 

Auf den ersten Blick vermutet man ein Albino-Tier, dem ist allerdings mitnichten so, wie auch Cheftierpfleger Manuel Martens erklärt: "Da muss man sich nur mal die Augen anschauen, die weisen eine hellblaue Färbung auf."

Vermutlich ist sich der kleine, noch namenlose Esel gar nicht darüber bewusst, wie selten und besonders er ist. "Laut Zuchtbuchbestand lag die Zahl dieser Tiere im Jahr 2019 bei 320 Exemplaren", erklärt Martens. Die spezielle weiße Färbung des Fells ist auf die Barockzeit zurückzuführen, daher auch der Name Barockesel. Damals war die Züchtung heller Tiere beliebt, da sie als Lichtbringer galten, während dunkel gefärbte Tiere eher ein Omen des Todes waren. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren nun drei Barockeseln zur Arterhaltung beitragen können!“, sagt Martens.

Schon wenige Tage nach seiner Geburt erkundet der kleine aufmerksam seine Umwelt
  • Schon wenige Tage nach seiner Geburt erkundet der kleine aufmerksam seine Umwelt
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Mit der Zeit änderte sich diese Sichtweise und die Züchtung von Tieren mit hellem Fell kam aus der Mode. Erst in den 1980er Jahren wurden in Ungarn und der Schweiz Restbestände entdeckt, mit denen eine neue Zuchtlinie gebildet wurde. Der kleine Hengst ist der dritte Barockesel im Wildpark Schwarze Berge. Sein Gehege teilt er sich mit seiner Mutter Annabell und der Stute Felicitas.

An Spielkameraden wird es dem Barockesel-Nachwuchs also nicht mangeln. Sein Gehege teilt er sich neben den beiden anderen weißen Eseln auch mit Alpakas und Bentheimer Landschafen. Zwei Wochen kann das Tier noch rumtollen, ehe es gechipt und den "Äquidenpass" erhält. "Das ist dann so etwas, die der Personalausweis für das Tier", erklärt Manuel Martens. Mit sechs Monaten erhält der Esel-Nachwuchs dann seine Erstimpfung.

Nachwuchs mit schlappen Ohren
Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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