Kooperation Handwerkskammer und Museumsbauernhof
Auszubildende restaurieren denkmalgeschützte Göpelscheune auf dem Museumsbauernhof in Wennerstorf
- Tobias Prigge, Maurermeister und Restaurator der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade mit seinen Auszubildenden
- Foto: FLMK
- hochgeladen von Freilichtmuseum am Kiekeberg
Auf dem Museumsbauernhof in Wennerstorf arbeiteten 8 Auszubildende im Maurerhandwerk der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade an einem besonderen Projekt: Sie restaurierten drei Tage von Dienstag, dem 23. Juni bis Donnerstag, dem 25. Juni das historische Mauerwerk der Göpelscheune. Die Arbeiten dienen dem Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem späten 19. Jahrhundert. Stefan Zimmermann, Museumsdirektor des Freilichtmuseums am Kiekeberg, dessen Außenstelle der Museumsbauernhof ist, ist dankbar: „Für uns ist die Zusammenarbeit ein Gewinn. Wir freuen uns, dass das historische Gebäude durch die Restaurierung langfristig erhalten wird und wir gleichzeitig traditionelles Handwerk an einem authentischen Ort vermitteln können. Das macht lebendige Museumsarbeit aus. Zugleich sind wir gerne auch ein Forum für Handwerksbetriebe und deren Interessenvertretungen für die Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchs für das Handwerk. Auch in dieser Hinsicht ein großartiges Projekt!“
Gemeinsamer Einsatz für den Denkmalschutz
Tobias Prigge, Maurermeister, Restaurator im Maurerhandwerk und Ausbilder der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, erklärt: „Mir ist es sehr wichtig, dass unsere Auszubildenden auch mit historischer Bausubstanz und deren ganz besonderen Herausforderungen in Berührung kommen. Durch die Arbeit an diesem Mauerwerk auf dem Museumsbauernhof sammeln sie vielfältige praktische Erfahrungen, von denen sie im späteren Berufsalltag bei Restaurierungen und Sanierungen sehr profitieren werden.“ Die Arbeiten erfolgten unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes in der Region.
Früher Göpel, heute Café
Die Göpelscheune stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und gehört zum Heidehof-Ensemble des Museumsbauernhofs. Ursprünglich trieben Pferde von hier aus Dresch- und Häckselmaschinen im benachbarten Haupthaus an. Mit der Elektrifizierung wurde die Scheune später als Unterstand für landwirtschaftliche Geräte genutzt. Heute befinden sich dort ein Hökerladen und Elieses Hofcafé, das sonn- und feiertags ab 13 Uhr öffnet. Der Museumsbauernhof in Wennerstorf wird vom Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg getragen. Die rund 400 Jahre alte Hofanlage zeigt das Landleben in den 1930er-Jahren. Neben historischen Gebäuden, Nutztieren und Bauerngärten erleben Besucher traditionelle Bio-Landwirtschaft, Handwerk und wechselnde Mitmachangebote – zum Beispiel auch beim Themensonntag „Handwerk“ am 27. September.
Neu in diesem Jahr ist die „Gelebte Geschichte 1931“, bei der ehrenamtliche Darsteller in die Rollen einer Bauernfamilie schlüpfen und den Alltag während der Weltwirtschaftskrise lebendig machen. Der Museumsbauernhof öffnet bis Ende Oktober dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.
Leserreporter:Freilichtmuseum am Kiekeberg aus Rosengarten |
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