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Überregionales Aktiven-Treffen am Kiekeberg
Netzwerk macht sich stark für Erhalt der plattdeutschen Sprache

Nahmen am plattdeutschen Netzwerk-Treffen teil: (hi., v. li.) 
Heinz Mügge, Walter Marquardt, Friedhelm Schneider, Ernst Golsch, Hans-Hermann Putensen, Uli Wellmann, Dr. Heinz Harms und Hans-Hinrich Kahrs sowie (vorne, v. li.) Hanni Schulz, Annika Liebig, Isa Steffen und Astrid Sitarz | Foto: Verein "För Platt"
  • Nahmen am plattdeutschen Netzwerk-Treffen teil: (hi., v. li.)
    Heinz Mügge, Walter Marquardt, Friedhelm Schneider, Ernst Golsch, Hans-Hermann Putensen, Uli Wellmann, Dr. Heinz Harms und Hans-Hinrich Kahrs sowie (vorne, v. li.) Hanni Schulz, Annika Liebig, Isa Steffen und Astrid Sitarz
  • Foto: Verein "För Platt"
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

Die Förderung und der Erhalt der plattdeutschen Sprache stand jetzt im Fokus beim zweiten überregionalen Netzwerk-Treffen, zu dem sich auch Plattdeutsch-Beauftragte und -Koordinatoren aus den Landkreisen Harburg und Stade im Freilichtmuseum am Ehestorfer Kiekeberg trafen. Eingeladen hatte der im Kreis Harburg aktive Verein "För Platt". 

Immer mehr Ehrenamtliche ziehen sich vom Engagement als Plattdeutsch-Unterrichtende aus Kitas und Schulen zurück. Berufstätige nennen oft als Hauptgrund, dass sie wegen der beruflichen Belastung bei freiwilligen Tätigkeiten kürzertreten wollen. Senioren lehnen häufig aus Altersgründen eine Fortführung ab. Dadurch - so der Tenor auf der Versammlung - fehle die Kompetenz, was schwerwiegende Folgen habe: Die plattdeutschen Muttersprachler würden immer weniger, womit man mit kreativen Ideen gegensteuern müsse.

An der Universität Oldenburg könnten bereits Studiengänge für Niederdeutsch belegt werden. Es gebe auch immer mehr Pädagogen, die sich für den Erhalt der alten Sprache begeistern ließen. Leider seien jedoch etwa in Grundschulen oft zu wenig Stunden im Lehrplan vorgesehen, so das Resümee der Teilnehmerrunde.

Die Teilnehmer am Gesprächskreis hatten aber noch andere Ideen, wie sie das Interesse am Plattdeutschen hochhalten können: Für die Jüngsten als Einstieg wären Bücherkisten mit Lesefutter sowie mit Spielen denkbar. Auch Lieder und Tänze zum Mitmachen seien bei Kindern beliebte Konzepte. Zudem fänden einfache Rollenspiele wie bei "Gelebte Geschichte op Platt“ im Kiekeberg-Museum stets viel Anklang bei Klein und Groß.

An Jugendliche und Erwachsene richtete die Versammlung den Appell, mehr Plattdeutsch im Alltag zu sprechen und sichtbar zu machen. Ob plattdeutsche Ortsnamen auf Ortsschildern und Landkarten, Kochbücher oder auch Stadtführungen - es gebe unzählige Möglichkeiten, die Vielfalt der plattdeutschen Sprache zu präsentieren. 

Als nächste Maßnahme findet an vielen Schulen in den Landkreisen der "Plattdeutsche Lesewettbewerb" statt. Am Mittwoch, 14. Mai, um 15 Uhr lesen im Freilichtmuseum am Kiekeberg die Schüler aus dem Landkreis Harburg ihre Geschichten vor, und die Sieger werden ermittelt.

Der Verein "För Platt" feiert sein 20-jähriges Bestehen am 17. und 18. Mai mit einem bunten Programm, das am 17. Mai speziell auf Kinder ausgerichtet ist. Zudem stehen im September wieder die „Plattdüütsch Weken“ im gesamten Landkreis Harburg an. Deren Veranstaltungen werden von unterschiedlichen Initiatoren organisiert und vom Verein "För Platt" koordiniert. „Plattdüütsch leevt, snackt mehr Platt! Plattdüütsch mutt blieben", wünschten sich die Teilnehmer zum Abschluss der Gesprächsrunde am Kiekeberg, die aufgrund der positiven Resonanz künftig regelmäßig stattfinden soll.

- Mehr Infos unter www.foer-platt.de.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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