Klaus Möller (83) aus Sottorf erhielt das Bundesverdienstkreuz
Wider das Vergessen

Thies Rabe (li.), Senator der Hamburger Schulbehörde, überreichte Klaus Möller das Bundesverdienstkreuz
  • Thies Rabe (li.), Senator der Hamburger Schulbehörde, überreichte Klaus Möller das Bundesverdienstkreuz
  • Foto: Möller
  • hochgeladen von Anke Settekorn

(as). Kampf wider das Vergessen: Für sein Engagement für die Aufarbeitung des Nationalsozialmus wurde Klaus Möller (83) das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Der Sottorfer erhielt die Auszeichnung von Thies Rabe (SPD), Senator der Schulbehörde in Hamburg, wo Möller als Lehrer arbeitete und sich unter anderem in der Projektgruppe "Stolpersteine in Hamburg – Biographische Spurensuche" der Hamburger Landeszentrale für politische Bildung und des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden sowie im "Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme" engagierte.
Dass sich Klaus Möller für Geschichte interessiert, kommt nicht von ungefähr: 38 Jahre hat er Englisch und eben Geschichte unterrichtet. Zuletzt, bis zu seiner Pensionierung 1999, als stellvertretender Leiter eines Harburger Gymnasiums. Er ist überzeugt: "Wer die Geschichte kennt, weiß, wie wichtig es ist, dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wiederholt."
Vor allem der Austausch von jungen Menschen mit Zeitzeugen ist Klaus Möller ein großes Anliegen. Als Lehrer und später auch als treibende Kraft bei der "Initiative Gedenken in Harburg" hat er immer wieder Schüler bei ihren Projektarbeiten zum Nationalsozialismus begleitet und unterstützt. Mit großem Erfolg: Neun dieser Dokumentationen wurden mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet.
Möller veröffentliche zahlreiche Kurzbiografien von Opfern des Nationalsozialismus. Er sorgte mit dafür, dass die Idee des Kölner Künstlers Gunter Demnig, mit Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern, vor 15 Jahren auch in Harburg umgesetzt wurde. Möller organisierte Putzaktionen und mehr als 100 Rundgänge. Zudem sorgte seine Harburger Initiative dafür, dass mehr als 100 Zeitzeugen Harburg einen Besuch abstatteten. „Ein Gespräch mit einem Zeitzeugen bringt so viel wie fünf Stunden Geschichtsunterricht“, sagt der Geehrte.

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