(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Kohl: Nördlich der Elbe ist die Kohlsaison offiziell eingeleitet. Kürzlich sind im größten, geschlossenen Kohlanbaugebiet Europas die Dithmarscher Kohltage gefeiert worden. Die Vielfalt der Zubereitung wird auf den örtlichen Buffets deutlich. Ideenreiche Gerichte mit der Hauptzutat: Suppen, Salate und Gemüsebeilage aus rund 40 Kohlsorten, Aufläufe mit Fisch oder Wildfleisch, Kohlrouladen mit Hack- und Getreidefüllungen sowie bunte Nachspeisen - reichlich Abwechslung auf dem Kohlspeiseplan. Eine Herausforderung für Auge und Nase, aber ein geschmacklicher Genuss.
Kohl war in Nordeuropa aufgrund der Lagerfähigkeit über Jahrhunderte das typische Wintergemüse. In Notzeiten rettete er große Teile der Bevölkerung. Inzwischen feiern ihn Gesundheitsbewusste als „Superfood“. Nicht ohne Grund, denn Kohl hat durchschnittlich nur etwa 30 Kalorien pro 100 Gramm und reichlich Ballaststoffe. Eine Portion Kohlgemüse deckt den täglichen Vitamin-C-Bedarf. Der Eisen- und Kalziumgehalt entspricht dem einiger tierischer Lebensmittel, was auch Vegetarier sehr schätzen.
Rezept-Tipp - Feinschmeckersuppe: Einen halben Rotkohl und einen säuerlichen Apfel fein schneiden, in etwas Öl andünsten, mit einem halben Liter Brühe ablöschen, Chiliflocken, Salz und etwas Zimtpulver zufügen und 15 Minuten garen. Anschließend pürieren, mit einem Becher Sahne aufgießen, mit Balsamico und etwas braunem Zucker abschmecken. Servieren mit gehackten Nüssen oder gerösteten Sonnenblumenkernen. Guten Appetit!

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Autor:

Tamara Westphal aus Buchholz

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