Wohin mit dem Weihnachtsbaum?
- Geschmückter Weihnachtsbaum im Agrarium des Freilichtmuseums am Kiekeberg.
- hochgeladen von Freilichtmuseum am Kiekeberg
In Deutschland werden im Jahr rund 30 Millionen Weihnachtsbäume gekauft, geschmückt und schließlich entsorgt. Die Entsorgung läuft häufig über die Stadtreinigung oder auf dem Land über die Feuer- bzw. Jugendfeuerwehr. Aber gibt es vielleicht noch sinnvolle Nachnutzungen im eigenen Haushalt oder Garten?
Mit genügend Platz und Lagermöglichkeiten kann man aus der Fichte oder Tanne Brennholz machen. Kreative können z.B. eine Vogelfutterstation daraus bauen.
Wer empfindliche Pflanzen im Garten hat (Kamelien, Rosen, Hortensien, Stauden oder Baumpäonien) kann die Äste als Winterschutz auf den Wurzelbereich legen.
Eine ungewöhnliche Möglichkeit ist es, die Tanne auf den Rasen zu legen. Durch Wind und Wetter fängt der Baum das umherfliegende Laub auf und bietet so eine kleine Insel für Insekten, Vögel und Co.
Früher haben die Menschen aus den Fichtenspitzen außerdem Schneebesen und Quirle gefertigt. Die stärkeren Verzweigungen aus dem unteren Bereich des Baumes wurden zu Kleiderhaken umfunktioniert. Mit dem Nadelstreu wurde geräuchert, sowohl zur Konservierung von Fisch und Fleisch als auch für Räucherrituale in den Rauhnächten. Es bieten sich also viele Möglichkeiten zur Weiternutzung an. Vielleicht ist auch für sie etwas dabei.
Wer mehr winterliche Alltagstätigkeiten in früheren Zeiten erleben will und sich für die Ernährung damals bis heute interessiert, ist am Sonntag, dem 25. Januar, bei der Veranstaltung „Haltbar! Esskultur und Alltag im Winter“ am Kiekeberg genau richtig. Bei der „Gelebten Geschichte“, Vorträgen von Fachleuten und vielen Vorführungen und Mitmachaktionen nehmen Sie auch hier den ein oder anderen Tipp mit nach Hause.
Am Kiekeberg wird am Wegesrand, in den Bauerngärten, in den historischen Gebäuden oder im Stall bei den Tieren traditionelles Wissens sichtbar. Wer dieses heute wieder nutzen möchte, erhält in der Reihe „Tradition trifft Alltag – Museumstipps für Zuhause“ regelmäßig praktische Ratschläge und erfährt deren fast vergessene Geschichte.
Leserreporter:Freilichtmuseum am Kiekeberg aus Rosengarten |
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